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Hässliche Leitungen auf Putz verlegt

Lisa Janssen
14. November 2017
Hallo in die Runde,
das nächste Design-Dilemma in meiner Wohnküche wartet auf eure stets genialen kreativen Ideen, um sie ein wenig zu "verstecken". Es handelt sich um eine Mietwohnung, und deshalb kanb ich keine Veränderungen vornehmen.
Dankeschön im voraus!

Kommentare (27)

  • ankestueber

    Eine Variante wäre das Zimmer in Wandfarbe, am besten in einer dunklen Farbe zu streichen und auch die Kabel. Sie fallen dann viel weniger auf.

    Hier ein Extrembeispiel:

    Die andere Variante wäre das genaue Gegenteil, aber hier vielleicht nicht so geeignet: [Kabel in Szene setzen[(https://www.houzz.de/magazin/diy-schoen-verkabelt-so-setzen-sie-stoerende-kabel-erst-recht-in-szene-stsetivw-vs~33500258) .

  • Carsten Kolbe
    Ist so etwas überhaupt noch erlaubt?
  • PRO
    AID-Studio

    Gute Frage Herr Kolbe! Bevor man sich aber ärgert kann man aus der Not eine Tugend machen und den ganzen Rest auch auf Putz verlegen :-)


    viele Grüße

  • hockylanetixx

    Das ist erlaubt, ja. Höchstens von der Design-Polizei verboten. ;-)

  • PRO
    FINDHUS

    Krass, wer hat sich da ausgetobt? War das etwa ein Elektriker?? Warum hat er keinen gebündelten Kabelkanal an dem Übergang zur Decke und neben der Tür gesetzt?

    Wenn das ein Elektriker war, würde ich das auf der Stelle reklamieren und eine Nachbesserung fordern. Das kann man in einem Keller so lösen aber nicht in einem Wohnraum im Jahr 2017!!

    Wenn die Leitungen direkt unter der Decke im Kanal laufen und auch an der Tür im Kanal herunter geführt werden würden, fallen sie 1. weniger auf und man könnte sich eine gescheite zusätzliche Lösung überlegen.

    Sorry, aber das ist eine Frechheit und sollten Sie so nicht stehenlassen. LG

  • Carsten Kolbe
    Also ich hätte das so auch nicht abgenommen, aber jetzt ist es so.
    Ich persönlich würde jetzt auch alles konsequent auf Putz legen. Im Charm der 20iger mit historischen Drehschaltern in Bakelit. Schwarze Leitungen, also alles bewusst betonen.
    Es kommt natürlich auch auf die restliche Einrichtung an.
    Oh oh...
  • hockylanetixx

    Zitat aus dem Ur-Post:

    "Es handelt sich um eine Mietwohnung, und deshalb kann ich keine Veränderungen vornehmen. "

  • PRO
    Küchenideen Schmidt

    Wenn du die Kabel nicht passend in der Wandfarbe streichen darfst, wird es schwierig.
    Gerade um die Türen würde ich einen Kabelkanal setzen. Und mit schwarz-gelb-gestreiftem Abklebeband arbeiten. Rechts und links der Verteilerdosen würde ich jeweils ein Warnschild mit !Achtung Hochspannung! anbringen. Vielleicht lässt sich da ein nostalgisches Blechschild auftreiben? Wenn Du es krass magst, kannst du noch altes Kabel mit dazu packen. Am besten schon mit wund gescheuerten Stellen, so dass das blanke Kabel rausschaut. Hier und da noch lose Kabelenden rausschauen lassen... Aber bitte das Kabel nicht irgendwo anschließen... ;-)

    Jetzt zu den netteren Varianten...

    Du kaufst Dir Seiden-Efeuranken (nicht die ganz billigen aus Plastik) und lässt die Kabel dahinter verschwinden. Die Ranken würde ich dann immer noch etwas seitlich Herausziehen, damit es etwas natürlicher, fast wie gewachsen aussieht. Schau dir dazu am besten ein Foto von einer Mauer an, die mit Efeu bewachsen ist. Es gibt auch andere Blätterranken, muss kein Efeu sein.

