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Modernisierung von Doppelhaushälfte von 1922

Vor 2 Monaten

Hallo liebe Community,


bisher war ich immer stiller Leser (und Bewunderer), und heute hab ich ein eigenes Anliegen :-)


Wir planen den Kauf eines Doppelhauses mit großem Garten von 1922, das wir dann umbauen werden. Es besteht kein Denkmalschutz am Haus selbst, und vermutlich Anbaumöglichkeiten aufgrund der Nachbarschaftsbebauung.


Aktuell bietet das Haus auf EG und OG ca. 100qm Wohnfläche.


Im Keller besteht zusätzlich Platz für Stauraum, Hauswirtschaftsraum, und Potential für eine Toilette / kleines Bad (mit winzigem Fenster).

Den Spitzboden könnte man über Dachgauben ausbauen, aktuell ist er nur über eine Ausziehtreppe erreichbar.


Weitere Erweiterungsmöglichkeiten: Der Bereich neben dem Esszimmer im EG, hinter dem Bad u. Toilette, kann vermutlich baulich erweitert werden („Wintergarten“). Das Esszimmer ist aktuell einstöckig. Der Esszimmerbereich (und Wintergarten) kann sicherlich für das 1. OG und den Dachboden erweitert bzw. hochgezogen werden bis zum Dach (der Nachbar hat das bereits gemacht).


Ich wäre sehr interessiert daran, wie ihr diesen Grundriss nutzen würdet (siehe Foto unten). Zu beachten ist auch, dass sich im Osten hinter dem Haus (aktuell an das Esszimmer) ein 400qm großer Garten anschließt.


Durch Umbau und Erweiterungen möchten wir erreichen:

1. Einen offenen Wohn-/Essbereich gestalten oder einen offenen Küchen- und Essbereich mit extra Wohnzimmer (hier sind wir offen). Zum einen würden wir den Wohn-/ Ess-/ Küchenbereich gerne zum Garten in Osten hinlegen, zum anderen ist der aktuelle Wohnzimmerteil mit Süd-West-Ausrichtung auch abends sehr schön hell. Vielleicht fällt euch etwas ein, um sowohl vom Garten im Osten als auch der Süd-West Ausrichtung zu profitieren.

2. Im Eingangsbereich ausreichend Stauraum bzw. Garderobenbereich für mind. 4 Personen

3. Wir brauchen insgesamt Platz für 2 Kinderschlafzimmer, 1 Elternschlafzimmer, 1 Familienbad, 1 Gästezimmer und 1 Bürozimmer


Vermutlich muss das EG komplett neu gestaltet werden. Eine wilde Idee war, die Treppe in den Wohnbereich zu integrieren und dafür die Haustüre zu versetzen gen links auf der Westseite (falls das genehmigt würde).


Auch im OG. ergeben sich durch die Erweiterung um die Fläche des Esszimmers + „Wintergarten“ weitere Flächen für z.B. ein Familienbad + ggf. ein weiteres Kinderzimmer?


Die Treppe verläuft sowohl nach oben also auch in den Keller (sehr niedrig).


Wir fänden es schön, die Küche mehr auf die Südseite zu ziehen. Die Küchenform am liebsten mit (Halb-)Insel. Ich bin unsicher zwecks der genauen Position. Ggf. lässt sich nach Erweiterung im EG auch noch ein Büro oder Gästezimmer unterbringen?


Wir brauchen außerdem viel mehr Platz für Garderobe usw im Eingangsbereich.


Um Helligkeit in das ganze Haus zu bringen könnte man auch mit einer Glaswand/Stahl-Lofttür arbeiten?


Anbei die Zeichnungen auch mit Anzeige der Himmelsrichtungen.


Wenn ihr ebenso Erfahrungen habt, was Einbau von Dachfenstern (im OG), Gauben (im Spitzboden) und Anbau (im Osten) 3-stöckig, Erneuerung der Elektrik, neue Bäder, in etwa kosten, wäre das abgesehen vom Grundriss auch total hilfreich. (Das Dach wurde 2006 isoliert, Fenster aus 2006 doppelt isoliert, Fassadendämmung NEOWALL 35 Plus aus 2006)



Herzlichen Dank vorab!!

