Architektur
Die Avantgarde-Architektin Zaha Hadid ist tot
Sie war die erste Frau, die den renommierten Pritzker-Preis gewann. Zuvor dauerte es Jahre bis zu ihrem ersten verwirklichten Gebäude
Zaha Hadid, die irakisch-britische Architektin, die berühmt wurde mit ihren kurvigen, spacigen, avantgardistischen, im wahrsten Sinne des Wortes fantastischen Bauten, die als erste Frau den Pritzker-Preis gewann und die Architektur neu erfand – diese in jeder Hinsicht beeindruckende Frau ist am Donnerstag in Miami gestorben; an einem Herzinfarkt; während sie, so das Management, wegen Bronchitis im Krankenhaus behandelt wurde. Zaha Hadid wurde 65 Jahre alt.
Riverside Museum, Glasgow, Schottland
Zaha Hadid wurde 1950 in Bagdad geboren. Mit 22 begann sie ihr Architekturstudium an der Architectural Association School of Architecture in London. Sieben Jahre später, 1979, eröffnete sie ihr eigenes Architekturbüro in London. Doch es dauerte viele Jahre, bis sie wirklich bauen konnte.
Ihre Entwürfe zeigten eine radikal neue Formensprache, anders als alle anderen. Fließend, kinetisch wurde sie genannt. Hadid reichte Entwürfe zu Wettbewerben ein, gewann aber lange nicht. Ihre Ideen wurden viel beachtet, mit Preisen ausgezeichnet und in Ausstellungen gezeigt. Dennoch blieb es oft bei Gedankenspielen, bei Renderings und Modellen; ob bei „The Peak“ in Hong Kong (1983), dem Kurfürstendamm-Projekt in Berlin (1986) oder dem Cardiff Bay Opera House in Wales (1994).
Zaha Hadid wurde 1950 in Bagdad geboren. Mit 22 begann sie ihr Architekturstudium an der Architectural Association School of Architecture in London. Sieben Jahre später, 1979, eröffnete sie ihr eigenes Architekturbüro in London. Doch es dauerte viele Jahre, bis sie wirklich bauen konnte.
Ihre Entwürfe zeigten eine radikal neue Formensprache, anders als alle anderen. Fließend, kinetisch wurde sie genannt. Hadid reichte Entwürfe zu Wettbewerben ein, gewann aber lange nicht. Ihre Ideen wurden viel beachtet, mit Preisen ausgezeichnet und in Ausstellungen gezeigt. Dennoch blieb es oft bei Gedankenspielen, bei Renderings und Modellen; ob bei „The Peak“ in Hong Kong (1983), dem Kurfürstendamm-Projekt in Berlin (1986) oder dem Cardiff Bay Opera House in Wales (1994).
Werksfeuerwehr, Vitra Campus, Weil am Rhein
Zaha Hadid, die erfolgreichste Architektin, die beinahe ungebaut geblieben wäre. Erst das Feuerwehrhaus auf dem Vitra-Gelände in Weil am Rhein war 1993 ihr Durchbruch.
Zaha Hadid, die erfolgreichste Architektin, die beinahe ungebaut geblieben wäre. Erst das Feuerwehrhaus auf dem Vitra-Gelände in Weil am Rhein war 1993 ihr Durchbruch.
Learning and Library Center der Wirtschaftsuniversität Wien
2004 gewann Hadid als erste Frau den Pritzker-Preis (auch als „Nobelpreis der Architektur” bezeichnet). Sie sagte: „(…) der Preis ist die Bestätigung, dass meine Arbeit keine Phantasterei war. Was vor 20 Jahren als extreme Idee galt, ist heute umsetzbar.”
Hadid wurde mit vielen weiteren Preisen ausgezeichnet, gleich zweimal gewann sie den RIBA Stirling Prize, den wichtigsten Architekturpreis Großbritanniens.
Zudem lehrte sie unter anderem an der Harvard University, der Columbia University und in Yale.
2004 gewann Hadid als erste Frau den Pritzker-Preis (auch als „Nobelpreis der Architektur” bezeichnet). Sie sagte: „(…) der Preis ist die Bestätigung, dass meine Arbeit keine Phantasterei war. Was vor 20 Jahren als extreme Idee galt, ist heute umsetzbar.”
Hadid wurde mit vielen weiteren Preisen ausgezeichnet, gleich zweimal gewann sie den RIBA Stirling Prize, den wichtigsten Architekturpreis Großbritanniens.
Zudem lehrte sie unter anderem an der Harvard University, der Columbia University und in Yale.
Learning and Library Center der Wirtschaftsuniversität Wien
Ihr Entwurf eines Stadiums für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 wurde letzten Sommer einkassiert, vor allem wegen viel zu hoher Kosten, so die New York Times. Noch vor der Umsetzung steht etwa ein Apartmenthaus, das sich entlang des High Line Parks im New Yorker Stadtteil Chelsea reihen soll.
„Sie war wirklich eine Pionierin der Architektur“, formuliert es die Pritzker Architecture Prize-Stiftung in einer Pressemitteilung. „Zaha Hadid wird uns für immer im Gedächtnis bleiben, wegen ihres Talents, ihrer Kreativität, ihrer Leidenschaft, ihrer Loyalität und ihrer Freundschaft.“
Ihr Entwurf eines Stadiums für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 wurde letzten Sommer einkassiert, vor allem wegen viel zu hoher Kosten, so die New York Times. Noch vor der Umsetzung steht etwa ein Apartmenthaus, das sich entlang des High Line Parks im New Yorker Stadtteil Chelsea reihen soll.
„Sie war wirklich eine Pionierin der Architektur“, formuliert es die Pritzker Architecture Prize-Stiftung in einer Pressemitteilung. „Zaha Hadid wird uns für immer im Gedächtnis bleiben, wegen ihres Talents, ihrer Kreativität, ihrer Leidenschaft, ihrer Loyalität und ihrer Freundschaft.“
Pierresvives, Montpellier, Frankreich
Details zur Trauerfeier werden auf Zaha Hadids Website veröffentlicht werden.
Details zur Trauerfeier werden auf Zaha Hadids Website veröffentlicht werden.












