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resibesi

Eichenparkett Verlegerichtung verschiedene Stockwerke

resibesi
letztes Jahr

Hallo,

da ich bei verschiedenen ähnlichen Beiträgen schon tolle individuelle Tips gelesen habe, hoffe ich, dass ihr auch mir Entscheidungshilfe leisten könnt, wie das Parkett in den verschiedenen Stockwerken verlegt werden soll. Die Grundlagen bezüglich Lichteinfall und Breitenwirkung sind mir bekannt, aber so einfach ist es irgendwie nicht. Da sich die einzelnen Punkte irgendwie teilweise widersprechen.

- sollten alle Stockwerke dem gleichen Muster folgen oder kann/muss man jeweils neu entscheiden?

- die Treppe ist eine Stahl-Holztreppe in Eiche stäbchen Optik. Muss ich mich jeweils parall zur Treppe richten?

- Die Ausrichtung des Hauses ist folgende: Westen ist genau an der Hausecke (links unten), also leider weder an der Längs- noch an der Breitseite...

Ich hänge euch mal Simulationen an und hoffe auf eure Hilfe!

Danke


EG

Das EG hat gegenüber der Couch ein kleines Podest, wo die TV-Nische entstehen soll. Hier würden wir ebenfalls das Eichenparkett verlegen. Sollte dies dann parallel zum Boden erfolgen?






DG

Hier sind natürlich jetzt die Schrägen nicht ersichtlich. Da es ein Walmdach ist, sind die Schrägen an beiden Breitseiten und an der Treppenhaus entfernten Längsseite

Hier sind das Elternschlafzimmer und ein zweites Bad






OG: hier sollen beide Kinderzimmer und das Hauptbad hin






KG: hier ist nur der Hobbyraum mit Parkett geplant. HIer soll das Gäste-/Arbeitszimmer entstehen





Kommentare (3)

  • PRO
    hometastic e.U.
    letztes Jahr

    Hallo resibesi,

    gerne beantworte ich dir deine Fragen:

    - sollten alle Stockwerke dem gleichen Muster folgen oder kann/muss man jeweils neu entscheiden? Grundsätzlich wirkt es sehr harmonisch, wenn Parkett in die Gehrichtung verlegt wird und die Richtung einheitlich ist, sofern verschiedene Flächen aufeinandertreffen. Du kannst aber in den verschiedenen Stockwerken ruhig mal die Verlegerichtung ändern und es wird jedenfalls auch gut ausschauen.


    - die Treppe ist eine Stahl-Holztreppe in Eiche stäbchen Optik. Muss ich mich jeweils parall zur Treppe richten? Nein, du musst das Parkett nicht parallel zu den Treppen ausrichten.


    EG/Nische TV-Ecke: Das Parkett jedenfalls einheitlich mit dem restlichen Raum verlegen. (Flächen treffen aufeinander :-) )


    Ich persönlich würde das Parkett in allen Stockwerken einheitlich verlegen und zwar in Gehrichtung, d.h. so wie du es auf dem allerersten Bild hast. Denn so wird in den meisten Räumen auch optisch eine gute Wirkung erzielt. Das Schlafzimmer zB ist im Bereich des Bettes recht breit. Mit der Verlegerichtung in Gehrichtung betonst du diese Breite nicht zusätzlich, sondern relativierst die Dimensionen etwas.


    Ich hoffe, ich konnte dir so helfen eine Entscheidung zu treffen und würde mich sehr über ein kurzes Feedback freuen. :)


    Alles Liebe und noch viel Spaß beim Planen,

    Anna

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt
    letztes Jahr
    Zuletzt geändert: letztes Jahr

    Damals konnte man einen Dielenboden natürlich nur quer zu den Deckenbalken legen, auf denen sie befestigt wurden. Heute sind wir da deutlich freier und unterliegen nur den Gestaltungsprinzipien.

    Die Verlegrichtung "mit dem Licht" war dann ein Verkaufsargument für schlechte Böden, deren einzelne Paneele sich im Laufe der Zeit schlüsselten, weil diese Verformung dann weniger auffiel.

    Ihr Grundriss beschreibt immer drei Räume in einer Linie.

    *****

    In Laufrichtung von Dielen geschaut, erzeugen diese eine gewisse Sogwirkung. Der Blick und damit die Wahrnehmung beschleunigt sich. Stünden nun links und rechts Sitzmöbel, entsteht durch diese Sogwirkung der Eindruck eines (trennenden) Flures.

