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n811e

Wie findet man den passenden Architekten für den Hausbau?

n811e
vor 4 Jahren

moin Community,

ich hoffe ich bin nicht die einzige mit dem Problem und evtl werden auch andere von diesem Thread profitieren.


Nach anraten von euch haben mein Verlobter und ich vor etwa 3 Monaten ein Experten an unsere Hausplanung gelassen. Wir haben bestimmt 2-3 Stunden geredet mit allem was wir uns Vorstellen inclusive Preis und er meinte er macht uns ein Vorschlag. Er kam mir sehr sympatisch vor (obwohl er von vornerein sagte das er den gewünschten Keller nicht in den Vorschlag tut, weil zu teuer und das geht auch ohne.)


2 Monate später kam ein Vorschlag der aussah wie aus dem Katalog, es wurde auf so gut wie nichts eingegangen was wir uns vorgestellt haben und trotz des 08/15 Hausvorschlags sollte es nochmal ca 80k mehr kosten als gewünscht.


Wir waren vorher in gefühlt 100 Musterhäusern und die passen alle nicht zu unseren Bedürfnissen, deshalb ja Architekt, wenn ich doch nen Musterhaus kriege, kann ich ja gleich hingehen und sagen "gib mir typ B, das ist am wenigsten schlimm"


Wie kann ich so ein Dilemma in der Zukunft vermeiden? worauf muss ich achten? oder muss ich nun einfach 20 Architekten durchklappern?


Ich bin echt frustriert gerade und hoffe auf Hilfreiche Tipps


LG

Kommentare (31)

  • PRO
    hokon
    vor 4 Jahren

    Hallo,

    es gibt z.B. in Community von houzz sehr aktive Architekten.

    Vielleicht lesen Sie mal was die so schreiben, ob Ihnen das gefällt und setzten Sich dann mal mit denen in Verbindung.

    Aus welcher Region kommen Sie denn ?

    Grüße Jörn Brenscheidt

  • n811e
    Ursprünglicher Verfasser
    vor 4 Jahren

    wir wollen im norden bauen. im Nordwesten von HH.

    alle architekten die sehr aktiv sind und dessen beispiele mir gut gefallen haben oft Innenarchitekt oder ähnliches in der Beschreibung. Das ist ein anderer Beruf oder? Für Baubegleitung oder Planung von Bauwerken braut man ein Architekten, oder sehe ich das falsch?

    Leider sind die Beispielbilder von Architekten immer Würfel, ich bin kein großer Fan von moderner Kunst xD

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  • PRO
    hokon
    vor 4 Jahren
    Zuletzt geändert: vor 4 Jahren

    Die Bilder sind immer von abgeschlossenen Projekten nach Kundenwunsch und diese "Würfel" sind halt gerade sehr gefragt.

    Ich z.B. habe bei meinen Treppen auch schon sehr viel Freiheiten, es muss aber trotzdem immer den Vorstellungen meiner Kunden entsprechen und zur gesamten Situation passen.

    Wenn Sie Ihre Wünsche konkret äußern wird im Detail schon noch Einfluss genommen, grundsätzlich bekommen Sie aber was Sie haben wollen - zumindest wenn es ins Budget passt.

    Wenn Sie in HH bauen sprechen Sie doch mal mit Hamburger Hütten

  • ankestueber
    vor 4 Jahren

    Ich kann das nur unterstützen. Man muss zum Architekten passen und der Architekt zu einem. Das ist natürlich schwierig, dass da einfach der erste auch wirklich passt. Ich finde, dass man hier auf Houzz sich einen guten Einblick über den Stil von Experten verschaffen kann und zwar fachlich wie auch menschlich, also bei den Aktiven. Und ich für mich kann sagen, dass ich, wäre ich in Hamburg, ich mich mit Hamburger Hütten testen würde, ob wir passen. Schauen Sie sich doch mal die Beiträge an, ob es in Ihre Richtung geht.

  • skalle
    vor 4 Jahren
    Passend zu dem Thema möchte ich gerne noch ergänzen: Wann wäre denn der „richtige Zeitpunkt“ zum kontaktieren? Sprich wie konkret sollte das Bauvorhaben sein?
    Wie weit sollte die eigene Vorbereitung schon sein und mit was für Vorlaufzeiten sollte man i.d.R. rechnen?
  • PRO
    Garten Design - Design Garten
    vor 4 Jahren

    Neben Hamburger Hütten - die hier immer sehr aktiv sind und (wie ich finde) auf die Bedürfnisse der Fragesteller sehr individuell eingehen, fällt mir noch Frau Beate Rottwinkel (auch auf Houzz) ein. Ich habe bei Kunden den Umbau des Hauses sehr bewundert - deren Wünsche wurden sehr persönlich umgesetzt.

    Ich würde mich von den modernen Beispiel-Projekten nicht abschrecken lassen. Das ist zur Zeit halt modern und spiegelt oft den Geschmack der Kunden und nicht das ausschließliche Können der Architekten wieder.

    Wichtiger finde ich die Bewertungen, d.h. ob die Wünsche und Vostellungen des Kunden berücksichtigt und umgesetzt wurden. das zeigt mir, ob der Profi sich auf die Persönlichkeit seiner Kunden einlassen kann.

