Houzzbesuch: Kleines Künstleratelier in Paris wird zur Familienwohnung
Nur 40 Quadratmeter groß, dafür voller Familienglück: Diese Maisonette gewinnt durch eklektischen Stil – und die Lage auf dem Montmartre
Hoch oben auf dem Hügel Montmartre im 18. Arrondissement von Paris, nur wenige Schritte vom Place des Abbesses entfernt, hatten Anne-Laure und Yannis, die beide als Artdirektoren arbeiten, ihre neues Wohnglück gefunden – ein ehemaliges Künstleratelier. Kurze Zeit später machte sich schon Töchterchen Clémentine auf den Weg, und so hieß es, das neue Zuhause möglichst kindgerecht zu gestalten. Herausgekommen ist ein farbenfroher Mix aus Secondhand-Elementen und Designerstücken, Eigenkreationen und Accessoires aus aller Welt, etwa aus Japan, Nepal, dem Kongo und der Türkei.
Auf einen Blick
Hier wohnen: Anne-Laure, Yannis und ihre acht Monate alte Tochter Clémentine
Im: 18. Arrondissement von Paris, Frankreich
Auf: 40 Quadratmetern
Fotos: Meero
Auf einen Blick
Hier wohnen: Anne-Laure, Yannis und ihre acht Monate alte Tochter Clémentine
Im: 18. Arrondissement von Paris, Frankreich
Auf: 40 Quadratmetern
Fotos: Meero
Als die beiden die Wohnung bezogen, waren keine größeren Renovierungsarbeiten nötig, lediglich einige Wände mussten sie weißen. Dann hieß es nur noch, die mitgebrachten Möbelstücke und Accessoires so zu arrangieren, dass es sich wie ihr Zuhause anfühlte.
Ihre Einrichtung ist ein Mix aus selbst gestalteten Objekten und Secondhand-Möbeln. „Wir haben beide schon eigene Bilder auf diversen Ausstellungen gezeigt, einige davon hängen jetzt bei uns im Wohnzimmer, in der Küche und im Treppenflur. Yannis entwirft außerdem Möbelstücke, indem er alte Holzteile aufarbeitet und anschließend zusammenbaut. Diese Eigenkreationen haben wir hauptsächlich mit Fünfzigerjahre-Möbelstücken kombiniert, die wir entweder auf Flohmärkten und in Antiquitätenläden gefunden oder aus dem Ausland mitgebracht haben.“
Ihre Einrichtung ist ein Mix aus selbst gestalteten Objekten und Secondhand-Möbeln. „Wir haben beide schon eigene Bilder auf diversen Ausstellungen gezeigt, einige davon hängen jetzt bei uns im Wohnzimmer, in der Küche und im Treppenflur. Yannis entwirft außerdem Möbelstücke, indem er alte Holzteile aufarbeitet und anschließend zusammenbaut. Diese Eigenkreationen haben wir hauptsächlich mit Fünfzigerjahre-Möbelstücken kombiniert, die wir entweder auf Flohmärkten und in Antiquitätenläden gefunden oder aus dem Ausland mitgebracht haben.“
Das große Wohnzimmer mit offener Küche und Essbereich wirkt dank der hohen Decke wunderbar luftig, und durch die riesige Fensterfront gelangt enorm viel Tageslicht in den Raum.
Die Kombination aus Designer-Möbeln und Secondhand-Fundstücken verleiht dem Raum eine fröhliche und gleichzeitig gemütliche Atmosphäre. „Wir lieben Design-Klassiker, vor allem von Firmen wie Vitra oder Knoll, und die Entwürfe von Charlotte Perriand, durchforsten aber auch gern das Internet nach tollen Stücken oder lassen uns in Pariser Einrichtungsgeschäften und auf unseren Reisen inspirieren.“
Teppich: Kattrup, Ikea
Die Kombination aus Designer-Möbeln und Secondhand-Fundstücken verleiht dem Raum eine fröhliche und gleichzeitig gemütliche Atmosphäre. „Wir lieben Design-Klassiker, vor allem von Firmen wie Vitra oder Knoll, und die Entwürfe von Charlotte Perriand, durchforsten aber auch gern das Internet nach tollen Stücken oder lassen uns in Pariser Einrichtungsgeschäften und auf unseren Reisen inspirieren.“
Teppich: Kattrup, Ikea
Den weißen „Eames Plastic Armchair RAR“ von Vitra hat Yannis direkt vor dem Holzofen platziert – der perfekte Ort zum Lesen oder für entspannte Momente mit dem Baby. „Den Schaukelstuhl haben mir meine Freunde zum 29. Geburtstag geschenkt – mein erster Design-Klassiker! Den wollte ich schon immer haben“, erzählt Yannis. Er hat sich hauptsächlich um die Einrichtung ihres neuen Zuhauses gekümmert: „Mein Interesse für Inneneinrichtung entwickelte sich während meines Studiums der angewandten Kunst. Besonders spannend finde ich den Menschen hinter jedem Objekt und die Geschichte, die es erzählt“, erklärt er.
Den Esstisch bekamen die beiden von der Familie eines Freundes aus der Bourgogne geschenkt. Sie kombinierten ihn mit unterschiedlichen Secondhand-Stühlen, die Yannis auf diversen Trödelmärkten fand – darunter drei „Eames Side Chairs“ aus Fiberglas und ein „3103“-Stuhl von Arne Jacobsen (auch als „T“- oder „Hammer Chair“ bekannt).
Das kleine Wandregal über dem Tisch hat Yannis aus aufgearbeitetem Holz selbst gebaut, die amerikanische Flagge fand er kurioserweise in einem Secondhand-Laden in Tokio.
