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Erneuerung einer Innentreppe - und wir haben keine Ahnung...

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2. Juni 2019

Mein Mann und ich sind dabei in einem MFH eine ETW zu kaufen. Das Gebäude im Baujahr 1965, ein Architektenhaus. „unsere“ ETW hat neben einem Zugang auf allen Ebenen ins Haustreppenhaus eine innenliegende Spindeltreppe, die die drei Ebenen (Keller, EG und 1. OG) quasi privat verbindet.

Die bestehende Spindeltreppe ist sehr eng (Lochdurchmesser 1,75 m), hat wegen der sehr spitz zulaufenden Stufen nur sehr knappe Trittflächen und ist richtig hässlich. Wir planen daher, die Treppe zu ersetzen. Und am liebsten nicht wieder mit so einer engen Treppe, sondern mit einer Treppenkonstruktion mit eher geradem Verlauf und trotzdem so gering wie möglich zu opferndem Platz.
Von der Raumsituation her könnten wir die Ausschnitte vergrößern - drumrum ist auf allen Ebenen Platz. Die Decken/Böden sind aus Beton. Was da statisch geht oder nicht, und wozu man die Zustimmung der WEG braucht, ist noch zu klären.
Wir wenden uns heute mit der Bitte an die Profis hier, uns mit Ideen und einem bisschen Vorwissen auszustatten, mit dem wir zu gegebener Zeit zielführend auf die Miteigentümer und Handwerker zugehen zu können.
Fotos vom Bestand folgen gleich...
Wir stehen bei dem Kaufobjekt vor vielen Problemen wie der Ochse vorm Berg und sind aus Umwissen total verunsichert, ob wir das bei unserem eher schmalen Budget stemmen können oder besser die Finger davon lassen sollten...

Kommentare (26)

  • penthesileia

    Hier die Fotos:

  • penthesileia

    Das erste Bild zeigt die Situation im UG (der Kamin kann weg), das zweite im EG und das dritte im 1.OG.

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  • PRO
    hokon

    Wenn Sie das Loch vorne und rechts einfach nur eckig schneiden, sowie hinten und links bis an die Wand öffnen (so das die Wände über alle Etagen in einer Ebene durchlaufen) kann man eine sehr gut begehbare und bequeme Treppe einbauen.


    Viele Grüße Jörn Brenscheidt von hokon.

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Vor Umbau muss eine Statik (ggfls. auch eine Prüfstatik) vorliegen und das Bauvorhaben muss von der gesamten WEG bewilligt sein. Dazu sei angemerkt, daß niemand der WEG seine Zustimmung verwehren darf, wenn die Standsicherheit des Gebäudes gewährleistet ist,

    Manche WEG-Beteiligte haben vorab viele Fragen, wodurch sich diese Genehmigung oft verzögert. Und bei manchen WEG wird die Zustimmung zunächst sogar verweigert und muss dann auf juristischem Weg eingeholt werden. Das kostet nicht nur Zeit, sondern ist kein wirklich glücklicher Einstieg in ein Miteinander.


    Eine Betondecke zu öffnen ist grundsätzlich möglich. Alle geschnittenen Kanten müssen i.d.R. dafür mit neuen Eisen und Beton neu ausgebildet werden. Ausnahmen bilden Randbereiche der Deckenplatten, die weggeschnitten werden. Der Ausschnitt der gefertigt werden muss ist also meist größer auszuführen, um dann wieder durch die neue Kantenausbildung verkleinert zu werden. Oft bedeutet das, daß eine solche Erweiterung nicht bis zur armbegrenzenden Wand ausgeführt werden kann.


    Es ist auch die Frage, ob zB. eine Fußbodenheizung zu beachten ist und das Verziehen von elektrischen Leitungen kommt mindestens durch das Verlegen der Lichtschalter hinzu.

    Ist das Ändern des Fußbodens sowieso geplant oder wäre das eine zusätzliche Belastung des Budgets?