    Dem Ablaufplan von Herr Brenscheidt kann ich nur zustimmen!

    n811e hat Garten Design - Design Garten gedankt
  • Lasse G
    vor 4 Jahren

    @hokon: Also, wenn es keinen Mangel an Geld und Grund gäbe, dann würde ich auch ständig weiterbauen . . . ;-))

    Neben den oben genannten Punkten Budget (wobei ich dazu später auch eine Einschränkung nennen möchte) und Bauplatz halte ich es nach mittlerweile zwei gebauten Häusern, für sehr, sehr wichtig (den angesichts so manches Dilemmas hier offensichtlich unterschätzten Faktor) Zeit in die Ergründung eigener Bedürfnisse zu investieren. Wie kann es sonst zu Fragen nach Wetterschutz bei Außentreppen oder Absturzsicherungen für offene Treppen bei "plötzlich auftauchenden" Kindern, oder Sichtschutz für große Fensterfronten kommen? "Sorry!" an die Betroffenen, aber ganz ehrlich: daran hätte man früher denken können. Und da sehe ich nicht nur Architekt oder Handwerker in der Verantwortung. - Insofern kann - nochmals "Sorry!" - ein auf individuelle Bedürfnisse passender Erstentwurf kann für mich auch nicht nach 2-3 Stunden Erst-Gespräch herauskommen.

    Insofern mein Tipp: Sehr klar formulieren, was Ihr als künftige (oder geplante!) Bewohner vom Haus erwartet. Zu Verdeutlichung ein einfaches Beispiel aus einem selbst geführten Vergabegespräch mit unserem Elektriker: Ich ging davon aus, dass heutzutage bei einem Neubau "natürlich" elektrische Rolläden/ Raffstore zum Standard gehören und entsprechend verkabelt wird. - Denkste Puppe! Der Elektriker hielt etwas ganz anderes für Standard und hatte Angst entsprechend anzubieten, weil er fürchtete, zu teuer zu werden. Alles klärte sich und heute fahren die Dinger mittels Haussteuerung automatisch hoch und runter. Und das war kein Einzelfall: Unausgesprochenes sorgt für Mißverständnisse und Mißstimmungen. Umgekehrt werden einem von manchem Zeitgenossen Bedürfnisse an den Leib geguckt, die nie geäußert wurden. - Spannend! Nun bin ich ein, zwei, . . . Jahrzehnte im Verkauf unterwegs und bekomme bei der Erinnerung an die "Bedürfnisanalyse!" eigentlich schon Pickel, aber diese Gespräche haben mir wieder einmal gezeigt, dass diese fachlich, ohne Frage meist sehr guten Handwerker (u. z.T. auch Architekten) leider oftmals nicht gewohnt/ geschult sind Kundenbedürfnisse zu hinterfragen und Leistungen über Beratung zu verkaufen. - Für den einen oder anderen dieser Damen und Herren bedeutet dies leider auch, dass er/sie manches Mal Chancen vergibt, schöne Aufträge abseits des Standards zu gewinnen. Aber das ist nochmal ein ganz anderes Thema.

    Fragen, die ich nur mal beispielsweise aufführen möchte, wären für meinen Geschmack: Wer wird wie
    lange in diesem Haus wohnen? Welche Bedürnisse an Ruhe, Rückzug und
    Privatheit haben die Bewohner ? Kann ich mit Einblicken von Außen leben,
    wenn ich maximale Ausblicke genießen will? Oder anders: mit wieviel Offenheit kann ich tatsächlich gut leben? Sollte der Grundriss
    einigermaßen flexibel auf sich verändernde Lebensumstände anpassbar
    sein? Familiäre Abläufe, Gewohnheiten (und sei es nur Bundesliga auf Sky am Samstagnachmittag. . . ;-))? Ansprüche an Komfort, Energetik,
    Sicherheit. Optik, Materialität, Laufwege, Schmutzschleusen, Pflege-, Instandhaltungsaufwand Innen und Außen. . . ? Gibt es Beeinträchtigungen (auch im Verwandten- oder Freundeskreis), die berücksichtigt werden müßten? (Wir hatten z.B. einen Rollstuhlfahrer in der erweiterten Familie, der sollte uns auch ohne Einschränkungen besuchen können. . .) - Insofern wieder der Turn zur Zeit: Ein Haus ist so komplex und in der Größe ein - im Leben meist einmaliges - Unterfangen, dem sollte man schon mehr Zeit in der Planung widmen. Sicher "entwickelt sich die eine oder andere Lösung auch erst im Prozess" (- Der Satz wird mir ewig in den Ohren klingeln ;-)), aber gebaut ist vergleichsweise schnell und schnell leider auch am Bedarf vorbei. Und das ist tagtäglich ärgerlich, selbst wenn man in dem Haus nicht alt werden will.

    Dann: Bedürfnisse aufschreiben (und gerne auch Beispielbilder von Häusern, Materialien etc. sammeln - Stichwort "Moodboard"), um sie bei jeder Besprechung parat zu haben und um sich ggf. rückversichern zu können, ob man noch auf dem gewünschten, gemeinsamen Weg ist, ob es gangbare Kompromisse gibt oder ob man besser einen anderen Weg (u.U. auch mit anderen Partnern) geht. Wer seine eigenen Erfordernisse genau kennt und formulieren kann, tritt m.E. auch anders auf und wird anders wahrgenommen. Unser Architekt konnte sich bei so mancher Frage die Antwort irgendwann selbst geben und sagte nur noch
    augenzwinkernd: "Ok, ich vergaß: So seit ihr ja nicht." So ist unser
    Haus heute aber in sehr vielem genau zu dem geworden, was wir sind. Nebenbei: wir hatten zwar sehr, sehr schnell ein gleiches Bild vor Augen, aber auch das hat sich im Laufe intensiver Gespräche entwickelt und war nicht von jetzt auf gleich da.