    Wenn es zu Dir und Deinem Stil passt, Hawai-Blütenketten entlang der Kabel gezogen. Vielleicht noch mit einem passenden Wandaufkleber ergänzt, einem schönen Spruch, oder einer Urlaubspalme.

    Vielleicht kann man die Kabel auch schick umhäkeln? Aber damit kenne ich mich leider nicht aus.

    Die Vorschläge waren jetzt einfach mal querbeet ins Blaue hinein, da ich weder Dich noch Deine Wohnung kenne. Vielleicht war ja etwas für Dich dabei?

    Schade, das da einer so gemurkst hat und es Deinem Vermieter egal ist. Mach das Beste draus.

  • petrakober

    Ich würde die Kabel mit Regalen über den Türen, einem Hängeschrank über der Kachelwand und einem Hochschrank an der anderen Seite verdecken, wobei vermutlich teilweise die Rückwand entfernt werden sollte. Eine Freundin hat so den hässlichen Warmwasserboiler elegant im Küchenhängeschrank verschwinden lassen. Soweit die Kabel um die Türen herum verlegt sind, lässt sich auch ein schmaler Kabelkanal draufschieben. Ebenfalls chic ist es, an der Decke Bilderschienen zu befestigen und die hässlichen Elektrokabel hinter schönen Bildern verschwinden zu lassen.

    Außerdem würde ich auch mit dem Vermieter reden, denn das, was er in Auftrag gegeben hat , ist an schlichter Scheußlichkeit kaum zu überbieten, stellt eine (Miet-)Wertminderung der Wohnung dar.

  • Blueberry Cake
    Sie mögen scheußlich sein, wenn die Wohnung aber so angemietet wurde (also das dem vereinbarten Zustand entspricht) stellen die Kabel kein Mietminderungsgrund dar.
  • Heidrun Böhm

    Ich stimme Findhus zu. Es ist eine Frechheit, was man als Mieter alles "ertragen" muss, nur weil der Ver-mieter zwar gerne die Mieteinnahmen hat, aber in puncto Renovierung einfach kein Geld ausgeben möchte.

    Ansonsten würde ich es so wie Anke es vorgeschlagen hat machen, die Wände möglichst dunkel streichen, damit die Kabel einem nicht gelich in Auge springen, wie es jetzt der Fall ist.

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Trotzdem es eine Mietwohnung ist, spricht nichts rechtlich dagegen, daß es geändert wird.

    Es stellt ja auch keinen verändernden Eingriff in die Substanz dar, so daß ich hier gar keine Bedenken hätte, es zu ändern und zB. einen Kanal unter die Decke zu setzen, der dann entsprechend der Leitungsführung in die Vertikalen Kanäle übergeht.

    Aber auch ein Überstreichen stellt keine unerlaubte Handlung dar, es sei denn, das dieses explizit und gesondert handschriftlich vereinbart wurde.

    Und eine fachgerechte(!) Neuverdrahtung im Kanal ist nicht mehr oder weniger Aufwand als jede andere Lösung (mit Ausnahme der "Guckt sich weg"-Lösung)

    Der Zustand selbst ist lediglich nicht grad ein optisches Highlight, aber es ist sicher und funktional, also zulässig. In zB. der Schweiz wird oft die Haustechnik (Wasserleitungen und Stromkabel) Aufputz verlegt. Für uns hier nur ein ungewohnter Anblick und zudem ohne ästhetisches Feingefühl ausgeführt.

  • David Art

    Zunächst einmal mein Beileid. Ich selbst bin Mieter, aber auch Vermieter. So eine Frechheit habe ich selten gesehen, und ich frage mich, ob Sie so eingezogen sind, oder ob der Vermieter Sie herausekeln möchte.

    In jedem Fall würde ich folgendes vorschlagen: Wenn die Wand verputzt ist, hauen Sie hinter den Kabeln den Putz weg, nur so viel als nötig, drücken Sie die Kabel in die Vertiefung und spachteln Sie wieder zu. Das ist eine Arbeit , die sich lohnt. Schützen Sie die anderen Räume vor dem Staub und tragen Sie eine Maske!

