Designikonen: Der „Standard“ von Jean Prouvé
Dieser Stuhl zeigt auf den ersten Blick, was er kann: Allen Belastungen standhalten. Ein Lieblingsstück, das immer Rückendeckung gibt
Neben dem künstlerischen Anspruch, den ein Gestalter an seine Stuhlkreationen hat, ist vor allem auch die Statik bei der Entwicklung eines Sitzmöbels eine große Herausforderung. Und genau jene Kräfte, die auf Möbel wirken, hat keiner so schön ins Rampenlicht gestellt, wie der französische Designer Jean Prouvé mit seinem berühmtem „Standard Chair“ – der das meiste Gewicht auf seinen konisch geformten Hinterbeinen trägt. Der Klassiker aus Sperrholz und gefaltetem Stahlblech von 1934 ist heute wieder en vogue, da seine robuste und zugleich federleichte Form so wunderbar zu Industrial- und Mid-Century-Look passt.
Auf einen Blick
Stuhl: Standard
Designer: Jean Prouvé, Frankreich
Material: Gestell aus Stahl (in sechs Farben); Rückenlehne aus Holz (drei Varianten) oder als „Standard SP“ mit Rücken- und Sitzfläche aus Kunststoff (in je sieben Farben)
Eckdaten: Entwurfsjahr 1934, weiterentwickelt 1950; Hersteller: Vitra
Abmessungen: Höhe: 81,5 cm, Tiefe: 49 cm, Breite: 42 cm, Sitzhöhe: 46,5 cm
Auf einen Blick
Stuhl: Standard
Designer: Jean Prouvé, Frankreich
Material: Gestell aus Stahl (in sechs Farben); Rückenlehne aus Holz (drei Varianten) oder als „Standard SP“ mit Rücken- und Sitzfläche aus Kunststoff (in je sieben Farben)
Eckdaten: Entwurfsjahr 1934, weiterentwickelt 1950; Hersteller: Vitra
Abmessungen: Höhe: 81,5 cm, Tiefe: 49 cm, Breite: 42 cm, Sitzhöhe: 46,5 cm
Dem französischen Gestalter Jean Prouvé war es ein Anliegen, bei seinen Möbeln die einwirkenden Kräfte sichtbar zu machen. Da ein Stuhl das Gewicht des Oberkörpers an den hinteren Beinen aufnimmt, sind diese beim „Standard“ stark ausgeprägt und bestehen aus voluminösen Hohlkörpern. Vorne reichen feine Stahlrohre zum Halt, da sich hier das Gewicht beim Sitzen relativ schwach auswirkt.
Prouvé war gelernter Kunstschmied, sein bevorzugter Werkstoff blieb Metall, das er gerne auch mit Holz kombinierte. Seine Möbel sollten vor allem dem Geist der Zeit angepasst sein. Ganz nach den damaligen Vorstellungen hat er auch den heutigen Stuhlklassiker entworfen: einfach, langlebig und preiswert.
Heute wird der „Standard“ in einer neuen/alten Version produziert, die auf Prouvés Ideen von 1950 basiert. 2013 verpasste Vitra dem Klassiker eine kleine Generalüberholung und überarbeitete den „Standard“ – im Geiste seines Schöpfers und mit Unterstützung der niederländischen Designerin Hella Jongerius.
Der „Standard SP“ ersetzt den Klassiker jedoch nicht, sondern präsentiert damit nur eine neue Version mit Sitz und Rückenlehne aus robustem Kunststoff und neuer Pulverbeschichtung für das Gestell. Von Zitronengelb über Kastanienbraun bis Tiefschwarz gibt es „den Neuen“ in sieben zurückhaltenden aber modernen Farbtönen für knapp 400 Euro bei Vitra.
Der „Standard SP“ ersetzt den Klassiker jedoch nicht, sondern präsentiert damit nur eine neue Version mit Sitz und Rückenlehne aus robustem Kunststoff und neuer Pulverbeschichtung für das Gestell. Von Zitronengelb über Kastanienbraun bis Tiefschwarz gibt es „den Neuen“ in sieben zurückhaltenden aber modernen Farbtönen für knapp 400 Euro bei Vitra.
Wie erkennt man das Original?
Beim Vintage-Original als auch bei der Re-Edition besteht das Gestell immer aus geformtem Stahlblech und pulverbeschichtetem Stahlrohr, die Sitz- und Rückenfläche ist aus Schichtholz, Eiche oder dunkel gebeizte Eiche; den „Standard SP“ gibt es auch mit Sitz und Rückenlehne in Kunststoff.
Lizenz / Zertifikat
Originale – ob Neuauflagen oder Vintage-Möbel – sind lizensiert (Vitra) und tragen eine Signatur von Jean Prouvé.
Beim Vintage-Original als auch bei der Re-Edition besteht das Gestell immer aus geformtem Stahlblech und pulverbeschichtetem Stahlrohr, die Sitz- und Rückenfläche ist aus Schichtholz, Eiche oder dunkel gebeizte Eiche; den „Standard SP“ gibt es auch mit Sitz und Rückenlehne in Kunststoff.
Lizenz / Zertifikat
Originale – ob Neuauflagen oder Vintage-Möbel – sind lizensiert (Vitra) und tragen eine Signatur von Jean Prouvé.
Vitra Standard Chair
Preis
Vintage-Originale erzielen bei Auktionen mittlerweile locker Preise bis zu 5000 Euro. Die Re-Edition von Vitra liegt bei 595 Euro, den Standard SP gibt es, wie gesagt, bereits für knapp 400 Euro. Ist der Preis deutlich niedriger – ist es so gut wie sicher ein Fake.
Vintage-Originale erzielen bei Auktionen mittlerweile locker Preise bis zu 5000 Euro. Die Re-Edition von Vitra liegt bei 595 Euro, den Standard SP gibt es, wie gesagt, bereits für knapp 400 Euro. Ist der Preis deutlich niedriger – ist es so gut wie sicher ein Fake.