    Noch das angekündigte Wort zum Thema Budget: Klar soll es im Rahmen bleiben, aber. . . bei manchem killt das Wort Budget auch sofort jegliche Kreativität und das ist schade, weil dann eben sehr oft die auch von Dir oben genannte Standardlösung Eures Architekten dabei herauskommt: der Quasi-Bauhauswürfel mit offenem Grundriss, gerne gepaart mit Empore/ Luftraum, Kragarmtreppe, Küche mit Insel etc. Alternativ: das Putzfassadenhäuschen mit Satteldach und Zwerggiebel, Essplatz im Erker, . . . Ergebnis sind fürchterlich uniforme Baugebiete, die sämtliche Individualität vermissen lassen. Daher vielleicht mal ausprobieren: die Disney-Methode. Manchen Punkten, die uns am Herzen lagen, habe ich mich so genähert und mich dann mit den Beteiligten immer mehr Richtung Lösung abgearbeitet. Nicht alles lies sich umsetzten, aber dennoch mehr und individueller oder mit anderen Materialien, als anfangs gedacht (und nebenbei habe ich eine Menge dazugelernt).

    Wenn man soweit für sich selbst im Klaren ist, entwickelt man auch ein gutes Gefühl dafür, mit wem man die kommenden ein, zwei, . . . Jahre intensiv zusammenarbeiten möchte oder nicht. Auf diesem Weg, die eigenen Wünsche an Grundriss, Form, Fassaden etc zu formulieren, fand ich z.B. das Stöbern auf Heinze.de sehr interessant. Auch, weil dort bei den Architekturobjekten Projekte abseits des Schema F gezeigt werden und man ggf. auch Referenzobjekte von Architekten aus der eigenen Region findet und sich auf diese Weise ein erstes Bild machen kann.

    Sorry, für den ausschweifenden Verbal-Erguss und viel Erfolg beim Finden des/ der passenden Architekten/ Architektin.

    n811e hat Lasse G gedankt
  • n811e
    Ursprünglicher Verfasser
    vor 4 Jahren

    vielen dank für eure ganzen hinweise und tipps. ich werd dann mal weitersuchen mit den hinweisen von euch im hinterkopf

  • Isabell Weber-Elsner
    vor 4 Jahren

    Aus eigener, grad eher schmerzhafter Erfahrung, ist es wichtig immer wieder über das Budget zu sprechen und es am besten auch schriftlich zu fixieren.

    Außerdem würde ich heute mehr darauf drängen dass die Ausstattung früh festgelegt wird und dafür dann auch Angebote eingeholt werden um eine bessere Übersicht zu bekommen. Die Leistungsverzeichnisse würde ich wesentlich genauer prüfen und auch mal hinterfragen.

    Bei mir ist die Kostenschätzung leider vollkommen neben den realistischen Preisen und das bewegt sich mittlerweile im kritischen Bereich.

    Dann immer Mal hinterfragen was z.B. für den qm Bodenbelag angenommen wurde. Oder wie viel für eine Treppe eingeplant wurde. Oder oder.... Dinge die man auch selbst mal ungefähr prüfen kann. Und wenn dann die Leistungsverzeichnisse an die Handwerker gehen, auch noch mal schauen ob die Mengen dem entsprechen was man ungefähr im Kopf hat.

    Lieber zu viel nerven als zu wenig denn am Ende ist es euer Geld und der Architekt zuckt nur mit den Schultern.

    Ich bin leider an eine geraten, der die äußere Optik wichtig ist, die dabei aber völlig die Kosten aus den Augen verloren hat. Und während ich jetzt versuche einzusparen wo es eben geht, "besteht" sie auf Ausgaben die nur die Optik betreffen. Sehr lustig, denn eigentlich hab nur ich zu bestimmen. ;-)

  • PRO
    Gudula v.Steht, Gartenberatung/ -Gestaltung
    vor 4 Jahren
    Zuletzt geändert: vor 4 Jahren

    @ Isabell Weber-Elsner: Ein/e Architekt/ in ist ein Dienstleister und hat m.E. die Aufgabe übernommen, seinem Kunden zu dienen, d.h. dessen Erwartungen und Bedürfnisse an Funktionalität und ansprechendem Design bestmöglich umzusetzen und einen Budgetrahmen dabei verantwortungsvoll niemals aus den Augen zu verlieren.

    Ich meine, Sie sollten hier vielleicht ein wenig aufpassen, dass Ihr Projekt nicht der ( egoistischen ) Selbstverwirklichung Ihrer Architektin dient und sich im schlimmsten Fall auch von ihr trennen.

