Was am Parkett macht es zu einem Ökobaustoff - oder eben nicht?

Daniel Najock
5. November 2018
zuletzt bearbeitet:5. November 2018

Moin zusammen.

Ich bin ja generell ein Freund von ökologischen Baustoffen. Deshalb würde ich am liebsten für unser Wohnzimmer (Siedlungshaus, BJ 1935, Trockenestrich) Vollholz-Dielen nehmen - allerdings raten mir davon doch auffällig viele ab. Aus verschiedenen Gründen hat ein Parkett in der Tat mehr Vor- als Nachteile. Nun aber meine Frage: Abgesehen von der Qualität des Holzes und der Dicke der Nutzschicht, was ja hier sehr gut beschrieben wurden: Was macht das Parkett aus dem Öko-Laden im Gegensatz zur Ware aus Fachgeschäft / Baumarkt zum ökologischen Baustoff?

MfG/Daniel

Kommentare (4)

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Ein Öko-Laden kann bei seinen Produkten die Nachhaltigkeit des Holzanbaus belegen und weiss genau um die Inhaltsstoffe bescheid, die von der Ernte bis zum fertigen Produkt in das Holz eingebracht wurden - oder eben nicht eingebracht wurden (Pestizide, Algizide, Leime, Lacke, Öle, Wachse...)


    Manch guter Holzhandel weiss das über seine Produkte natürlich auch, doch viele Händler, die nur auf Masse verkaufen eben nicht. Da wird dann nur weitergegeben, was der Hersteller blumig verkaufsfördernd umschreibt.

    Wie gesagt: auch ein klassischer Parketthandel kann ökologisch bedenkenloses Parkett im Angebot haben und darüber bescheid wissen.

    Daniel Najock hat Raumagentur ArteFakt gedankt
  • PRO
    hokon

    Hallo Herr Najock,

    aus dem von Ihnen beschriebenen und gefragten Gründen biete ich ausschließlich Weitzer-Parkett an.

    Weitzer lässt sein ökologisches Versprechen der Holzherkunft von Greenpeace kontrollieren und man kann sich auch alles im Werk selber ansehen und er- bzw. hinterfragen.

    Der Strom wird aus Wasser, Sonne, und Holzresten produziert, das Öl, der Lack und der Leim sind nachweislich frei von allem schädlichen.

    Eine Diele aus Massivholz als ökologisch zu bezeichnen halte ich persönlich für mehr als gewagt, wenn man die komplette Kette über Anteil der brauchbaren Bäume im Wald + dem hohen Verschnitt, Energieaufwand zur Trocknung usw. sieht.

    Was man halt als Ökobilanz bezeichnet. Da ist eine Diele aus Massivholz nicht die beste Wahl.

    Lesen Sie Sich doch auch einmaldiesen Artikel bei houzz durch, an diesem habe ich fachlich mitgearbeitet und auch wenn nicht alle Punkte und Anmerkungen von mir eingeflossen sind, ist er doch ein guter Anhaltspunkt.

    Viele Grüße Jörn Brenscheidt von hokon.

    Daniel Najock hat hokon gedankt
  • Daniel Najock

    Vielen Dank für das Feedback. Mein favorisierter Händler bietet Parkett (Eiche) der Marken Berg & Berg / Södra, Gunreben und Hebo an. Ich werde mal nachfragen, was die in Sachen Transparenz zu bieten haben.

  • Daniel Najock

    Nun ja. Auf die Frage, was denn der Unterschied zum Baumarkt-Parkett sei, kam die Antwort, es sei nachweisbar, dass das Holz aus Schweden stammt. Schlauer bin ich nun auch nicht. Andererseits ist der Preisunterschied nun auch nicht dramatisch. Also wird es eher der Ökoladen, als der Baumarkt. Ander sieht es hier aus. Selbes Thema, aber größerer Preisunterschied. Wäre schön, wenn dazu auch noch jemand mit Bauchemie-Ahnung ein, zwei Worte verlieren könnte.

Deutschland
Mein Benutzererlebnis mit Cookies anpassen

Indem Sie weiterhin auf der Website surfen bzw. die App nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies und von ähnlichen Verfahren der Houzz Gruppe zur Verbesserung der Produkte, Dienstleistungen, zur Darstellung von relevanten Inhalten und um das Nutzererlebnis anzupassen, zu. Mehr erfahren.