Architektur: Ein Haus am Hang mit raffinierten Lösungen
Geradlinig, mit großen Einblicken und noch größeren Ausblicken über die schwäbische Alb verbindet dieses Haus am Hang Innen- und Außenraum
Wer in einer hügeligen Landschaft baut, sollte damit rechnen, dass der Baugrund am Hang liegt. Die Bauherren haben nicht nur damit gerechnet, sondern ganz bewusst ein Hanggrundstück ausgesucht – und einen Architekten, der diese Lage zu schätzen weiß. Diemer Architekten aus Aalen haben hier ein Haus errichtet, das sich an den Hang anschmiegt, daraus hervorsticht und vor allem die einzigartige Aussicht betont. Der kubische Bau will nicht mit dem Blick konkurrieren, sondern bezieht die herbe Landschaft der Schwäbischen Alb in die Architektur mit ein.
Die Hanglage haben die Architekten geschickt für einen dreigeschossigen Bau genutzt. Neben der Garage ist unten eine Einliegerwohnung untergebracht. Die repräsentativen Wohnräume befinden sich auf der mittleren Ebene, die Privaträume im Obergeschoss. Der massive Stahlbetonbau öffnet sich nach Süden hin mit einem von einer Stütze getragenen Vordach über zwei Etagen. Dadurch wirkt er grazil, geradezu luftig. Der Balkon in der mittleren Etage ist mit Sellenberger Muschelkalk verkleidet.
Bei der Materialwahl legten die Bauherren größten Wert auf Qualität. „Wir haben innen wie außen hochwertige Materialien verwendet“, so Scholz. Auch auf die Energiebilanz wurde geachtet. So ist die Außenhülle mit einem Wärmedämmverbundsystem isoliert, das aus Dämmplatten von zwölf bis zwanzig Zentimetern Dicke, einer Armierungsschicht und einem Außenputz besteht.
Bei der Materialwahl legten die Bauherren größten Wert auf Qualität. „Wir haben innen wie außen hochwertige Materialien verwendet“, so Scholz. Auch auf die Energiebilanz wurde geachtet. So ist die Außenhülle mit einem Wärmedämmverbundsystem isoliert, das aus Dämmplatten von zwölf bis zwanzig Zentimetern Dicke, einer Armierungsschicht und einem Außenputz besteht.
Der zentrale Bereich im Innenraum ist das lichtdurchflutete Treppenhaus. Es verbindet die drei Etagen auch optisch: Durch ein Oberlicht dringt Tageslicht bis in die unterste Ebene, auf der sich Garage und Einliegerwohnung befinden.
Schon hier zeigt sich, dass die Architekten klug für die Zukunft geplant haben. Denn das Treppenhaus ist groß genug, um bei Bedarf später einen Aufzug einbauen zu können, so dass das Haus trotz der zahlreichen Stufen bis ins hohe Alter von den Bauherren bequem bewohnt werden kann.
Schon hier zeigt sich, dass die Architekten klug für die Zukunft geplant haben. Denn das Treppenhaus ist groß genug, um bei Bedarf später einen Aufzug einbauen zu können, so dass das Haus trotz der zahlreichen Stufen bis ins hohe Alter von den Bauherren bequem bewohnt werden kann.
Im offenen Wohnraum der mittleren Etage gehen die Funktionsbereiche fließend ineinander über. Lediglich der Hauswirtschaftsraum ist durch eine eingestellte Wand dem Blickfeld entzogen. Sie bildet die Rückwand der Küche und ist mit den gleichen Holzdielen verkleidet, die im ganzen Haus auf dem Boden verlegt sind. Hier zeigt sich einmal mehr die harmonische Wirkung des Materialkonzepts
Die Küche wurde von Diemer Architekten geplant und von einem Schreiner umgesetzt. Die als Raumteiler aufgestellte Schrankkonstruktion bietet ausreichend Stauraum für alle Küchenutensilien und Geschirr. Gekocht wird auf einem Herd von Bora mit integriertem Dunstabzug, der in den frei stehenden Küchenblock eingebaut ist. Dieser ist aus weiß lackiertem Holz gefertigt, die Arbeitsfläche besteht aus Corian.
Die Raffinesse des von den Architekten entworfenen Konzepts steckt in der unaufdringlichen, fast unsichtbaren technischen Ausstattung. So gibt es beispielsweise nicht sichtbare Deckenlautsprecher von Pursonic; zum Beleuchtungskonzept gehören fast unsichtbare LED-Lichtleisten an der Decke.
Hängeleuchten: Kreon
Die Raffinesse des von den Architekten entworfenen Konzepts steckt in der unaufdringlichen, fast unsichtbaren technischen Ausstattung. So gibt es beispielsweise nicht sichtbare Deckenlautsprecher von Pursonic; zum Beleuchtungskonzept gehören fast unsichtbare LED-Lichtleisten an der Decke.
Hängeleuchten: Kreon
Ein Hingucker ist das über Eck eingebaute Aquarium. Seine Verkleidung passt sich der jeweiligen Umgebung an. Zum Flur hin ist Holz zu sehen – wieder das gleiche Material, das für den Fußboden und den Küchenschrank verwendet wurde.