    Ich erlebe so oft, dass nach dem Bau eines Hauses definitiv kein Budget mehr für die Außenanlage bleibt. Gerade in Ihrem Fall wird die große Einfahrt, die ungewöhnliche Treppenanlage, ( Dach-) terrassen und andere " Kleinigkeiten " aber noch einmal so richtig ans Eingemachte gehen.

    n811e hat Gudula v.Steht, Gartenberatung/ -Gestaltung gedankt
  • Isabell Weber-Elsner
    vor 4 Jahren
    Auch da noch ein Rat. Den Architekten ruhig erstmal nur für LP 1-4 beauftragen und dann über den Rest entscheiden. So leicht trennt man sich sonst nämlich nicht ohne zusätzliche Kosten.
    n811e hat Isabell Weber-Elsner gedankt
  • PRO
    Koch-Kohlstadt, Michael, Dipl.-Ing.
    vor 4 Jahren
    Der Architekt istnatürlich die leitende Person auf der Baustelle. Um so wichtiger ist natürlich, dass er zum Bauherren passt. Bedenkt man, dass zwischen erstem Handshake und Fertigstellung schnell ein Jahr steht, wird auch klar, dass hier Chemie stimmen muss.
    Der Bauherr sollte mit einem möglichst klaren Anforderungsprofil des Hauses an den Architekten heran treten.
    Ich würde zunächst Erkundigungen über den Architekten einholen, ist online ja überhaupt kein Problem.
    Ich würde mir dann Drei Architekten anschauen, die in die engere Wahl kommen. Mit den Dreien würde ich dann ein Gespräch führen. Wichtig, klar machen, dass man sich erst nach einer kurzen "Probephase" entscheiden will wer den Auftrag bekommt und das dies als Aquisephase an zu sehen ist. Ich finde es als Architekt ok einen oder zwei Arbeitstage in die Waagschale zu werfen, mit der Aussicht auf einen Vertrag. Das muss nur vor Beginn klar sein!
    Nach einem ausführlichen Gespräch an Hand des Anforderungsprofil, können die Architekten dann ja ihre Vorstellungen im nächsten Gespräch vorstellen.
    Ich finde, dann kann der Bauherr auch sicherer entscheiden.
    Hat man sich dann für einen Architekten entschieden, sollte man einen Stufenvertrag schließen. Hier haben beide die Möglichkeit sich ggf später andere Partner zu suchen.
  • PRO
    Architekturbüro Oberhuber
    vor 4 Jahren

    Moin, moin

    ich bin freiberuflicher Architekt und sehe aus diesem Grunde vielleicht einiges etwas anders.

    Jeder Architekt hat eine Homepage.

    1.Schritt ich sehe mir seine HP an, welche Objekte er bisher gemacht hat und in wieviel Stilrichtungen er arbeitet. Hat er nur einen Stil kann man davon ausgehen, dass ihm andere Stilrichtungen nicht so sehr liegen.

    2. Schritt: Wenn es annähernd mit dem Stil des Architekten passt, einfach mal anfragen, bzw. meine Vorstellungen anbringen und darauf achten wie er sich das Umsetzen vorstellt. Geht er auf mich ein, oder geht er hauptsächlich von seinen Vorstellungen aus. Sicher kann keiner erwarten, dass Architekten bei jeder Anfrage kostenlos Entwürfe erstellen. Es geht mehr um die gemeinsamt "Chemie" die dabei entsteht.

    3. Schritt: Der Architekt Deines Vertrauens ist der richtige. Hast Du Dich entschieden ist eine enge Zusammenarbeit das Wichtigste. Klar, für jede Meinung gibt es mindestens 10 Gegenmeinungen. Will ich auf alle hören und als Laie versuchen die Richtigkeit der Aussagen zu beurteilen, werden ich unweigerlich scheitern müssen. Abgesehen davon wird mein Architekt sich auch mit Recht zurückziehen. Er ist nicht dazu da, alle Irrtümer dieser Welt aufzuklären.

    @Lasse G, ich bin fast ganz Deiner Meinung :-), nur sollte keiner versuchen der große Selbermacher zu werden. Es ist wie beim Arzt, ich muß sein Metier nicht ganz verstehen, dennoch sollte ich immer ein gutes, vertrauenvolles Gefühl haben können, bei dem was er macht.

    Das Problem ist nur: Es gibt tausende von Architekten. Wie kann ich eine engere Auswahl treffen? Mein Tipp: Suchbegriffe in Google eingeben oder bei der zuständigen Architektenkammer nachfragen. Dennoch es wird logischerweise immer nur ein Zufall sein, den richtigen zu treffen.... Sorry

  • PRO
    hokon
    vor 4 Jahren

    "Interessanter" Beitrag von Van Hiep Hoang ist Ihr Haus schon länger fertig und bezogen ?

  • PRO
    Koch-Kohlstadt, Michael, Dipl.-Ing.
    vor 4 Jahren
    Hallo,
    wenn ich Bauchschmerzen habe mache ich das auch so. Ich lese mir im Internet diverse Foren durch, was man da so macht. Frag meine Mutter nach Hausmittelchen. Die meisten Ärzte machen doch eh nur 08/15 und verschreiben immer das Gleiche, ist für die einfacher. Dann geh ich in die Apotheke und kauf mir da so ein Mittelchen. Fertig. Da spar ich doch richtig Geld. Das würde wohl keiner machen!
    Genau so kann man auch mit Anwälten und Steuerberatern verfahren.