    In mehreren Projekten haben wir die Treppen durch eine Make-Over-Überplanung den ungewünschten "Charme" des Bestandes komplett vertreiben können. Dieses Beispiel zeigt eine ähnliche Treppe wie Ihre. Auch sie war dunkel, wirkte eng und eher bedrohlich. Zwar kann man dadurch die Laufmaße nicht verändern, aber das Gefühl von "mehr Raum" und "mehr Luftigkeit" stellt sich umgehend ein.


    Wohnküche mit Ausblick · Mehr Info


    Statik (Prüfstatik), Sicherung, Abbruch und Entsorgung, Ausformung der Öffnung und neue Treppe dürften sicherlich bei mindestens 12.000,- netto pro Etage liegen. Die notwendigen Beiarbeiten (Elektro / Boden / Maler) sind dabei nicht berücksichtigt.

  • PRO
    Nicola Bushuven Interior Consulting

    Hallo Penthesilea,

    ein Satz ließ mich aufhorchen: „Wir stehen bei diesem Objekt vor vielen Problemen wie der Ochs vorm Berge.“
    Es ist Zeit für einen Architekten/Sachverständigen an Ihrer Seite, der die Immobilie beurteilen kann - man kommt auf die Entfernung und trotz allen Einsatzes der Beteiligten hier nicht wirklich zum Ziel.
    Es kann nämlich durchaus sein, dass sich Dinge, von denen Sie denken, sie wären eine große Hürde, sich quasi in Luft auflösen. Ebensogut kann ein kleines Ding eine größere Herausforderung werden als gedacht. (Zum Beispiel die Zustimmung der Mitbewohner. Das kann ein Architekt auch nicht lösen, aber ihr Plan sollte nicht vom Wohlwollen der anderen abhängig sein.)
    Eine Wohnung ist eine große Anschaffung - in einen Architekten zu investieren ist eine gute Idee. Selbst wenn dabei herauskommt, dass die Wohnung doch nicht die richtige für Sie sein sollte.

    Einen schönen Abend wünscht
    NIC

    (Und ich hoffe, Ihrem Achill geht es gut.)

  • penthesileia

    Vielen herzlichen Dank für die Rückmeldungen!
    Wir haben nächsten Donnerstag einen Termin mit einem Bausachverständigen und hoffen, von ihm eine kompetente Einordnung zu bekommen, was wir alles tatsächlich anpacken müssen und welches Preisschild daran hängt...

    Es gibt in der Wohnung keine Fußbodenheizung. Den alten Laminatboden in ersten OG wollten wir eh ersetzen. Im EG liegt ein Natursteinboden, den wir soweit möglich gerne belassen würden.

    @ Hokon: Wenn ich Sie recht verstanden habe meinten Sie, dass wir quasi aus dem bisher kreisförmigen Loch ein Quadrat machen sollten und dann würde der Ausschnitt für eine geradere Treppe reichen? Dann hätten wir ja mehr oder weniger eine Kantenlänge von 1,80 bis 2,0 m. Was könnten Sie sich da denn an Treppe vorstellen? Uns geht es nicht nur um die Optik, sondern auch um die Sicherheit - wir werden schließlich nicht jünger und die Treppe ist für die betagte Eigentümerin einer der Gründe, die Wohnung zu verkaufen, weil sie bereits wiederholt gestürzt ist und sich die Treppe kaum noch runter traut...

    Vielen Dank auch für die Hinweise, dass die WEG bei nachweislicher Sicherheit der Maßnahme die Zustimmung nicht verweigern darf! Der Sachverständige, mit dem wir nun nochmal die Wohnung anschauen, ist u.a. Statiker, so dass er hoffentlich etwas sagen kann, wie aufwändig der Treppenumbau unter den gegebenen Umständen würde...