VG Anna

Kommentare (3)

  • Vor 2 Monaten

    Noch als wichtige Ergänzung: dort wo aktuell das Badezimmer liegt grenzt nebenan die Garage, d.h. Würde man dies versetzen, wäre der Ausblick darauf nicht wirklich schön und besonders hell wird es auch nicht sein, trotz Südlage. Die Garage zieht sich nach hinten in den Garten. Eine Terrasse vom Esszimmer ausgehend wäre aufgrund des Abstands dazu weniger betroffen. Aus diesem Grund „zu nah an der Garage“, haben wir auf den Wintergarten verworfen und würden vom ursprünglichen Hausende, der Toilette, den Anbau hochziehen wollen. Vermutlich bleibt dann im Dach nur Platz für ein geteiltes Büro/Gästezimmer. Oder habt ihr Ideen wo man noch ein kleines 5. Zimmer her bekäme? 😊 vielen lieben Dank vorab!

  • PRO
    Vor 2 Monaten
    Zuletzt geändert: Vor 2 Monaten

    Ein schönes Projekt !

    Für den Vorentwurf einer genehmigungsfähigen Planung, die Bezug zum Bestand hat, die konstruktiv-statische Aspekte berücksichtigt und auch die bau- und planungsrechtlichen Anforderungen z. B. für den Anbau integriert, bedarf es umfangreicher Vorarbeiten. Mindestens müssen aktuelle, bemaßte Bestandszeichnungen vorhanden sein.

    Die von Ihnen gewünschten Umbau-, Sanierungs- und Erweiterungs- maßnahmen bedeuten eine Kernsanierung mit Veränderung der Grundriss- strukturen und tragender/nichttragender Bauteile. Dazu lässt sich in einer Forumsanfrage und auf der Grundlage des gezeigten Planmaterials nicht wirklich eine Auskunft geben, die später tatsächlich eine Relevanz hat.

    Ich empfehle Ihnen, für den anstehenden Immobilienkauf zunächst die Immobilienkaufberatung eines altbauerfahrenen Architekten mit entsprechenden Referenzen in Anspruch zu nehmen.

    Dieser kann Ihnen auch bezüglich Ihrer Umbauwünsche nach einer Objektbegehung bereits eine sehr konkrete Rückmeldung geben. Auch kann er in einem Vorgespräch mit der Baubehörde den bau- und planungs- rechtlichen Rahmen für diese Baumaßnahmen klären.

    Der Anbau bzw. die Terrasse sind z. B. abhängig von den Grundstücksgrenzen, von Baulinien/Baugrenzen und den Ausnutzungszahlen für das Grundstück (GRZ/GFZ) etc. wenn es einen Bebauungsplan geben sollte. Liegt das Haus im sog. Aussenbereich nach §35 BauGB, gelten wiederum ganz andere Anforderungen. Ohne diese Details zu kennen, sind Vorplanungen nicht wirklich nützlich, sondern bleiben lediglich frei flottierende Fantasien, die mit der späteren Baurealität kollidieren.

  • letzter Monat

    Spannendes Projekt! Ein Doppelhaus von 1922 hat so viel Charakter, das ist wirklich was Besonderes. Wir haben letztes Jahr was Ähnliches gemacht, allerdings Baujahr 1934, und ich kann sagen: plant deutlich mehr Zeit und Budget ein als ihr denkt. Ohne Denkmalschutz habt ihr natürlich viel mehr Freiheit beim Umbau, aber schaut euch trotzdem die lokalen Bebauungspläne genau an. Bei uns hat die Gemeinde trotzdem einige Auflagen gehabt, die uns überrascht haben, obwohl kein Denkmalschutz bestand. Was den Anbau angeht: die Nachbarschaftsbebauung als Referenz zu nehmen ist ein guter Ansatz, aber lasst euch das vorher schriftlich vom Bauamt bestätigen. Mündliche Aussagen zählen leider nichts. Noch ein praktischer Tipp aus eigener Erfahrung: solche alten Häuser sind oft jahrzehntelang von denselben Leuten bewohnt worden und enthalten entsprechend viel angesammeltes Zeug, Keller, Dachboden, Nebenräume, alles voll. Bei uns war das echt ein Schock. Wir haben damals war bei uns echt wichtig für die Entrümpelung genutzt und waren sehr zufrieden, ging schnell und unkompliziert, bevor die eigentlichen Umbauarbeiten starten konnten.
    Viel Erfolg mit dem Projekt, sowas lohnt sich wirklich am Ende!