    Aber jetzt einmal anders gedacht: Ein Haus ist die höchste Investition die ein Privathaushalt jemals tätigt. Die meisten Menschen verschulden sich für 25 Jahre, also für ein Drittel ihrer Lebensspanne dafür. Ein Haus steht i.d. Regel 100 Jahre und wird von mehreren Generationen genutzt. Ist da die Investition von ca. 4-5 % der Kosten die für den Bau entstehen zu viel für einen Entwurf - Bauantrag etc. , Lph 1-4 Hoai? Glaubst Du wirklich, das wenn Du Dir die Kosten für den Koch sparst und nur Geld für teure Zutaten ausgibst hier ein meisterliches Essen heraus kommt?
  • Lasse G
    vor 4 Jahren
    Ich kann mit verallgemeinernder Pauschal-Schelte ohnehin nichts anfangen: ob es nun um Politiker, „das System“, angebliche Überfremdung, Handwerker oder hier nun Architekten geht... :-/Wenn Van Hiep Hoang dazu übergeht erfolgreiche Ergebnisse seines Vorgehens hier zu präsentieren, bzw. der sachlichen Diskussion zu stellen, bin ich vielleicht auch bereit Bauklötze zu staunen. Bis dem so ist: links rein, rechts raus. ;-)
  • PRO
    hokon
    vor 4 Jahren
    Zuletzt geändert: vor 4 Jahren

    @Van Hiep Hoang

    ich bin ein Freund klarer Worte und daher würde ich Ihnen dringend empfehlen, sich mit so großspurigen Sprüchen zurückzuhalten, bis Sie Ihr Bauvorhaben nicht -so wie 99,9% der anderen Bauherrn die an der gleichen Selbstüberschätzung leiden wie Sie- voll in den Sand gesetzt haben!

    Um ein Haus zu bauen gehört nämlich deutlich mehr als ein Sonntagnachmittag mit Google und drei kostenlosen Ausgaben von „Selbst ist der Mann“ zu lesen.

    Schade das ich kein Popcorn mag!

  • PRO
    hokon
    vor 4 Jahren

    Hat Jemand Van Hiep Hoangˋs Kommentare gemeldet, oder kommen schon so früh in der Bauphase Zweifel an den eigenen Aussagen???

  • Alex Claire Snoufer
    vor 4 Jahren

    Ich würde bei Häusern, die
    mir gefallen, Kontakt mit den Eigentümern aufnehmen und nach ihren
    Erfahrungen/Empfehlungen fragen.

    Zur Kostenproblematik:
    Meiner Erfahrung nach sollte man 100.000 EUR extra einplanen oder 20-25% der
    Bausumme, je nachdem, was mehr ist. Es laufen ja nicht nur die Kosten davon,
    sondern wenn man schon mal baut, möchte man ja auch das eine oder andere Schöne
    umsetzen.

    Bei den Baukosten habe ich
    die Erfahrung gemacht, dass viel zu knapp kalkuliert wird. Da werden z.B. 17,50
    EUR pro qm für die Verlegung und 32,5 für den Bodenbelag angesetzt, die
    Sonderpositionen wie Sockelleisten, Kleber etc. aber überhaupt nicht
    berücksichtigt. Am Ende kostet es das Drei- oder Vierfache!

    Und dann schickt einem der
    Architekt nicht den Handwerker, der 17,50 EUR verlangt, weil der keine Zeit hat
    – es kommt dann einer, der Fliesen in 25-Mio. Villen verlegt und 120 EUR/qm
    aufruft!

    Neben der Kostenproblematik
    hat sich mir bestätigt, dass auf dem Bau gern „spontan“ entschieden wird. Das
    führt dazu, dass am Ende eine ganz andere Löung herauskommt als man sich
    wünscht. Auch habe ich der Erfahrung gemacht, dass der Architekt gern so viel
    wie möglich auf die Gewerke abwälzt (Planung, Ideen, Lösung, behördliche
    Anträge, Absprachen zwischen Gewerken). Umgekehrt behaupten die Gewerke, „das
    muss der Architekt machen“, dann steht man als Laie blöd dazwischen. Ich musste
    daher dem Architekten schon mal die Frage stellen, wozu ich eigentlich einen
    Architekten beauftragt habe.

    Das Engagieren eines
    Architekten und BAULEITERS heisst nicht, dass man wie auf einer Kreuzfahrt nur
    seine Wünsche äußern muss und alles andere läuft.

    Vielmehr muss man sich
    selber kümmern und ggf. auch die Betroffenen in den verlängerten Rücken treten.

    Auf jeden Fall sollte der
    Architekt meiner Meinung nach nicht nur die Planung, sondern auch die
    Bauleitung machen, damit er das umsetzen muss, was er geplant hat. Wichtig wg.
    Kosten und technischer Lösungen ist es, alles bis ins Detail durchzuplanen, aum
    keine Überraschungen zu erleben.

    Viel Erfolg!

  • Luisa b.
    vor 4 Jahren

    Wir haben den Architekten direkt gefragt, welche Projekte er in letzter Zeit realisiert hat und dann haben wir die Bauherren aufgesucht und befragt. Der Architekt hat uns auch Bilder seiner bisherigen Arbeiten gezeigt, auf dem Land läuft es häufig auf die Sanierung von Bauernhäusern hinaus. Und wir haben Freunde und Bekannte, die in den letzten Jahren (um-)gebaut haben, nach ihrem Architekten und den jeweiligen Erfahrungen befragt. Mund-zu-Mund-Propaganda ist in meinen Augen immer noch am wirkungsvollsten.