Im Wohnbereich dagegen ist das Holz weiß lackiert, was zu den weißen Wänden des Raumes passt. Die wurden vor dem Anstrich übrigens mit einem Glasvlies bezogen, um eine sehr glatte Oberfläche zu erzeugen.
Viel Licht dringt durch die bodentiefen Fenster. Im Wohnraum ist zudem die Decke an der Fensterfront bis in die oberste Etage geöffnet, was den Lichteinfall insgesamt vergrößert. Die Architekten haben hier im Innenraum das offene Konzept der Fassadengestaltung fortgeführt.
Viel Licht dringt durch die bodentiefen Fenster. Im Wohnraum ist zudem die Decke an der Fensterfront bis in die oberste Etage geöffnet, was den Lichteinfall insgesamt vergrößert. Die Architekten haben hier im Innenraum das offene Konzept der Fassadengestaltung fortgeführt.
Auch der graue Sellenberger Muschelkalk von Strauß mit seiner glatt geschliffenen und dennoch unebenen Oberfläche holt ein Stück der rauen Natur in den Innenraum. Er umrahmt den Einbaukamin von Brunner. Darin lodert im Winter nicht nur ein gemütliches Feuer. Der Kamin ist mit Wassertaschen ausgestattet, die an die Heizungsanlage angeschlossen sind. So wird die Wärme des Kaminfeuers im ganzen Haus optimal genutzt.
Infos zu wasserführenden Kaminen
Überhaupt verfügt das Haus über ein ausgeklügeltes, energiesparendes Heizsystem. Teil davon ist auch eine reversible Luftwärmepumpe und eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Geheizt wird über eine Flächenheizung von Klimatop in der Decke. Die Klimadecke besteht aus Spezialprofilen und einer Thermoplattendecke. Das Haus lässt sich so mit sehr niedrigen Vorlauftemperaturen beheizen. Über dasselbe System wird im Sommer auch gekühlt.
Die Gebäudeform unterstützt das Heizsystem zusätzlich. So sind in allen Räumen die Fensterflächen vor allem nach Süden ausgerichtet, um gerade im Winter bei tief stehender Sonne von der natürlichen Wärme zu profitieren. Die auskragende Bauweise schützt hingegen vor zu großer Sonneneinstrahlung im Sommer und macht einen zusätzlichen Sonnenschutz überflüssig.
Infos zu wasserführenden Kaminen
Überhaupt verfügt das Haus über ein ausgeklügeltes, energiesparendes Heizsystem. Teil davon ist auch eine reversible Luftwärmepumpe und eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Geheizt wird über eine Flächenheizung von Klimatop in der Decke. Die Klimadecke besteht aus Spezialprofilen und einer Thermoplattendecke. Das Haus lässt sich so mit sehr niedrigen Vorlauftemperaturen beheizen. Über dasselbe System wird im Sommer auch gekühlt.
Die Gebäudeform unterstützt das Heizsystem zusätzlich. So sind in allen Räumen die Fensterflächen vor allem nach Süden ausgerichtet, um gerade im Winter bei tief stehender Sonne von der natürlichen Wärme zu profitieren. Die auskragende Bauweise schützt hingegen vor zu großer Sonneneinstrahlung im Sommer und macht einen zusätzlichen Sonnenschutz überflüssig.
Die bodentiefen Fenster des Wohnbereichs auf der mittleren Etage laden geradezu ein, ins Freie zu treten. Im gesamten Wohnbereich bilden sie den spielerischen Übergang von Innen und Außen.
Den schönsten Blick bietet der Balkon nach Süden. Von hier schweift der Blick über die Landschaft der Schwäbischen Alb. Und bei Nacht erzeugen die Bodenleuchten ein romantisches Licht auf der Brüstungsmauer.
Experten-Tipps für die Terrassenbeleuchtung
Experten-Tipps für die Terrassenbeleuchtung
Die Glastrennwand zwischen Wohnbereich und Treppenhaus ist eine Maßanfertigung nach Plänen der beiden Architekten.
Im Obergeschoss befinden sich die Privaträume der Bewohner, Schlafzimmer und Bad. Auch diese Räume profitieren von ihrer Lage. So hat etwa das Bad ein Oberlicht in der Dusche.
Die Treppe im Ankleidezimmer ist ein spielerisches Element. Das Oberlicht an ihrem Ende gibt den Blick in den Himmel frei, auf eine Dachterrasse führt sie nicht. Doch auch wenn sich keine Dachterrasse anschließt, zieht sich so das Konzept der Verbindung von Innen und Außen bis in die oberste Etage durch.




















Hier wohnt: eine Familie
Auf: drei Ebenen
In: einem Ort auf der Schwäbischen Alb
Experten: Diemer Architekten
Fotos: Jens O. Holthaus
„Die größte Herausforderung war die Bodenbeschaffenheit“, sagt Tanja Diemer, die das Architekturbüro gemeinsam mit Uwe Scholz leitet. Der Baugrund auf einem Sandhügel, inmitten eines bereits bebauten Gebietes, musste zunächst für den Bau vorbereitet werden. Die Lage erlaubt einen Rundumblick auf die umliegenden Hügel der Schwäbischen Alb, dennoch ist sie nicht weit vom Ortszentrum entfernt.