  • penthesileia
    <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><md>@ nic: Mein Gatte fände die Vorstellung, er sei mein Achilles sicher erst mal ganz schmeichelhaft... aber die Sage geht ja weiter. Ich hatte in meiner feministischen Teeniezeit einen Softspot für Sagen des Altertums und die Figur von P. hatte seinerzeit trotz aller Tragik etwas Heldenhaftes... der Name begleitet mich seither
  • petrakober

    Hallo, Penthesllela,


    Sie schreiben, "wir werden schließlich nicht jünger" und als Grund: Stürze der betagten Eigentümerin, die Wohnung zu verkaufen, obwohl jede Etage Zugang auch vom Treppenhaus hat.

    Man kauft eine Eigentumswohnung in der Regel für viele Jahrzehnte. Ich spreche aus Erfahrung, denn meine alten Eltern wohnten in einer Maisonette-ETW mit gerader Treppe, die für meinen Vater nie zum Problem wurde, hingegen meine Mutter, nach Schlaganfall, 21 Jahre einen Treppenlift nutzte, bis sie in mein im EG barrierefrei umgebautes Haus mit barrierefreiem Garten gezogen ist.


    Für junge Leute ist diese Wendeltreppe ggf. mit helleren oder beleuchteten Stufen, unproblematisch, aber wir leben in einer älter werdenden Gesellschaft, so dass sich die Nachfrage und damit der Wert einer derartigen ETW auch nachteilig verändern könnte beim Wiederverkauf.


    Ich würde diese Wendeltreppe mit dem runden Treppenauge ohne Eingriff in die Bausubstanz durch einen eleganten, komfortablen Aufzug: z.B. Lifton ersetzen, für den man keine, oft langwierige und ggf. mit Gerichtsprozessen verbundene, Zustimmung der WEG benötigen würde, zu vergleichbaren Kosten eines aufwändigen Treppenumbaus unter den gegebenen Umständen.

  • penthesileia

    Hallo Frau Kober, vielen Dank für den Hinweis mit dem Fahrstuhl.

    Wir waren heute mit einem Bausachverständigen und Statiker nochmal im Haus und der riet uns nach eingehender Betrachtung des Objekts sehr nachdrücklich davon ab, den Treppenausschnittbzu vergrößern. Da man in den letzten Jahren alle Zwischenwände zu Gunsten eines offenen EG-Bereichs schon rausgenommen hat, wäre eine Lochvergrößerung seiner Erfahrung nach nur mit umfangreichen Abstützmaßnahmen möglich und insgesamt sehr aufwändig und entsprechend teuer.
    Als Alternative brachte er auch eine Aufzug ins Gespräch, der seiner Meinung nach kostengünstiger wäre als eine veränderte Treppenlösung. Oder eben eine neue modernere Spindeltreppe bzw. einen Facelift der bestehenden Treppe.

    Mein Männe und ich können uns mit einem Aufzug noch nicht anfreunden. Soooo alt wollen wir uns noch nicht machen ;)
    Und nachdem der Fachmann uns einige andere teure Renovierungen dringender als Herz gelegt hat, wird es wohl auf eine neue Spindeltreppe oder das Makeover hinauslaufen.

    Immerhin hat der Besuch des Fachmanns insoweit weitergeholfen, als er das Objekt als seinen Preis (trotz der nötigen Renovierungen) würdig befunden hat und außer den Punkten, die wir auch schon auf dem Schirm hatten (Elektroleitungen, ggf. Heizungsleitungen) wenig bis nichts zu kritteln hatte.

  • penthesileia

    Daher also meine Rückfrage an den kreativen Kopf von Raumagentur ArteFakt:
    Was könnten Sie sich denn hinsichtlich der Spindeltreppe vorstellen? Ihr Makeover-Beispiel ist sehr charmant, aber die bestehende Treppe hat u.a. eine sehr massive „Nabe“ (ich kenne den terminus technicus für das zentrale Standbein nicht) und sehr klobige Auflageflügel für die Stufen. Das Geländer ist auch nicht prickelnd... :( Lohnt sich da Ihrer Meinung nach eine Überplanung oder ist eine neue Treppe da letztlich sinnhafter? Kennen Sie ggf. Treppenbauer, die dem Großraum Stuttgart bedienen, die so etwas gut und nicht 08/15-mäßig machen könnten? Ich habe beim googeln schon schöne Spindeltreppen gesehen (toll fände ich ja eine Treppe mit Setzstufen und einem durchweg geschlossenen, am Stück durchlaufenden Geländer... seufz, aber wahrscheinlich liegt so ein Träumchen fernab unseres Renovierungsbudgets...).