Vase: via Curiosity
Das kleine Wandregal über dem Tisch hat Yannis aus aufgearbeitetem Holz selbst gebaut, die amerikanische Flagge fand er kurioserweise in einem Secondhand-Laden in Tokio.
Vase: via Curiosity
Gegenüber der Essecke befindet sich in einer Nische die kleine offene Küche; die häufig genutzt wird. Anne-Laure hat letztes Jahr sogar eine Ausbildung zur Konditorin abgeschlossen – dementsprechend bäckt sie auch leidenschaftlich gern Süßes. „Ich arbeite als Artdirektorin bei der Pâtisserie Michel et Augustin. Als man mir dort anbot, eine Ausbildung zur Konditorin zu machen, habe ich sofort ja gesagt. Meinen Abschluss habe ich gemacht, als ich bereits im sechsten Monat schwanger war. Das war eine großartige Erfahrung. Seitdem backe ich leidenschaftlich gern, vor allem Zitronentarte – mein Lieblingskuchen.“
Verbandskasten: via Merci
Verbandskasten: via Merci
In der Schrankwand, die das Paar übernommen hat, ist genügend Platz für Anne-Laures große Comic-Sammlung. Im Sitzbereich hat das Paar unterschiedliche Möbel miteinander kombiniert – hier steht ein Secondhand-Armlehnstuhl aus Skandinavien zusammen mit einem beigefarbenen Sofa und dem Schaukelstuhl von Vitra. Kissen aus Japan, Nepal und der Türkei schaffen eine bunte Vielfalt und viel Gemütlichkeit.
Sofa: Ikea; Couchtisch: Habitat; Kerzenständer aus Marmor: Maison Nordik; Keramikvase auf dem Couchtisch: Aurélie Dorard
Sofa: Ikea; Couchtisch: Habitat; Kerzenständer aus Marmor: Maison Nordik; Keramikvase auf dem Couchtisch: Aurélie Dorard
Das Fünfzigerjahre-Regal fanden die beiden in einem Pariser Antiquitätenläden in der Rue Condorcet. Jetzt bewahrt das Paar darin Geschirr, Reisemitbringsel und alle möglichen anderen Dinge auf.
Damit auch Töchterchen Clémentine einen eigenen Bereich hat, haben Anne-Laure und Yannis auf ihren Arbeitsbereich verzichtet, den sie sich zunächst in dieser Ecke eingerichtet hatten. „Obwohl die Wohnung ziemlich klein ist, ist es uns gelungen, getrennte Schlafbereich zu schaffen. Ein Vorhang aus sehr dickem Stoff grenzt Clémentines Bereich vom Rest der Wohnung ab. So hat sie es in ihrem schlichten und gleichzeitig praktischen Kinderzimmer schön gemütlich.“
Elchkopf und Girlande: Urban Outfitters; Typografie-Poster: Paul Smith
Elchkopf und Girlande: Urban Outfitters; Typografie-Poster: Paul Smith
In dem kleinen Treppenhaus, über das man in den oberen Schlafbereich gelangt, haben Anne-Laure und Yannis einige ihrer Bilder mit Kunstwerken anderer Künstler kombiniert – eine einzigartige und unkonventionelle Mischung.
Für den gemütlichen Schlafbereich auf der Galerie wählte das Paar vor allem Beigetöne. Das Kopfteil aus weißem Leinen ist ein schöner Kontrast zur Wand. Leuchte und Nachttisch sind, wie die meisten Gegenstände im Raum, secondhand. Den indigofarbenen Vorhang haben die beiden aus dem Kongo mitgebracht.
Beim „Kleiderschrank“ entschied sich das Paar für die offene Variante. „Aus Platzgründen haben wir einfach alles direkt an die Wand gehängt.“
Trotz Platzmagel ist in dieser Wohnung alles untergebracht, was die drei zum Leben brauchen. Und sollte es doch zu eng werden, bietet das bunte 18. Arrondissement zahlreiche Plätze, an denen die kleine Familie das Pariser Leben in vollen Zügen genießen kann.
Klein & fein: Houzzbesuche in Wohnungen und Häusern mit wenig Platz, aber viel Stil >>>
In unserer Rubrik „Houzzbesuch“ stellen wir spannende Projekte der Houzz-Experten vor, aber auch originelle Wohnungen von Privatleuten. Ihr Projekt oder Ihr Zuhause passt perfekt? Dann schreiben Sie uns – und schicken Sie am besten ein paar Fotos mit!
Trotz Platzmagel ist in dieser Wohnung alles untergebracht, was die drei zum Leben brauchen. Und sollte es doch zu eng werden, bietet das bunte 18. Arrondissement zahlreiche Plätze, an denen die kleine Familie das Pariser Leben in vollen Zügen genießen kann.
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Die Avenue Junot ist eine halbrunde Sackgasse, in der es neben einem Boule-Club sogar eine Bienenzucht und eine kleine Hühnerfarm gibt. Kein Wunder, dass man sich hier wie auf dem Land fühlt! „Gleich um die Ecke befindet sich die Rue Lepic, und zum Place des Abbesses sind es zu Fuß nur fünf Minuten. Hier ist immer etwas los. Wir lieben es, durch die hübsche Gasse Villa Léandre zu schlendern, die von kleinen Einfamilienhäusern nach englischem Vorbild gesäumt wird, aber oft verschlägt es uns auch in die Rue des Martyrs, auf den Place des Tertres oder den Vorplatz von Sacré-Cœur.“