    Sie sagen, Sie dürften nichts verändern. Das sehe ich anders. Wenn Sie es ordentlich machen, ist doch alles verschönert worden. Außerdem müssen Sie dem Vermieter nicht alles erzählen. Ich habe gerade in meiner Mietwohnung Gipskartonwände gezogen. Falls der Vermieter das beim Auszug bemängelt, baue ich sie wieder ab. Also keine Angst, Sie zahlen ja viel Miete.

    Alternativ können sie die Leitungen großflächig mit Gipskarton zudecken. Wenn alles lückenfrei gespachtelt und einheitlich mit der Wand gestrichen ist, wirkt es ruhig und fällt nicht mehr auf.

  • hockylanetixx

    Der Beitrag von David Art gefällt mir.

    Nach dem Motto "alles ist erlaubt wenn es zum Auszug wieder zurückgebaut wird oder dem Vermieter vlt. sogar gefällt" sind meine Frau und ich als Mieter auch vorgegangen bevor wir unser jetziges Haus gekauft haben.

    Wir haben auch Wände ge-/versetzt, Durchbrüche verschlossen, Böden verlegt, etc. In den meisten Fällen konnte es auch so bleiben weil es eben eine Verbesserung war, manchmal haben wir sogar Geld bekommen.

    Manche Leute trauen sich ja noch nicht mal ihre Wände farbig zu streichen in ihrer Mietwohnung...

    Was aus meiner Erfahrung meistens nach hinten losgeht ist es, den Vermieter vorher zu fragen ;-)

  • D S

    Ich finde es immer ein bisschen schade, wenn auf eine Frage um Hilfe nicht direkt eingegangen wird. Die Entscheidung, die Wohnung mit dem Makel anzumieten, ist doch nun schon gefallen. Warum und ob man es als richtig beurteilt, ist irrelevant. Nun geht es darum, etwas ohne große Umbauten zu tun, um den Wohlfühlfaktor zu steigern. Und nicht jeder kann oder will Diskussionen (oder gar Rechtsstreitigkeiten) mit dem Vermieter führen - sei es beim Einzug, Auszug oder zwischendurch. Soweit zum Geschwafel vorab - jetzt würde ich gern DIE Lösung präsentieren... Kann ich aber auch nicht. Ich würde aber überlegen, was ich verarbeiten oder verdecken kann. Also:

    A) Was befestigen (z.B. mit Powerstrips, damit es wieder entfernt werden kann) - ein Sichtschutz aus gestrichener Pappe oder Balsaholz (ist dünn, leicht und lässt sich beides ohne besonderes Werkzeug bearbeiten) in Form einer Bergkette. Die Idee mit den künstlichen Blumen finde ich auch nicht schlecht. Vielleicht kann man auch stellenweise einen Vorhang / ein auf Stoff gedrucktes Foto "davorpinnen".

    B) Die Linien mit einbinden. Klassiker: Vögel(silhouetten) auf die Kabel setzen. Jeweils an einem oberen Ende ein Bild anbringen, in dem die Kabel fortgeführt werden (z.B. zu Telefonhörern - vielleicht sogar als "Kinderpapprollentelefon"- sodass die Personen auf den Bildern miteinander telefonieren).

    Mich würde das Ergebnis übrigens sehr interessieren. :-)

    Romanende! ;-)

  • Lisa Janssen
    Ich bin begeistert von den vielen kreativen Vorschlägen! Vielen lieben Dank euch allen. Ich habe noch nicht endgültig entschieden, aber der Vermieter hat gesagt, dass ich einen Kabelkanal installieren kann, wenn ich möchte.
  • David Art

    An D S : Andere Beiträge als Geschwafel zu bezeichnen ist nicht angebracht, auch wenn Sie ihr Papprollentelefon besser finden. Bitte belassen Sie es also bei Vorschlägen.