  • PRO
    User
    vor 4 Jahren
    Zuletzt geändert: vor 4 Jahren

    Moin,

    meiner persönlichen Erfahrung nach ist es wichtig, dass der "optimale" Architekt nicht NUR Planer ist, sondern ebenso die dreckigen Gummistiefel für die Baustelle neben dem Schreibtisch stehen hat. Denn ein guter Planer ist noch lange kein guter Pragmatiker. Was helfen mir die schönsten Pläne, wenn niemand versteht sie (technisch) umzusetzen. Auf der Baustelle können gerne auch mal "plötzlich" unvorhergesehene Probleme auftreten, wofür spontan gute Lösungen gefunden werden müssen.

    Für unser Traumhaus habe ich die Planung (ohne Architekten) vollständig selbst übernommen. Daher kann ich nur sagen, was mir persönlich sehr geholfen hat. Nämlich herauszufinden, was wir wirklich brauchen, was wir (unbedingt und bedingt) möchten, was (technisch) notwendig ist und wie wir die Kosten clever im Griff behalten.

    ------------

    Dazu ein kleines Beispiel: Wir haben als Ablage um unsere Badewanne (gegen vielseitigen Rat ;) Eichenholz verwendet. Dafür wäre eine große Eichenplatte notwendig gewesen, deren Kosten sehr schnell unüberschaubar wurden. Lösung: Wir verwendeten eine kosteninteressante Küchenarbeitsplatte. Außerdem wurde der Ausschnitt für die Wanne gleich weiterverwendet - und zwar als "Unterlage" für den Waschtisch.

    ------------

    Für die technische Umsetzung und natürlich den Bauantrag benötigten wir selbstverständlich Hilfe von einem erfahrenen Architekten. Doch auch bei der Bauüberwachung habe ich mehr als 60 % übernommen und eng mit dem Architekten zusammengearbeitet.

    Dabei habe ich unfassbar viel gelernt.

    U.a. dass ein "Geht nicht" meist "Kann ich nicht" oder bestenfalls "Das habe ich noch nie gemacht" bedeutet (das gilt für Planer (in unserem Fall den Statiker) und Handwerker gleichermaßen). Um nun wirklich UNSER Haus bauen zu lassen, habe ich jede Frage gestellt, die mir in den Sinn kam und dabei waren seeehr viele mit einem "Warum" am Anfang.

    Natürlich war das für den Architekten (und manch Anderen) nicht immer einfach. Doch am Ende hat das Ergebnis tatsächlich ALLE überzeugt und wir leben so, wie wir es uns gewünscht haben.

    Ich denke, es ist wirklich wichtig, möglichst viel mitzudenken und gerne auch zu hinterfragen. Denn auch Planer sind nur Menschen und können mal Fehler machen.. ;)

    Beste Grüße, Alex Schäler

  • PRO
    Architekturbüro Oberhuber
    vor 4 Jahren

    Hallo zusammen,

    mir wird hier ein bischen zu viel auf die Architekten herumgehackt. Ein gelungenes Bauwerk ist immer eine gute Zusammenarbeit von Bauherrn und Architekten.

    Einerseits ist wohl richtig, dass der Wurm dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler, d.h. der Architekt arbeitet für den Bauherrn und nicht zur reinen Selbstverwirklichung. Anderseits zeigt meine Erfahrung, dass Bauherr zwar so ihre Vorstellungen haben, dennoch oftmals unbewußt genau das Gegenteil im Detail bewirken würden. Ferner fehlt es oft an den Überblick der Tragweite ihrer Entscheidungen. Hier aufzuklären sehe ich den wesentlichen Punkt der Zusammenarbeit.

    Wenn ein Laie denkt die Bauleitung seines Objekts übernehmen zu können, so muss erst einmal festgestellt werden, dass es zwei grundsätzlich verschiedene Bauleitungen gibt, nämlich die Bauoberleitung des Architekten und den Bauleiter auf der Baustelle. Letzterer ist dafür zuständig, dass rechtzeitig die richtigen Baumaterialien zur Verfügung stehen. Er ist also i.d.R. Koordinator der bauausführenden Firmen.

    Die Bauoberleitung (Architekt) hat, grob gesagt, vielmehr die Ausführung auf Übereinstimmung nach den allgemeinen technischen Regeln, dem öffentlichen und privaten Baurecht, den bauaufsichtlich eingeführten Normen und die Koordination der am Bau Beteiligten im Focus. Dies ist bereits ein riesiges Aufgabengebiet. Wer als Laie denkt, dies wuppen zu können, den kann ich nur beglückwünschen. Wer weiß den schon, was er nicht weiß? ;-)

    Ich denke, dass aus diesen grundsätzlich unterschiedlichen Tätigkeiten eine Menge Mißverständnisse, Kopfschütteln und Unzufriedenheiten herrühren, da sie von vielen Bauherrn aus Unwissenheit in einem Topf geworfen werden.

    Was mich betrifft, ich ziehe mir gerne "Gummistiefel" an. Allerdings habe ich nicht nur mehrfache praktische Ausbildungen, sondern auch als Bauherr und Architekt mein eigenes Haus entworfen, die notwendigen Bäume gefällt und alle Arbeiten (wie schalen, betonieren, Eisen felchten, mauern, verputzen, zimmermannsmäßigen Dachstuhlabbund, Heizung & Sanitär, ja selbst alle Elektroinstallationen) eigenhändig ausgeführt. Obendrein konnte ich gut die Sichtweise eines Bauherrn nachvollziehen.