    Durch eine Verlegung in Firstrichtung würde also ein Flur zwischen Treppe und Essplatz entstehen, der den Essbereich kleiner wirken lässt. Ebenso würde ein Flur für eine Trennung von Sofa und Medienpodest sorgen. Darüber hinaus nehmen wir diese raumtrennende Raumachse so stark wahr, daß wir ihr empirisch so schnell folgen, daß unser Blick schneller aus den Fenstern der Giebelseiten wieder draussen ist, als wir Gelegenheit haben, uns auf die Wohnbereiche zu konzentrieren.

    Sind in einem schmalen Flur die Dielen quer verlegt, entsteht der gleiche Eindruck wie auf einem Steg zum Wasser. Wir werden leicht gebremst, und wenn sich seitlich im Flur ein paar Türen befinden, so fliessen die Dielen in deren Richtung und laden uns ein, ihnen zu folgen.

    In Längsrichtung gelegt, würde der Flur uns vorbei an den Türen schnell zum Ende ziehen.

    *****

    Ihr Grundriss ist ein schlankes Rechteck, das durch eine Verlegrichtung der Dielen parallel zur Längsachse noch schlanker wirken würde.

    Natürlich ist es schon eine enorm beeindruckende Wirkung, wenn man Dielen in dieser Länge sehen kann, doch empfehle ich hier eher die Gewichtung auf die Nutzung der Räume zu legen und durch eine Querverlegung die einzelnen Raumbereiche subtil voneinander zu trennen, darf innerhalb der Räume für eine breitere Raumwirkung zu sorgen.

    Unten wachsen so Sofa und Medienpodest zusammen und der Essbereich reicht bis zur Treppe heran.

    In den oberen Räumen wirken die Flure auch die verlegrichtung Quer zum First breiter, und wenn man die Zimmer betritt, liegt der Raum breit vor uns, statt den Blick umgehend aus dem Fenster vor uns zu lenken.

    *****

    Unter dieser Betrachtung der empirischen Wirkung empfehle ich deutlich

    - eine Verlegung parallel zur kurzen Wand

    - die Verlegrichtung auf allen Etagen identisch

    Die Treppe ist eine Verbindende Skulptur. Sie darf gerne als Zwitter zwischen Architektur und Einrichtung betrachtet werden, weshalb sie zu Gunsten der Wirkung von Weite gerne im gleichen Farbton (Material), nicht aber zwingend in gleicher Verlegrichtung auszuführen ist.

    Ganz abgesehen davon, daß eine Verlegung parallel zu den Stufenkanten am Ende doch der gleichen Verlegrichtung der Flure im Haus entspräche - quer zur Laufrichtung, wie ein Steg ins Meer :-)


    Das Podest ist in diesem Fall ein angehobener Bereich im Raum, weshalb es keinen Grund gäbe, hier die Richtung zu wechseln. Es ändert sich doch nichts, außer der Anhebung.

    Anders wäre es, wenn das Podest eher wie ein Möbel quasi auf den vorhandenen Boden gestellt werden würde.

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt
    letztes Jahr

    Kleinere Anmerkungen zur Innenarchitektur:

    1. Überlegen Sie, ob Sie wirklich Essbereich (lebendig) und Wohnen (Ruhe und Rückzug) zusammenlegen wollen, oder ob nicht Essbereich und Küche (beides Lebendig) stärker zu verbinden ist, indem in der Küche der Parkettboden weitergeführt wird, zB. mit bündig eingelegten "Teppichen" aus Fliesen.
    2. Ebenso würde ich den Flur mit in die Wohnebene mit einbeziehen. Hier kann ein Sauberläufer flächenbündig wie ein hingelegter Teppich mit eingearbeitet werden.
    3. Achten Sie im Master-Bedroom auf einen richtigen Schutz am Betthaupt. Mit der Tür im Rücken werden es sonst unruhige Nächte.
    4. Gestalten Sie den Flur im UG ebenfalls wohnlicher als Verbindung zwischen der Wohnebene und dem Schlafraum. Es wäre schade, hier durch den Keller gehen zu müssen.
    5. Entsprechend gestalten Sie den Hauswirtschaftsraum eher als wohnliche Wasch-Küche, nicht als ungemütlichen Zweckraum. Dafür halten wir uns hier zu oft und schon mit Widerstand auf, als daß der Raum zusätzlich abweisend sein sollte.


    Appartement A. · Mehr Info



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