    Oder hat sonst schon jemand Erfahrungen mit Treppenbauern speziell bei Spindeltreppen?

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Die Spindel (der Kern) Ihrer Treppe ist nicht kräftiger als bei meinem Make-Over Beispiel. Die Schwerter sind zwar bei Ihrer Treppe konisch zulaufend, aber all das ist eher zweitrangig, wenn man die Konstruktion farbig so als Einheit verändert, daß sie sich unterordnet und nicht mehr als Einzelstück (bei Ihnen derzeit in Silber) hervorhebt.

    In meinem Beispiel ist der Boden in lebendigem, dunkleren PangaPanga ist die Hauptattraktion, und die Wände sind in einem Passepartout-Farbton harmonisch zum Boden angelegt, während Sockelleisten und Türrahmen in weiß abgesetzt sind.

    Dazu passend wurde die Treppe ebenso in der Detailfarbe weiß abgesetzt, so daß nur die Stufen sich wie eine leichte Skulptur vor der eingefärbten Wand sich nach oben winden.

    Der Belag der Stufen wurde mit einem Sisal vollflächig eingekleidet, was harmonisch zur Farbfamilie des Parkettbodens passt.

    Bei Ihnen könnte es ähnlich sein: Wand und Boden werden die Hauptakteure. Harmonisch zum Boden sollten die Stufen passen (sie müssen nicht gleich sein!) und die reine Konstruktion liesse sich in den Farben von Sockelleisten und Türrahmen als feine Linienführung wegblenden.

    Wichtig ist, daß die Wand auffälliger als die "Konstruktionslinien" daherkommt.

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt





    Nehmen Sie einfach ein Foto der Treppe und fertigen sie eine farbneutrale Version davon. Es ist erstaunlich, wie stark sich jetzt schon beide Bilder voneinander unterscheiden.

    Allein die Tatsache, daß im gezeigten Beispiel die Wange nicht mehr dunkel präsentiert und auch die Harfe nicht mehr als schwarzes Eisen auszumachen ist, verändert enorm.

    Am Ende hatten wir alle Holzteile der Treppe weiß lackiert, Stufenauflagen aus einem Webteppich in Natur von JAB aufgesetzt und die Harfe im Wandfarbton lackiert. (Habe davon leider kein Foto mehr gefunden).

    Ich kann mir bei Ihnen gut vorstellen, wie die Veränderungen wären, wenn nur die stufen "sichtbar", also betont bleiben, und alles andere in hellem, gleichen Farbton "weggeblendet" wird. Auch der Handlauf, der in zB. weiß (9010) mit Sicherheit Ihrer Vorstellung nach einem durchlaufenden Geländer sehr nahe kommen wird.

    Der Ansprechpartner dafür wäre kein Treppenbauer, sondern ein Maler und ggfls ein Raumausstatter für einen möglichen Treppenbelag.

    Für die Idee dazu dürfen Sie mich gern auch baubegleitend Fragen, jedoch hätte ich erst ab Monatsende die Zeit für eine Ausarbeitung.

    Herzliche Grüße, Steffen Ganzer

  • petrakober

    Hallo penthessellela,

    ein Hinweis für die Kosten eines runden Lifton (Lift) der das Treppenauge verschließt und sehr elegant aussieht: ab ca. 20.000,-- € für eine Etage. Es ist sooo komfortabel. Wer sein Penthouse direkt mit dem Lift erreicht, fühlt sich auch nicht alt, sondern exclusiv. Vielleicht gibt es noch kostengünstigere Varianten anderer Anbieter. Den Keller würde ich generell über das Treppenhaus begehen. Die Nutzung einer Spindeltrepe z.B. mit gefülltem Wäschekorb erscheint mir unbequem bis riskant. Mein Tip: die Liftalternative einfach einmal ansehen und ausprobieren.