    Was ich allerdings seit einiger Zeit in der Baubranche vermisse ist, dass nicht nur das praktische Wissen in den Firmen stark abgenommen hat, sondern -so scheint es- immer mehr die Devise vorherrscht, schnell den Bau "hinzupfuschen" Hauptsache es sieht bis zum Ende der Gewährleistungspflicht optisch noch gut aus.

    @Design Studio, resp. Hr. Schäler: Ich hoffe die Arbeitsplatte war nicht aus MDF oder Pressspan. ;-). Ansonsten klar warum nicht, wenn die Maserung nicht der ausschlaggebene Punkt ist...

    Also was mich betrifft, habe ich großen Respekt vor gut ausgebildete Handwerker, die engagiert ihren Job erledigen und vor Bauherrn, die wissen, dass nicht das Lesen eines Gewußt-wie-Buches sie zum Bauexperten erhebt. "Ich muss auch nicht alles wissen, ich muss nur einen kennen der das Eine weiß".

    In diesem Sinne beste Grüße an alle

    Josef Oberhuber

  • PRO
    User
    vor 4 Jahren
    Zuletzt geändert: vor 4 Jahren

    Lieber Herr Oberhuber,

    ich bin grundsätzlich ganz bei Ihnen.

    Vermutlich ist auch der Tenor ihres Kommentares wichtig für die Community und das Verständnis für den Beruf eines Architekten.

    Allerdings würde ich mich schon seit geraumer Zeit nicht mehr als Laien bezeichnen, aber möglicherweise bilde ich ja auch nur eine Ausnahme von der Regel.

    In unserem Fall - einem "normalen" EFH - fielen übrigens (und natürlich) beide bauleitenden Tätigkeiten zusammen auf eine Person resp. auf zwei Personen.

    Dass sie zu den Experten mit so umfassender Erfahrung und Sichtweise gehören, ist ausgesprochen beeindruckend und löblich und leider nicht die Regel - zumindest meiner Erfahrung nach. Ich finde mich da leider oft eher in der Ecke mit dem "weniger Fachwissen und schnell mal Hinpfuschen" wieder (auch planerisch). Leider. Aber so ist es wohl mit jedem Beruf - ein breites Feld.

    Zustimmen würde ich ihnen gerne in einem weiteren Punkt: Nämlich das engagierte und kompetente Handwerker sowie aufgeschlossene und kreative Planer ein wahrer Schatz sind und den wahren Mehrwert (und oftmals auch eine Kostenersparniss) für einen Bau bedeuten!

    Im Übrigen ist meine ganz persönliche Erfahrung nur als beispielhaft zu betrachten, um potentiellen Bauherren zu zeigen, dass Eigenverantwortung ein ausgesprochen hilfreiches und auch legitimes Mittel bei der Planung UND Ausführung Ihres Projektes sein kann.

    Sonnige Grüße, Alex Schäler

  • PRO
    Architekturbüro Oberhuber
    vor 4 Jahren

    Sorry, Herr Schäler

    war nicht so persönlich gemein wie es wohl rüber gekommen ist.

    Anlaß waren wohl die "mehr als 60% der Bauleitung" ;-), aber ich wollte Sie keinesfalls persönlich angreifen oder diskreditieren. Ehrliches Sorry nochmals.

    Gruß, Josef Oberhuber

  • PRO
    User
    vor 4 Jahren

    Nein, nein - alles ist vollkommen in Ordnung. Ich kann, wie gesagt, Ihrem Kommentar gut folgen und sehe ja Vieles ebenso. Somit ist keine Entschuldigung notwendig - trotzdem Danke !

    Grüsse, Alex Schäler

  • PRO
    Agaros
    vor 4 Jahren

    Beschreibung:

    Agaros Dienstleistungen mbH Ihr erfahrener, zuverlässiger und kompetenter Partner im Massiv- Neubaubereich.

    Informationen über die Firma:

    Neben der Erfüllung der individuellen Wohnwünsche durch freie Grundrissplanung mit unserem qualifizierten Architektenteam bieten wir Ihnen eine Festpreisgarantie und volle Kostenkontrolle mit kompetenter und erfahrener Baubegleitung durch unsere Bauleiter von Baubeginn bis zur Schlüsselübergabe Ihres neuen Traumhauses. Bei uns haben Sie die freie Auswahl durch verschiedenste Häusertypen. Bungalow, 1 1/2 Geschoss Haus, Stadtvillen oder Mehrparteienhäuser werden bei uns ausschließlich in Massivbauweise errichtet. Größe, Baustil, Dachform und Dachneigung wählen Sie je nach Bedarf und Geschmack. Unser kompetentes und qualifiziertes Team begleitet Sie nicht nur durch das Bauvorhaben, sondern unterstützt Sie vor Baubeginn in den Bereichen Planung, Grundstücksuche, Behördengänge sowie in der Finanzierungsgestaltung und vielen anderen organisatorischen Bereichen.


    Bei uns steht Qualität und Kundenservice an oberster Stelle, es erwartet Sie ein Serviceprogramm, das in der Bauwelt seines gleichen sucht. Ihre Aufgabe während des gesamten Bauprojektes, von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe, ist es zu wählen und zu entscheiden – wie Ihr Traumhaus aussehen soll, damit wir es für Sie umsetzen können. Wir sind nicht einfach ein Generalunternehmen im Einfamilienhaus-Sektor – wir sind alles in einem – vom Architekten bis zum Finanzspezialisten.

