Designikonen: Die „Ameise“ von Arne Jacobsen
Sie tritt in Massen auf und hat eine arg schmale Taille: das Meisterstück des dänischen Designers ist bequem, stapelbar – und tierisch schön
Es ist ja die Art von Ameisen, in Massen aufzutreten, Haufen zu bauen und sich rasend zu verbreiten. Diese spezielle Ameise ist folgerichtig überall auf der Welt in Museen ausgestellt, residiert in Altbauperlen genauso wie in urbanen Lofts oder reiht sich dicht an dicht in Vortragssälen.
Die Rede ist von einem der bekanntesten Stühle des dänischen Designers und Architekten Arne Jacobsen: Auf Dänisch „Myren“ genannt, bekannt aber als „Ant Chair“ oder „Ameise“, begann er seine Wanderung um die Welt in den fünfziger Jahren als schnöder Kantinenstuhl. Heute ist er nicht mehr aus der Geschichte des Möbeldesigns wegzudenken – und aus Esszimmern und Büros schon gar nicht.
Auf einen Blick
Stuhl: Ant Chair
Designer: Arne Jacobsen, Dänemark
Material: Erhältlich in verschiedenen Farben und Furnieren (von Ahorn, Buche bis Esche); mit drei oder vier Beinen
Eckdaten: Entworfen 1951; 1952 durch Fritz Hansen in Serienproduktion hergestellt
Abmessungen: Höhe 78 cm, Tiefe 44 cm, Breite 40 cm, Sitzhöhe 46,5 cm
Die Rede ist von einem der bekanntesten Stühle des dänischen Designers und Architekten Arne Jacobsen: Auf Dänisch „Myren“ genannt, bekannt aber als „Ant Chair“ oder „Ameise“, begann er seine Wanderung um die Welt in den fünfziger Jahren als schnöder Kantinenstuhl. Heute ist er nicht mehr aus der Geschichte des Möbeldesigns wegzudenken – und aus Esszimmern und Büros schon gar nicht.
Auf einen Blick
Stuhl: Ant Chair
Designer: Arne Jacobsen, Dänemark
Material: Erhältlich in verschiedenen Farben und Furnieren (von Ahorn, Buche bis Esche); mit drei oder vier Beinen
Eckdaten: Entworfen 1951; 1952 durch Fritz Hansen in Serienproduktion hergestellt
Abmessungen: Höhe 78 cm, Tiefe 44 cm, Breite 40 cm, Sitzhöhe 46,5 cm
1952 wurde die „Ameise“ vom dänischen Möbelhersteller Fritz Hansen in die Produktion aufgenommen und bis heute nach den damaligen Vorgaben hergestellt. Seinen Namen erhielt der schlanke Stuhl von Jacobsen selbst, weil er ihn an das kleine Arbeitstier erinnerte – mit den dünnen Beinen und der charakteristisches Taille ist vor allem die Version in schwarz lasierter Esche dem kleinen Krabbler zum Verwechseln ähnlich.
Der Stuhl ist kompakt, stabil und ebenso belastbar wie seine Namensgeberin. Gleichzeitig bietet er durch seine Schichtverleimung mit glatter Oberfläche jede Menge Sitzkomfort und ist trotz graziler Gestalt ein bequemer Stuhl, der sich den Konturen und Bewegungen des Körpers anpasst.
Der Stuhl ist kompakt, stabil und ebenso belastbar wie seine Namensgeberin. Gleichzeitig bietet er durch seine Schichtverleimung mit glatter Oberfläche jede Menge Sitzkomfort und ist trotz graziler Gestalt ein bequemer Stuhl, der sich den Konturen und Bewegungen des Körpers anpasst.
Der Stuhl-Klassiker ist jedoch nicht nur tierisch schön und bequem, sondern kann auch gestapelt werden (ja, die gute alte Sitte form follows function…). Stapelbar, leicht und platzsparend – der perfekte Gästestuhl!
Die Schale besteht aus einem einzigen Stück formgepressten Furniersperrholzes. Inspirieren ließ Jacobsen sich dazu vom Designer-Ehepaar Eames, das ebenfalls mit der Verformung des Materials experimentierte. Das Kernfurnier der „Ameise“ ist dabei stets aus Buche, während das Deckfurnier aus neun verschiedenen Hölzern lieferbar ist. Die dünnen Beine sind aus 14 Millimeter verchromten Stahlrohr und Gumminoppen am Beinende schützen vor Kratzern am Boden.
Woran erkennt man das Original?
Bei der „Ameise“ verengt sich im unteren Abschnitt die Lehne sehr stark, so als sei sie tailliert. Die Stuhlbeine sind aus Stahlrohr; die Sitzfläche aus einem Stück gefertigt.
Da die „Ameise“ sehr beliebt ist, gibt es etliche Plagiate. Daher wurde 2006 bei allen authentischen Fritz Hansen Produkten eine Seriennummer eingeführt, die am Stuhl ausgezeichnet ist.
„Eine weitere Möglichkeit, sich von der Echtheit zu überzeugen, ist meistens ein Blick unter einen Stuhl zu werfen“, weiß Maj van der Linden von Vintagency in Berlin. Bei der originalen „Ameise“ etwa sieht man dann, dass die Verbindung der Stahlrohrbeine mit einer Kappe abgedeckt ist. Die Stabilität und Materialqualität ist bei Plagiaten deutlich schlechter.
Bei der „Ameise“ verengt sich im unteren Abschnitt die Lehne sehr stark, so als sei sie tailliert. Die Stuhlbeine sind aus Stahlrohr; die Sitzfläche aus einem Stück gefertigt.
Da die „Ameise“ sehr beliebt ist, gibt es etliche Plagiate. Daher wurde 2006 bei allen authentischen Fritz Hansen Produkten eine Seriennummer eingeführt, die am Stuhl ausgezeichnet ist.
„Eine weitere Möglichkeit, sich von der Echtheit zu überzeugen, ist meistens ein Blick unter einen Stuhl zu werfen“, weiß Maj van der Linden von Vintagency in Berlin. Bei der originalen „Ameise“ etwa sieht man dann, dass die Verbindung der Stahlrohrbeine mit einer Kappe abgedeckt ist. Die Stabilität und Materialqualität ist bei Plagiaten deutlich schlechter.
Die Ameise
Preis:
Das Fritz-Hansen-Original mit drei („Ameise 3100“) kostet 352 Euro; mit vier Beinen („Ameise 3101“) 384 Euro. Und wie bei allen Designklassikern gilt auch bei der „Ameise“ gilt: ein deutlich geringerer Preis weist meist auf eine Kopie hin.
Das Fritz-Hansen-Original mit drei („Ameise 3100“) kostet 352 Euro; mit vier Beinen („Ameise 3101“) 384 Euro. Und wie bei allen Designklassikern gilt auch bei der „Ameise“ gilt: ein deutlich geringerer Preis weist meist auf eine Kopie hin.










Ursprünglich hatte sie drei Beine aus Stahlrohr – zwei hinten, eins vorne; erst nach dem Tod von Arne Jacobsen entstand die Variante im Vierfüßlerstand. Die „Ameise“ gilt als Vorgänger von Jacobsens Stühlen der „Serie 7“ (1955) – die an ihrer deutlich weniger eingezogenen Taille erkennbar sind.