  • penthesileia

    Hallo Herr Ganzer, ganz herzlichen Dank für die wertvollen und klugen Tipps! Ich werde das am Wochenende mal versuchen umzusetzen. Vielleicht bin ich tatsächlich ob der Gesamthässlichkeit des Bestands (der silberne Anstrich samt quietschrosa Teppichbelag ist schon eine heftige Nummer... ) einfach betriebsblind.
    Ich probiere aus und werde berichten!

    Und der Fahrstuhl... ja, im Penthouse vermittelt der Aufzug sicher Exklusivität, da gebe ich Ihnen recht, liebe Frau Kober :) wir hatten tatsächlich auch ein Penthouse besichtigt, bei dem es dieses Gefühl gab. Aber die Treppe hier verbindet UG, EG und OG... da käme ich mir mit einem Aufzug und sportliche Mitte 40 vermutlich einfach lauffaul vor, zumal ich auch sonst versuche, Aufzug oder Rolltreppe zu meiden.
    Das UG ganz abzutrennen wäre auch denke ich ungünstig, da mein Männe in dem ehemaligen mondänen Partykeller des Erbauers seine Hobbyausblühungen (Comicbibliothek, Tabletopspiele, Modellbau und auch sonst viel Jungsspielzeug) ausleben will. Durch die Abtrennung würde dann ja der ganze Männerbereich ausgesperrt... das täte unserem Zusammenleben vermutlich nicht wirklich gut. Es gilt ja, die jeweiligen Spleens des anderen in ein gemeinsames Ganzes zu integrieren :D
    Aber ich verstehe Ihre Argumentation und durchaus auch die Sinnhaftigkeit eines so-wenig-Barrieren-wie-möglich. Vielleicht beiße ich mir da in ein paar Jahren mal in den Hintern für die Entscheidung, aber aktuell passt ein Aufzug nicht zu unserem Lebensgefühl...

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Hallo penthesileia,

    sehr gern - und hier noch ein weiterer: nehmen Sie das Foto und einen Bogen Transparentpapier. Dann pausen sie einfach die wichtigen Linien mit einem Fineliner durch (Stufen). Alle anderen Linien Zeichen Sie einfach mit einem spitzen Bleistift durch.

    Auf diese Weise werden die wichtigen Elemente auch so dargestellt, wie sie später wirken, und alle "Nebenlinien" werden auch in dieser schwarz/weiß-Skizze schon eher ausgeblendet, so wie es später auch wirken würde. :)


    Wenn Sie mögen, ziehen Sie am Ende einfach eine Kopie vom Transparentpapier, so daß Sie mit Farbstiften skizzenhaft zB. den Boden und die Stufen leicht farbig absetzen und betonen können. Ein toller Effekt, wenn hinter den weißen Handläufen und Stützlinien die dunklen Holzstufen sich im Rund nach oben schlängeln...

  • penthesileia

    Hallo Herr Ganzer,
    Nochmal ganz herzlichen Dank für Ihre megahilfreichen Tipps! Ich habe anhand der paar Fotos, die ich von der Treppe habe, versucht Zeichnungen zu machen (s.u.).
    Da wir die Wand um die Treppe rum wahrscheinlich weiß haben wollten, neige ich im Moment dazu, die ganze Treppe samt Geländer und Handlauf im selben weiß vorzusehen und nur den Belag der Stufen farbig abzusetzen - vielleicht in grau, damit es zu dem Natursteinboden im EG und den Schieferplatten im UG passt... ?

