Houzzbesuch: Eine ehemalige Bibeldruckerei wird trendy
Keine halben Sachen: Die Eigentümer dieses Lofts trennten sich erst von allem Mobiliar – und ließen dann der Interior Designerin freie Hand!
In den letzten zehn Jahren hat sich der Stadtteil Dalston im Nordosten Londons sehr verändert. Als die jetzigen Eigentümer ihr Haus vor gut zehn Jahren kauften, galt die Gegend zwar bereits als cool, aber an all die trendigen Bars, Restaurants und Hipster, die heute die Straßen bevölkern, war noch nicht zu denken.
Doch während sich die Nachbarschaft des ehemaligen Fabrikgebäudes aus dem 19. Jahrhundert im Laufe der Zeit komplett wandelte, veränderte sich im Haus selbst so gut wie gar nicht. „In den Neunzigern wurde die ehemalige Fabrik in ein Wohnhaus umgewandelt, und die Eigentümer hatten seit ihrem Einzug damals fast nichts mehr daran gemacht“, erzählt Interior Designerin Michelle Chaplin. „Sie hatten einfach immer soviel zu tun, dass sie keine Zeit hatten, sich über die Einrichtung Gedanken zu machen.“ Genau dieser aktive Lebensstil gab dann auch den Anstoß für die neue Einrichtung: Die Eigentümer wünschten sich ein Zuhause, in dem sie entspannen und zur Ruhe kommen können. Und da das Paar definitiv keine halben Sachen macht, zogen sie kurzerhand vorübergehend aus, trennten sich von ihrem gesamten Mobiliar und gaben Michelle Chaplin zwölf Wochen Zeit, um das Gebäude in ein Zuhause „mit Wow-Faktor“ zu verwandeln.
Chaplin nutzte die Zeit, um das gesamte Haus auf Vordermann zu bringen, mit viel Liebe zum Detail auch Treppen erneuern und Balken freilegen zu lassen. Die Eigentümer bewiesen sich dabei als wahre Traumkunden: „Sie ließen mir völlig freie Hand. Ich durfte die gesamte Einrichtung allein auswählen, bis hin zu Geschirrtüchern und Essbesteck“, erinnert sie sich. „Sie haben mir voll und ganz vertraut. Das war toll.“ Und da das Paar in die Umgestaltung selbst nicht involviert war, konnten sich die beiden auf eine große Überraschung freuen. „Glücklicherweise waren sie mit dem Ergebnis sehr glücklich. Wir haben bis vier Uhr morgens gefeiert“, so sich Chaplin.
Hier wohnt: ein berufstätiges Paar
In: Dalston, London, Großbritannien
Größe: zwei Schlafzimmer, zwei Badezimmer
Budget: 140 000 Pfund (etwa 177 600 Euro)
Besonderheit: Das Gebäude von 1850 war früher einmal eine Bibeldruckerei
Doch während sich die Nachbarschaft des ehemaligen Fabrikgebäudes aus dem 19. Jahrhundert im Laufe der Zeit komplett wandelte, veränderte sich im Haus selbst so gut wie gar nicht. „In den Neunzigern wurde die ehemalige Fabrik in ein Wohnhaus umgewandelt, und die Eigentümer hatten seit ihrem Einzug damals fast nichts mehr daran gemacht“, erzählt Interior Designerin Michelle Chaplin. „Sie hatten einfach immer soviel zu tun, dass sie keine Zeit hatten, sich über die Einrichtung Gedanken zu machen.“ Genau dieser aktive Lebensstil gab dann auch den Anstoß für die neue Einrichtung: Die Eigentümer wünschten sich ein Zuhause, in dem sie entspannen und zur Ruhe kommen können. Und da das Paar definitiv keine halben Sachen macht, zogen sie kurzerhand vorübergehend aus, trennten sich von ihrem gesamten Mobiliar und gaben Michelle Chaplin zwölf Wochen Zeit, um das Gebäude in ein Zuhause „mit Wow-Faktor“ zu verwandeln.
Chaplin nutzte die Zeit, um das gesamte Haus auf Vordermann zu bringen, mit viel Liebe zum Detail auch Treppen erneuern und Balken freilegen zu lassen. Die Eigentümer bewiesen sich dabei als wahre Traumkunden: „Sie ließen mir völlig freie Hand. Ich durfte die gesamte Einrichtung allein auswählen, bis hin zu Geschirrtüchern und Essbesteck“, erinnert sie sich. „Sie haben mir voll und ganz vertraut. Das war toll.“ Und da das Paar in die Umgestaltung selbst nicht involviert war, konnten sich die beiden auf eine große Überraschung freuen. „Glücklicherweise waren sie mit dem Ergebnis sehr glücklich. Wir haben bis vier Uhr morgens gefeiert“, so sich Chaplin.
Hier wohnt: ein berufstätiges Paar
In: Dalston, London, Großbritannien
Größe: zwei Schlafzimmer, zwei Badezimmer
Budget: 140 000 Pfund (etwa 177 600 Euro)
Besonderheit: Das Gebäude von 1850 war früher einmal eine Bibeldruckerei
In dem geschlossenen, frei schwebenden Regal unter dem Fernseher verstecken sich ein digitaler Videorekorder und andere technische Geräte. Die Kabel sind unsichtbar in der Wand verlegt.