    Firma AGAROS Dienstleistungen

    Höhndorfstr. 8b

    12101 Berlin

    ✆ Tel.: +49 (0) 30 61090083129

    ✆ Tel.: +49 (0) 157 77 94 7 338

    @ E mail: agaros@emailn.eu

  • PRO
    Grave Holzhäuser
    vor 4 Jahren

    Wie oben bereits erwähnt ist ein Architekt eben ein Dienstleister, der die Entwürfe (möglichst) an die Kundenwünsche anpassen sollte. Entsprechend wichtig ist, dass es sich dabei nicht um Standardgrundrisse handelt, sondern alle besprochenen Anforderungen mit einfließen. Dazu gehört unserer Meinung nach auch, dass das Grundstück bereits feststeht, sodass die örtlichen Gegebenheiten mit berücksichtigt werden und natürlich ein möglicher Kostenrahmen, um allzu abgehobenen Entwürfen vorzubeugen.


    Die ausführliche Vorbesprechung und der Entwurf kosten den kreativen Planer natürlich Zeit und Geld, d.h. vor Abschluss eines Planungsvertrages o.ä. kann hier in der Regel nicht viel Ressource investiert werden. Hat man aber gemerkt, dass es menschlich passt und der Planer (Architekt / Bauingenieur) die eigenen Vorstellungen versteht, bleibt es natürlich nicht bei einem einzigen Vorentwurf (der wie in Ihrem Beispiel noch nach Musterhaus aussieht).


    Wir haben inzwischen als Bauunternehmen einen unseres Erachtens sehr guten Ablaufplan:

    1. Vorgespräch mit gegenseitigem Kennenlernen, Feststellen der Eckdaten

    2. Abschluss eines Planungsvertrages (Kostenpunkt: z.B. bei 80 m² geplanter Wohnfläche ca. 1.300 €), im Zuge dessen wird dann mit einem unserer Mitarbeiter (Bauingenieur oder Architekt) eine detaillierte, individuelle Bauleistungsbeschreibung nach Kundenwünschen entwickelt, das Haus in 2D und 3D gezeichnet und eine erste Kostenaufstellung erarbeitet. In dieser Phase sind ausführliche Gespräche und Anpassung der ersten Entwürfe an die Kundenvorstellungen ein Muss.

    3. Mit den fertigen Plänen, einer Kostenaufstellung und Bauleistungsbeschreibung ist der Planungsvertrag erfüllt. Der Kunde erhält alle Pläne etc. und kann damit verfahren, wie er möchte. Schließt er auch den Kaufvertrag für das Haus bei uns ab (egal ob als Ausbauhaus oder schlüsselfertig, ob mit oder ohne Bauleitung unsererseits), werden ihm die Kosten für den Planungsvertrag zu 100 % angerechnet!


    So oder ähnlich sollte es bei jedem seriösen Architekten oder Bauunternehmen gehandhabt werden. "Kostenlose" Angebote sind in der Regel eher Lockangebote, die zwangsläufig noch nicht wirklich den individuellen Kundenanforderungen entsprechen können.

  • Lisa Kaufmann
    vor 4 Jahren

    Hallo Zusammen,

    schaut doch mal auf die Internetseite https://www.popularc.com . Hier könnt ihr euren eigenen Architekturwettbewerb starten. Es geht ganz einfach und ihr bekommt von verschiedenen Architekten Entwürfe zugeschickt.

    LG

    n811e hat Lisa Kaufmann gedankt
  • PRO
    grynplan darmstadt
    vor 4 Jahren

    Das ist kein Problem, macht aber ein wenig Arbeit, wenn man dann mit einem Architekten während der gesamten Bauzeit vertrauensvoll zusammenarbeiten will. Er/sie vertritt die Interessen der Bauherrschaft auf der Baustelle gegenüber den Firmen, was sehr wichtig ist, und zwar wegen der Mängelhaftung. Als Laie kann niemand beurteilen, ob das alles seine Ordnung hat, was da so montiert wird, und ob die Rechnungen stimmen.

    Man guckelt zunächst Architektenkammer+Bundesland, und kriegt eine schöne Liste von Architekten. Dann telefoniert man ein wenig in die Büros, die möglichst nicht zu weit weg sein sollten, fragt, ob sie Wohnhäuschen bauen, vereinbart möglichst in den Büros unverbindliche Gespräche und läßt sich von den Inhabern ausgeführte Gebäude zeigen, auch vor Ort. Der jeweilige Kostenrahmen ist wichtig...und wie er eingehalten wurde (oder auch nicht, und wieso). Man kann die Planer auch um Telefonnummern von Referenzen bitten, und mit den Bauherren sprechen, wie das denn alles so war mit dem Bau.

    Man findet dann den idealen Planer.

    Was er macht, steht ganz genau in der Honorarordnung (HOAI), und der Preis dafür auch. Es hat keinen Zweck, über diese verbindlichen Preise zu diskutieren - für weniger Geld kriegt man auch weniger.

    Wenn einem jedoch die individuelle Architekturleistung nichts wert ist, sollte man einen Fertighausbauer beauftragen, und freie Büros nicht belästigen.




  • Houzz-Nutzer 591993913
    vor 16 Tagen

    Eine echt gute Frage. Wenn man ein individuelles Haus bauen will, ist es schon schwieriger. Wahrscheinlich am besten auf mehreren Seiten Beratung einholen.

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