    Wir haben Haustiere - 4 Stubentiger und einem Collie. D.h. für Menschen und Hund wäre es vermutlich angenehm, wenn der Belag nicht rutschig oder zu glatt wäre. In Anbetracht des Umstands, dass es sicher sehr nervig und halbwegs akrobatisch ist, mit einem Staubsauger auf der Treppe die diversen Tierhaare aus einem Teppichbelag zu frickeln... was käme denn da als guter Belag in Betracht?

    Bin für Vorschläge und Erfahrungen dankbar!

  • penthesileia

    Hier das Foto meiner Zeichnung

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    schon eine tolle Veränderung - und das nur auf dem Papier :)

    Evtl. auch die Schwerter, auf denen die Stufen aufliegen, ebenfalls in dem Grauton halten, so werden sie eine Einheit. Anderenfalls schaut die Treppe eher wie ein Stachelkaktus aus, und das skulpturale Emporwinden der optisch auffälligen Stufen wird relativiert durch das erneute optische Einbinden der Tragkonstruktion.

    Den Grauton bitte wirklich lange und gut aussuchen - Grau ist eine der schwierigsten Farben und sollte nicht zu technisch kalt werden. Er sollte auch mit dem Belag harmonieren, der aufgelegt wird.

    Der Belag könnte aus jedem guten Teppich gefertigt werden. Gut bedeutet, einen hohen Anteil an natürlichem Material, da sich Kunstfaser mit der Zeit platttritt oder gar aufreibt, während Naturfaser sich ganz lange Zeit wieder aufrichtet.

    Der wird dann einfach passend zugeschnitten und passend gekettelt, bevor er aufgeklebt wird. Aus gestalterischen Gründen empfehle ich gerne schmalere Stufenbeläge, die oben und vorne die Stufe (außer eben zu den seitlichen Rändern) abdecken - analog zu meiner Skizze oben.

    Alternativ einfach die Stufe entsprechend abkleben, und den Haupt-Trittbereich besanden, d.h. in einen frischen Lackauftrag etwas Sand einstreuen, nach dem Trocknen die Fläche abfegen und erneut im Wunschfarbton lackieren. So erhält man einen rutschfesten Untergrund in Treppenfarbe, der wie aufgelegt auf der Gesamtstufe ausschaut. Mit entsprechenden Lacken ist auch Abrieb kein Thema - Stichwort: Bootslacke.

  • penthesileia
    <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><md>Danke sehr! :)
  • penthesileia

    Grr! Ich hatte gerade noch recht viel geschrieben, aber irgendwie würde nur die erste Zeile gepostet... :(

    Ich versuche es nach dem Schlafen nochmal zusammenzubringen.

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt



    Dort, wo die Stufen dunkelgrau abgesetzt sind, könnte ein Teppich aufgelegt sein, oder eben mit einer lackierten Sandbeschichtung eine Rutschhemmung erreicht werden.

  • penthesileia

    Hallo Herr Ganzer!

    So, zweiter Versuch mit dem Post... :)

    Vielen Dank für die aufpolierte Zeichnung und Illustration Ihres Vorschlags!!

    Ich bin mit dem Treppenbelagsmaterial noch sehr im Zwiespalt, und zwar zum einen wegen der „Form“ der Stufen und zum anderen wegen unserer vierbeinigen Mitbewohner.

    Aber erst Mal zur Form. Die Stufen sind für mich etwas ungewöhnlich. Vielleicht sieht man das, wenn man sie auf den Fotos groß ranzoomt. Die Stufen haben auf der Oberseite hinten und seitlich eine aufstehende Kante, wie einen Bilderrahmen - ich weiß nicht, wie ich es recht beschreiben soll. Das sieht für mich nicht ganz so toll aus, vielleicht nur, weil ich es nicht gewohnt bin. Selbst mit dem derzeit aufgelegten Teppich ragt diese Kante noch deutlich hervor. Von unten sind die Stufen „normal“. Keine Ahnung, wozu diese Kante dran ist. Kennen Sie so etwas?

