Hallo zusammen, ich suche nach Ideen für diesen Grundriss: es soll in der Küche Platz für eine kleine Essgelegenheit für 3 Pers. entstehen, bad mit Aussenfenster und bodenziefer Dusche, platz für Waschmaschine und Trockner
ein Bad mit Außenfenster ist in diesem Grundriss nur möglich, wenn das Bad an eine Außenwand verlegt wird. Das bedeutet einen baulichen Umbau, inklusive neuer Leitungsführung, statischer Prüfung und einer Fensteröffnung in der Fassade, die in der Regel genehmigungspflichtig ist.
Das ist machbar – aber es ist kein reines „Umgestalten“, sondern ein Umbauprojekt.
Heike hat recht - man darf nicht einfach so in einer Wohnung - auch wenn die eigene ist - eine Wand herausnehmen. Das muss statisch geprüft und bestätigt werden, die Miteigentümer müssen zustimmen und ab einer bestimmten Größe des Hauses ist das genehmigungspflichtig.
Technisch sollte das umsetzbar sein:
Die Wand zwischen Bad und Küche ist geblieben und verläuft dort, wo zuvor die Abstellkammer war. Die ist zur Dusche geworden. Ob die bodengleich werden kann, wage ich zu bezweifeln, denn dies ist offensichtlich ein Altbau und da wird es nicht genügend Höhe geben, um im Boden ein Gefälle auszubilden. Bei solchen Fällen ist eine 10 cm hohe Stufe aber gut umsetzbar - besser eine richtige Stufe als nur ein kleiner Höhenunterschied, denn da nimmt man besser wahr und stößt sich nicht den kleinen Zeh. (Welche Brüstungshöhe hat das Fenster?)
Die Küche mit einem ordentlichen Sitzplatz für 3 Personen auszustatten, ist nicht machbar. Dazu ist der Raum zu klein. ich habe hier einen Tisch mit 80 cm Durchmesser eingezeichnet, die Bank leitet von dem Hochschrank (Vorrat/Staubsauger) in den Raum über. Da können auch mal zwei platznehmen.
An der Wand hängt ein Klappstuhl. Dann ist der nicht permanent im Weg.
Das ist ein Tisch zum Kaffeetrinken, für ein schnelles Frühstück - nicht geeignet für ein ausgiebiges Mahl. Und der Platz samt Bewegungsfläche fehlt natürlich in der Küche an Arbeitsfläche. Die wird mini. Passt das für Sie?
Aber wenn Sie schon einmal dabei sind, können Sie die Tür zur Küche etwas versetzen:
Das sieht nach wenig aus, ist aber wertvolle Ablagefäche. Hier ist Tüftelei gefragt, denn eventuell bekommt man hier sogar halbtiefe Kücheschränke unter. Dann wird der Durchgang noch schmaler und man muss sicherlich Tisch und Stühle bewegen, um an alles unten heranzureichen, aber dafür ist Platz für Geschirr und oben stehen Toaster und Kaffeemaschine.
Gemütlich kriegt man das hin - aber hier ist Sorgfalt in der Planung gefragt. Eventuell muss die Zeile mit der Spüle etwas tiefer werden, um die Wasserleitungen zu verlegen (Tragende Wände quer aufzustemmen, damit sie darin verschwinden, ist keine gute Idee!)
Nehmen Sie das gerne als Anregung. Aber lassen Sie sich hierbei unbedingt von einer Architektin oder einem Bauingenieur begleiten. Viel Erfolg!
Vielen Dank! Genauso hatte ich es mir im Bad vorgestellt und die Wand die hiermit wegfällt ist die zwischen Speisekammer und angrenzendem Bad. Und ja, ich bin von einer ca 10-15 cm hohen Stufe zur Dusche ausgegangen.
Die Wand zwischen Abstellkammer ist aber keine deckenhohe Wand, sondern sie geht vom Boden bis ca 1,70 Höhe. Darüber ist ein Luftraum mit Luke zum Bad und einem Klappfenster nach aussen. Ist so eine Wand statishh ch relevant und die Wegnahme genehmigungspflichtig?
In der Speisekammer ist auch ein Fenster nach draußen. Die Brüstungshöhe davon ist ca 75-80 cm.
Bei der Küche müssen wir noch ein bisschen tüfteln, die Tür zu versetzen ist eine super Idee.
Zur Frage bezgl. der Statik/Genehmnigungspflicht: Sie werden verstehen, dass ich auf die Entfernung keine Prognose geben kann. (Und ich bin auch keine Architektin, sondern habe nur angesammelte Erfahrungswerte aus 30 Jahren.)
Wenn die Brüstungshöhe 75-80 cm ist und nun noch eine Erhöhung für die Duschtasse hinzukommt, benötigen Sie hier eine Absturzsicherung am Fenster, was die Aussenfassade betrifft und auch hierfür benötigen Sie eine Genehmigung.
Es klingt immer viel komplizierter als es im Nachhinein ist, wenn man solche Aspekte von vornherein mit in die Planung aufnimmt. Sprechen Sie mit Ihrer Hausverwaltung; ich könnte mir vorstellen, dass es schon einen ähnlichen Fall gegeben hat, weil sich ein solcher GR anbietet. Das würde Ihnen den Weg ebnen und Sie hätten quasi "copy&paste" für Ihr Projekt.
Danke vielmals! Ich habe gestern schon mit einer Architektin gesprochen. Sie brachte noch den Gedanken ein, die Dusche dort zu belassen, wo vorher die Badewanne war, damit man nicht immer das Fenster „beduscht“ und auch keine tiefen Einblicke beim Duschen gibt. Auch ein wichtiger Punkt, wie ich finde. Statik sah sie nicht als problematisch an, da die Wand zwischen Toilette und Speisekammer nie getragen haben kann.
ja, das kann man natürlich so machen - es wird dann eine schmale Dusche, löst aber das Problem mit der Brüstungshöhe.
Das Wasser- und "Guck"-Thema kann man mit einem Duschrollo vor dem Fenster elimieren. Für eine detaillierte Planung benötigt man bei solchen Räumen, wo wirklich jeder cm zählt, ein exaktes Aufmaß. Diese alten Pläne haben immer eine gewissen Spielraum.
Aber es läuft doch jetzt bei Ihnen alles in die richtige Richtung. Wenn Sie Design-Unterstützung brauchen, sprechen Sie mich gerne an.
LivingSpace Studio
Miriam HölscherUrsprünglicher Verfasser
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