Gelungener Einbau: Helle Zwischenetage vergrößert ein Kinderzimmer
Cleveres Raumkonzept: Indem eine neue Empore die komplette Deckenhöhe ausnutzt, entsteht ein Kinderzimmer mit genug Platz für zwei
Als sich bei der Familie das zweite Kind ankündigte, war die Freude groß. Es gab nur ein Problem: Ihre Wohnung war eigentlich zu klein – unmöglich, ein drittes Zimmer abzuzwacken. Unmöglich? Nicht doch! Zunächst wurden die Räume getauscht. Die Eltern würden künftig das kleinere Schlafzimmer bewohnen, und der ältere Sohn würde sich mit seinem kleinen Bruder bald das zweite, größere teilen. Für die Gestaltung wandten sich die Eltern an das Team von Atelier NMA, das mit einer individuellen Lösung aufwartete: einer Zwischenetage, dank maßgefertigter Absturzsicherung 100 Prozent kindersicher. Mit diesem gemütlichen und zugleich funktionalen Einbau haben die Architektinnen den vorhandenen Platz optimal ausgenutzt. Wir wagen den Aufstieg in luftige Höhen!
Auf einen Blick
Hier spielen: zwei Brüder
Auf: 14 Quadratmeter Raumgröße plus 7 Quadratmeter Zwischengeschoss
Budget: 9 000 Euro (inkl. Steuern)
Experten: Atelier NMA, Nicola Mameli und Laurie Chaplain
Fotos: MOREthanIMAGES
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Hier spielen: zwei Brüder
Auf: 14 Quadratmeter Raumgröße plus 7 Quadratmeter Zwischengeschoss
Budget: 9 000 Euro (inkl. Steuern)
Experten: Atelier NMA, Nicola Mameli und Laurie Chaplain
Fotos: MOREthanIMAGES
Um für die beiden Jungen ein ebenso praktisches wie schönes Kinderzimmer zu schaffen, haben die Architektinnen sich ganz auf die Vertikale konzentriert. Die Grundidee war, eine Art Raum im Raum zu schaffen. „Für die Planung des neuen Raumkonzepts haben wir zwei Monate gebraucht. Anschließend wurde die Zwischenetage von einem Möbeltischler aus Italien maßgefertigt, so dass die eigentliche Montage vor Ort dann nur einen Tag gedauert hat“, sagt Nicola Mameli.
Die Herausforderung bestand darin, ausreichend Stauraum, Schränke und später zwei Betten unterzubringen, ohne den Raum zu sehr vollzustellen. Angesichts der drei Meter hohen Decken lag es quasi auf der Hand, eine Zwischenetage einzuziehen, wobei die größte Schwierigkeit darin bestand, „die richtige Höhe zu finden, damit darunter noch genug Kopffreiheit bleibt und man sich nicht eingeengt fühlt.“
Die neue Zwischenetage fügt sich harmonisch in die Architektur ein: Sie setzt den Stuck geschickt in Szene und vergrößert die Wohnfläche, ohne klobig zu wirken.
Als Verkleidung und Absturzsicherung entwarfen die Architektinnen für die Längsseite ein Geländersystem aus Stahlseilen, das sich dezent in den Raum integriert und die Tragkonstruktion kaschiert. Aufgelockert wird das Ganze durch ein rotes Seil, das sich im Zickzack durch das Geländer zieht. „Als Absturzsicherung hätten wir auch ein flexibles Seilnetz verwenden können. Aber diese Netze geben mit der Zeit oft nach, was dann doch gefährlich werden kann. Daher haben wir zusammen mit dem Handwerker unseres Vertrauens diese robustere Lösung aus stählernen Hohlrohren entwickelt, die mit Kordel ummantelt sind.“
Als Verkleidung und Absturzsicherung entwarfen die Architektinnen für die Längsseite ein Geländersystem aus Stahlseilen, das sich dezent in den Raum integriert und die Tragkonstruktion kaschiert. Aufgelockert wird das Ganze durch ein rotes Seil, das sich im Zickzack durch das Geländer zieht. „Als Absturzsicherung hätten wir auch ein flexibles Seilnetz verwenden können. Aber diese Netze geben mit der Zeit oft nach, was dann doch gefährlich werden kann. Daher haben wir zusammen mit dem Handwerker unseres Vertrauens diese robustere Lösung aus stählernen Hohlrohren entwickelt, die mit Kordel ummantelt sind.“
Die Architektinnen führten das Geländer bis zum Boden fort, um der Zwischenetage eine Art gestalterischen Rahmen zu verleihen. So wird der eher länglich geschnittene Raum optisch strukturiert, wirkt aber weiterhin offen.
Eine spielerische und zugleich praktische Lösung: Treppenstufen, die dank integrierter Schubladen viel Stauraum bieten. Die Treppe besteht aus matt lackiertem MDF mit Trittstufen in Eschenfurnier.
Viel Wert legten die beiden Planerinnen auf eine kindgerechte, verspielte Umsetzung: „Die Idee war, aus dem Raum eine Wohneinheit im Miniaturformat zu machen – mit allem, was dazu gehört: Eingangsbereich, Treppe und Fenster. So haben die Kinder ihr eigenes kleines Häuschen“, so Mameli abschließend.
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