    Dann das Material: Wenn ich die Stufen zusätzlich mit Holz belegen wollte, müsste das schon sehr hart im Nehmen sein, denn die Krallen unseres Collies haben schon das Holztreppenhaus in unserer derzeitigen Mietwohnung „gezeichnet“. Ich liebe Holz eigentlich sehr, aber fände es auch nicht verkehrt, wenn man nicht jeden Tritt auf der Treppe durch den gesamten offenen Wohnbereich hallen hören würde.

    Also lieber ein weicherer Belag? Kork und Sisal kommen wegen der Katzen nicht in Frage (beliebtes Schreddermaterial), ebenso keine Schlingenware. Also bleiben Linoleum oder ein kurzfloriger Teppich (kein Nadelfilz, weil ich da die Katzenhaare nie wieder raus bekomme). Eigentlich wollte ich Teppich vermeiden, weil ich nicht mit dem Staubsauger auf der Treppe rumturnen wollte, aber mittlerweile denke ich, dass der Kauf eines kleinen Akku-Bürstensaugers die Vorteile eines Teppichs (rutschsicher, trittleise, viecherfreundlich :)) wert sein könnte.

    Linoleum wäre putzfreundlicher, aber halt auch glatter. Ich weiß auch nicht, ob man Linoleum gut um 90° biegen kann - der Belag sollte ja über die Vorderkante der Treppe drüber (so ist es zumindest jetzt), damit man keine Abschlusskante braucht...

    Die Idee mit Bootslack und Sand als Rutschhemmer gefällt mir grundsätzlich richtig gut, aber wegen des seltsamen überstehenden Rands der Treppe frage ich mich, ob dadurch der Rand nicht noch prominenter zur Geltung käme (weil er ohne Treppenbelag wahrscheinlich noch höher wirkt)?

    Den Teppich nur im mittleren Bereich der Stufen zu verlegen sieht auf der Zeichnung sehr chic aus und ich hab das auch so schon häufig gesehen. Aber ob das mit der Kante gut kommt? Hm...
    Ich könnte mir spontan vorstellen, den inneren, ohnehin sehr schmalen Auftrittbereich frei zu lassen und so mit dem Belag gleich den sichereren breiten Bereich zu markieren.

    Puh. Soviel Überlegungen nur wegen einer Treppe. Und wir müssen das ganze Haus auf Links drehen... ich glaube, ich werde hier bald „Stamm-Threadersteller“ mit 1000 Fragen... ojeoje ;)

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Oha, das hatte ich tatsächlich nicht gesehen, auch weil ich nicht darauf geachtet habe. So eine Aufkantung kenne ich tatsächlich nicht.

    Na gut - nächste (erweiterte) Idee:

    Ein Schreiner nimmt die Aufkantung einfach mit einer Oberfräse weg und die Stufen werden komplett farbig lackiert und wieder aufgelegt.

    Katzen kratzen zwar gern in Schlingenware, machen das aber ungern auf dem Boden, der zudem noch auf einer Stufe liegt, die sie dazu zwingt, aufmerksamer zu sein --> auf- oder absteigen. Meiner Erfahrung mit Katzen nach ist das hier unkritisch. Aber natürlich ginge auch eine Veloursware.

    Die Ware wird dann auf Maß geschnitten und umkettelt. Hier in Wuppertal sitzt einer der größeren Betriebe für solche Arbeiten. Die bieten Vorwerk-Ware an und haben sogar ein Patent auf Kantenausbildung für solche Auflage-Stufen. Diese dann ausrichten, aufkleben - freuen!

  • penthesileia

    Nochmals ganz herzlichen Dank! Jetzt bitte noch Däumchendrücken, dass wir schlussendlich wirklich diese Wohnung unser eigen nennen können... leider ist in den letzten Jahren bei tollen Objekten auf der Zielgeraden dann doch immer wieder eine Katastrophe dazwischengekommen. Jetzt muss es endlich mal klappen!

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Daumen sind gedrückt! :)

  • PRO
Deutschland
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