Sessel: „59th Street“, Content By Conran, bezogen mit Stoff von Designers Guild; XXL-Leuchte: „Go Modern“ Bonaldo, Medien-Regal: Kemp; Tablett: „Kaleido“, Hay
Sessel: „59th Street“, Content By Conran, bezogen mit Stoff von Designers Guild; XXL-Leuchte: „Go Modern“ Bonaldo, Medien-Regal: Kemp; Tablett: „Kaleido“, Hay
Die Wand zwischen der vormals „hässlichen, schmalen Küche“ und dem Wohnzimmer wurde entfernt. So entstand ein lichtdurchfluteter, loftartiger Raum. Der Tisch aus aufgearbeitetem Altholz wurde mit Stühlen aus verzinktem Stahl kombiniert, die den pragmatischen Look unterstreichen.
Tisch: Metro Retro; Stühle: Tolix
Tisch: Metro Retro; Stühle: Tolix
Der Entwurf für die Küche stammt von Chaplin, gebaut wurde sie von Chantel Elshout. Die grauen Schränke fügen sich nahtlos in den Rest des Raums ein. „Die Kunden wollten nicht, dass die Küche gegenüber dem Wohnbereich zu dominant wird“, erklärt sie.
Küchenschränke: Chantel Elshout; Küchengeräte: Siemens
Küchenschränke: Chantel Elshout; Küchengeräte: Siemens
Die Arbeitsplatte aus einem Verbundwerkstoff mit Betonoptik scheint über den anthrazit laminierten Küchenschränken zu schweben…
Allein der Neon-Schriftzug mit dem Motto der Dubliner Fußballmannschaft, „Up the Kingdom“, war ein expliziter Wunsch des Eigentümers. „Seine Frau war anfangs weniger begeistert, aber heute liebt sie es. Ich finde, in dieser Schriftart funktioniert es prima.“
Retro-Glühlampen: Heal’s; Neon-Schriftzug: Kemp
Mehr Wohnideen mit Neonröhren und Neon-Schriftzügen >>>
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Die Treppe aus sogenannten „Tränenplatten“ (auch als Riffel-, Warzen- oder Noppenbleche bezeichnet) war ein kleines gestalterisches Wagnis, aber heute gehört sie zu den Lieblingselementen der Eigentümer. „Beim Aufbau sagte einer der Treppenbauer zu mir: „Sie wissen aber schon, dass die eigentlich für Draußen sind, Schätzchen?“, lacht Chaplin.
Das lichtdurchflutete Mezzanin ist der perfekte Raum für einen Arbeitsplatz. Hier kann man besonders gut die Gebäudestruktur des aus dem 19. Jahrhundert stammenden Hauses erkennen.
Schreibtisch: Sonderanfertigung, Mülleimer: „Wire Basket“, Ferm Living
Schreibtisch: Sonderanfertigung, Mülleimer: „Wire Basket“, Ferm Living
Von hier oben hat man auch einen schönen Blick auf den alten Holzfußboden. Er sieht aus wie Eiche, ist aber aus Kiefer. „Ich ließ professionelle Bodenleger kommen, die den Kiefer-Dielen mit Industriemaschinen zu Leibe rückten und sie komplett abschliffen. Anschließend habe ich sie gebeizt“, erklärt Chaplin.
Rechts neben dem Original-Stahlträger, der während des Umbaus freigelegt wurde, führt ein Flur zu den Schlafzimmern. Die Treppe ließ Chaplin komplett überarbeiten; die alten Handläufe tauschte sie gegen ein Glasgeländer aus. Sanfte LED-Spots beleuchten den Weg nach oben, wo sich das Wohnzimmer befindet.
Glas-Geländer: Railing London
Glas-Geländer: Railing London
In einem der Schlafzimmer kreierte Chaplin mit der Tapete „Brooklyn Tin Tiles 05“ des Pariser Stores Merci einen rauen Industrial-Look, der von den samtigen mintgrünen Kissen etwas abgemildert wird.
„Im Gästezimmer nebenan gibt es einen kleinen Balkon mit Blick in den Innenhof“, erzählt Chaplin. „Das ist so ein friedlicher Ort. Man mag kaum glauben, dass gleich um die Ecke die Hauptstraße von Dalston verläuft.“
„Im Gästezimmer nebenan gibt es einen kleinen Balkon mit Blick in den Innenhof“, erzählt Chaplin. „Das ist so ein friedlicher Ort. Man mag kaum glauben, dass gleich um die Ecke die Hauptstraße von Dalston verläuft.“
Im zweiten Schlafzimmer trifft Hotel Chic auf Industrial-Style. Von hier aus hat man einen tollen Blick in den grünen Innenhof. Auch das Mintgrün aus dem Nachbarzimmer findet sich hier wieder und schafft einen frischen Kontrast zur Tapete in Beton-Optik.
Alles in diesem Haus wurde von Chaplin selbst zusammengestellt, so auch dieses Ensemble. Chaplin ist ein großer Fan warmer Metalle wie Messing und Kupfer. Vor der Tapete in Beton-Optik bilden die zarten Blumen und die Tischlampe aus Kupfer einen tollen Kontrast.
Tapete in Beton-Optik: Rockett St George; Leuchte und Beistelltisch: Holly’s House
Tapete in Beton-Optik: Rockett St George; Leuchte und Beistelltisch: Holly’s House
Der freischwebende Waschtisch lässt das relativ kleine Duschbad um einiges größer wirken. „Das Wasser- und Abwassersystem war ziemlich veraltet“, erinnert sich Chaplin „Deshalb war die Renovierung und Einrichtung der Badezimmer eine ganz besondere Herausforderung.“
Fliesen und Waschtisch: Porcelanosa
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In unserer Rubrik „Houzzbesuch“ stellen wir spannende Projekte der Houzz-Experten vor, aber auch originelle Wohnungen von Privatleuten. Ihr Projekt oder Ihr Zuhause passt perfekt? Dann schreiben Sie uns – und schicken Sie am besten ein paar Fotos mit!
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