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Pool im Garten?

Raul
4. Juli 2018

Liebe Houzz-Community,


wir überlegen, in unserem Garten eine Grube für einen Stahlwandpool auszuheben und ihn da zu verbuddeln. Grube und Pool wären 1,5 m tief, 4 m breit und 8 m lang - damit man auch drin schwimmen kann. Der Platz, der sich dafür anbieten würde, wäre an einer Hausseite. Von der Länge her haut das problemlos hin, nur von der Breite her machen wir uns Gedanken, ob das reicht.


Und zwar ist der Garten an der Stelle 6 m breit. Wenn wir den Pool dort vergraben, bleibt also nur 1 m zur Hauswand und 1 m bis zum Nachbargrundstück, welches sich ca. 70 cm tiefer als unser Grundstück befindet. Zum Nachbarn hin planen wir sowieso einen Sichtschutz, der auch Wasserspritzer aufhalten wird. Reichen diese Abstände wohl?


Außerdem haben wir keinen Keller, die Grube ist also tiefer als das Fundament vom Haus. Könnte das zu Problemen führen, wenn der Pool so nah am Haus ist?

Meine Sorge ist, dass, wenn irgendwas am Pool kaputt geht, das Wasser evtl. unters Fundament und / oder aufs Nachbargrundstück geht - und in so einem Pool ist ganz schön viel Wasser drin.


Was meint ihr - ist ein Stahlwandpool an der Stelle des Gartens eine bescheuerte Idee?


Kommentare (6)

  • Frank

    Und einfach einen kleineren Pool nehmen? Geht nicht?

  • Raul

    Das haben wir auch schon überlegt, aber wir würden schon gern schwimmen können darin.

  • Lasse G

    Hi Raul,

    ich halte die Idee eines Pools überhaupt nicht für
    bescheuert ;-), nur die Ausführung als Stahlwandpool könnte man m.E.
    nochmal überdenken. - Natürlich gibt es relativ günstige Bausätze für
    Stahlwandpools, aber mit z.B. Styropool-Bausteinen
    läßt sich ein Pool auch (handwerkliches Geschick vorausgesetzt) im
    Eigenbau realisieren. Vorteil der Styropol-Steine: zum Einen werden die
    Bewehrungen der Bodenplatte in den Wänden z.T. weitergeführt und
    sorgen damit für zusätzliche Stabilität, zum Anderen halten die
    Styropor-Außenseiten der Steine die Energie (Wärme) länger im Pool, als eine Stahlwand.

    Was die Größe und die Abstände zum
    Haus und zum Nachbarn angeht: Gehen wir davon aus, das Becken würde
    INNEN die gewünschten 4 x 8 Meter groß sein, so müßte man rundum nochmal
    gut 2 m (= 2 x Stärke des Poolsteins + 2 x später zu verfüllender
    Arbeits-&Anschlussraum für Leitungen, Licht, Rolladenmotor etc.)
    dazuzählen. - Da wird es mit dem zur Verfügung stehenden Platz schon
    eng. Insofern rate ich dazu, ggf. tatsächlich über ein kleineres Becken
    nachzudenken. In jedem Fall aber solltet Ihr Euch mit einem Statiker wg.
    des Abstands zum Haus und dessen Fundamenten, bzw. wg. der
    Tragfähigkeit des Bodenmaterials abstimmen. Im Idealfall (von dem wir
    mal ausgehen wollen ;-)) gibt er grünes Licht und alles ist gut, aber
    dann seid Ihr auf der sicheren Seite.

    Unser eigener Poolgrund
    liegt 1,55 m unter OKFF und somit auch unter Fundament-Niveau, der
    Beckenrand ist knappe 1,8m von der Hauswand enfernt, aber: unser Untergrund ist felsig.

    Zum Thema Beckengröße und ob man darin schwimmen kann:
    Wir hatten früher aus Platzmangel 2,5 x 3,50 x 1,5m oval (Stahl) mit
    Gegenstrom. - Auch darin ließ sich schwimmen! Jetzt haben wir:
    rechteckig (Styropool) ca. 3,5 x 5,50 x 1,5m und auch darin kann man -
    auch ohne den Gegenstrom einzuschalten- schwimmen. Ich wage sogar zu
    behaupten, dass die wenigsten Poolnutzer stur Bahnen schwimmen. Es geht häufig mehr ums Abkühlen, Planschen, Treibenlassen, Gymnastik machen. . . .

    Insofern mein Fazit: Ein Pool ist gar nicht bescheuert, sollte aber vernünftig geplant sein. Vielleicht meldet sich ja auch noch ein Poolbau-Profi mit weiteren Tipps. LG & viel Erfolg!

    Raul hat Lasse G gedankt
  • Magnus Mueller

    Hallo,

    ein feine Sache aber da sollte der Garten schon groß sein.


    LG Magnus8

  • PRO
    Koch-Kohlstadt, Michael, Dipl.-Ing.
    Hallo Raul,

    Das ist sicher technisch machbar, so wie du es beschreibst. Wichtig ist, dass Du im Bereich zum Haus hin einen Statiker mit hin zu ziehst. Auch der Bereich zum Nachbarn ist kritisch. Bedenke, dass eine senkrechte Ausschaltung nicht möglich ist, sondern dass Du einen Böschungswinkel einhalten mußt, es sei denn Ihr setzt Spundwände. Die Erde rutscht sonst in die Baugrube zurück. Die Baugrube wird zu dem tiefer als 1.50m denn da muß ja noch eine Fundamentierung, wie auch immer die aussehen mag, und eine Kappilarbrechende Schicht unterhalb eingebaut werden. Da ist auch ein Bodengutachter notwendig der bemisst die Steifigkeit des Bodens, wichtig für den Böschungswinkel, und die Tragfähigkeit des Bodens. Ggf. ist hier an eine Baugrundverbesserung zu denken, Schotterschicht unterhalb der Gründung. Während der Bauzeit wird sich dort sicherlich eine Grube mit einer Tiefe von mindestens 2.30m auf tun.
    Ich halte da einen kleineren Pool mit Gegenstromanlage für den besseren, wiel unkomplizierteren Weg.

    Gruß Michael
  • PRO
    Gartenarchitekt Imöhl

    Wenn der Garten 6 m breit ist und das Becken 4 m breit ist, so sollte man das Becken mit einem Abstand von 1 m zum Haus bauen und dazwischen einen Holzsteg aus Eichenholz anlegen. Das Stück zur Grenze könnte mit einem ca, 1,60 m hohen Holzzaun sichtgeschützt ausgestattet werden und davor eine aufregende Staudenpflanzung angelegt werden. Der Wasserdruck im Becken entspricht in etwa dem Erddruck, aber auch ich empfehle auf jeden Fall das Hinzuziehen eines Statikers, alleine schon wegen der Haftung.

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