  • Heidrun Böhm

    @DS: es wurden ja auch, im Rahmen dessen, was man als Mieter machen darf, zahlreiche gute Vorschläge gemacht.

    Die Diskussion um, was man sich als Mieter gefallen lassen muss, ist halt aus der Diskussion entstanden . Das passiert gelgentlich, wenn man sich austauscht ; ) Finde ich nicht schlimm. Finde ich sogar gut.

    Ich finde es ohnehin schöner, wenn es zum "Gespräch" kommt und nicht jeder einfach seine "Punkte" postet , ohne auf andere mal einzugehen.

  • D S

    An David Art: Mit dem "Geschwafel" habe ich mich auf meine eigene lange Vorrede bezogen! Man muss sich ja schließlich auch selbst nicht zu ernst nehmen (und auch dies beziehe ich auf mich selbst - nur um weiteren Interpretationen vorzubeugen)...

    An Heidrun Böhm: Da haben Sie nun auch wieder recht! :-)

  • Andreas
    So hässlich es auch ist, es ist leider nicht verboten. Vor allem, da die Kabel sichtbar sind. Sollte man nun, wie vorgeschlagen wurde, die Kabel teilweise unter Putz verlegen, so sind wiederum die Installationszonen nach DIN 18015-3 zu beachten. Bedeutet faktisch, dass die Kabel wohl leicht verlegt werden müssen und man sie nicht an Ort und Stelle "versenken" kann. Diese DIN soll einen Schutz darstellen für jeden, der später mal einen Nagel bei unsichtbar verlegten Kabeln in die Wand schlägt.
  • PRO
    elkcat

    Mehr Kabel besorgen, allerdings in farbig, und mit Hilfe weiterer Nagelklemmen eine Wanddekoration im Stile der klassischen Londoner Tube Map daraus machen. Die einzelnen Kabelklemmen mit Haltestellennamen beschriften wäre dann noch das Tüpfelchen auf dem i.. muss aber nicht sein. So könnte man noch eine ganz eigene Story draus stricken (z.B. Haltestellen aus der eigenen Geschichte.. ;D).

    Ziemlich mühsam, gebe ich zu. Aber cool - wenn's nachher zum Rest passt!

  • nofrete

    Mich würde interessieren, ob es vom Brandschutz her einen Unterschied gibt zwischen Aufputz und Unterputz? Wg. Schwelbrandgefahr nicht sichtbar verlegter Kabel?

  • PRO
    Koch-Kohlstadt, Michael, Dipl.-Ing.
    Hallo,

    so etwas würde ich bestenfalls in einem Heizungskeller oder in einer Garage erwarten.
    Weiß Dein Vermieter von diesem Zustand? Wenn er sein Eigentum neu vermieten wird, hat er doch eh ein Problem.
    Eine wirklich gute Lösung wäre nur, dass unter Putz legen. An sonsten fällt mir da nur die Vorsatzschale aus Gipskarton ein.

    Die konsequente Alternative wäre allerdings zu kündigen und das Foto als Kündigungsgrund bei zu fügen.
    Gruß Michael
  • Heidrun Böhm

    Hallo Lisa,

    was ist denn nun geworden? Konnten Sie sich mit dem Vermieter einigen, dass er die Leitungen Unterputz legt? Oder haben sie eine der Lösungen verwendet, die hier genannt wurden?

    Oder sind sie ausgezogen? ;-))


    Wäre auch mal interessant zu wissen, wie letzendlich das Problem gelöst wurde. :-)

  • Lisa Janssen
    Hallo in die Runde, von den vielen äußerst kreativen Ideen (danke nochmal ) habe ich in Ermangelung von Zeit erst mal den Vorschlag von Küchenideen Schmidt umgesetzt, da es schnell ging und auch zur sonstigen Einrichtung passt. Inzwischen finde ich es gar nicht mehr soooo hässlich.
    Es grüßt euch Lisa
  • Heidrun Böhm

    Schaut gut aus! :-))

  • Satyam H

    Klasse verbessert! Auch die Efeulösung finde ich sehr originell und schön

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