Natürliche Schädlingsbekämpfung: 5 Nützlinge für den Garten
Juhuu, es krabbelt! Über einige Insekten und Kleintiere können Sie sich wirklich freuen – denn sie helfen Ihnen, auf Chemie zu verzichten
Ökologisches Gärtnern ist seit Jahren ein großes Thema. Dabei muss es nicht gleich der voll ökologische Biogarten sein, der vielen Bedingungen unterliegt (und mindestens so viel, wenn nicht noch mehr Arbeit macht als ein „normaler“ Garten…). Aber es gibt eine Menge natürlicher Helfer, die gerne in jedem Garten leben, und die man als Gärtner unterstützen oder ansiedeln kann. Zu diesen Helfern zählen zum Beispiel Marienkäfer, der Maulwurf, Schlupfwespen, Ohrwürmer oder Nematoden. Sie werden auch Nützlinge genannt. Erfahren Sie hier, wie Sie Nützlinge als biologische Schädlingsbekämpfer in Ihrem Garten einsetzen können – und biologischen Pflanzenschutz statt Insektiziden und Pestiziden einsetzen.
Marienkäferlarven (z.B. Adalia Bipunctata) können im Fachhandel bestellt werden und werden auf Papierstreifen oder in Papiertütchen geliefert, die man mit Wäscheklammern in die befallen Pflanzen hängt. Nach 2 bis 3 Tagen können die Träger entfernt werden; die Larven sind jetzt auf die Pflanzen geklettert. Je nach Befall kann die Ausbringung alle zwei bis vier Wochen wiederholt werden.
Marienkäfer können gegen Blattläuse, Schildläuse, Woll-/Schmierläuse, Wollschildläuse und die weiße Fliege eingesetzt werden. Ein toller Nebeneffekt: weniger Läuse, weniger Ameisen – denn die Ameisen melken die Läuse und ernähren sich unter anderem von ihrer Milch.
Marienkäfer können gegen Blattläuse, Schildläuse, Woll-/Schmierläuse, Wollschildläuse und die weiße Fliege eingesetzt werden. Ein toller Nebeneffekt: weniger Läuse, weniger Ameisen – denn die Ameisen melken die Läuse und ernähren sich unter anderem von ihrer Milch.
2. Raub-, Flor- und Schwebfliegen
Eine große Gruppe der Nützlinge bilden auch die Raubfliegen, die Florfliege, die Schlupfwespen oder auch die gelb-schwarz gestreiften Schwebfliegen, die jedes Kind kennt, weil sie im Gegensatz zur Wespe nicht stechen, sondern zart und harmlos herumschweben.
Die Larve der Florfliege etwa kann 500 bis 700 Blattläuse verputzen, bevor sie sich verpuppt. Gleiches gilt für die Larven der Florfliege – die Eiablage erfolgt sogar gezielt in der Nähe von Blattlauskolonien! Schlupfwespen wiederum legen die Eier direkt in die Larven ihrer Beute…
Raubfliegen halten sich gerne in Insektenhotels auf, die Sie ganz leicht selbst bauen können und die gleichzeitig dekorativ Ihren Garten verschönern.
Eine große Gruppe der Nützlinge bilden auch die Raubfliegen, die Florfliege, die Schlupfwespen oder auch die gelb-schwarz gestreiften Schwebfliegen, die jedes Kind kennt, weil sie im Gegensatz zur Wespe nicht stechen, sondern zart und harmlos herumschweben.
Die Larve der Florfliege etwa kann 500 bis 700 Blattläuse verputzen, bevor sie sich verpuppt. Gleiches gilt für die Larven der Florfliege – die Eiablage erfolgt sogar gezielt in der Nähe von Blattlauskolonien! Schlupfwespen wiederum legen die Eier direkt in die Larven ihrer Beute…
Raubfliegen halten sich gerne in Insektenhotels auf, die Sie ganz leicht selbst bauen können und die gleichzeitig dekorativ Ihren Garten verschönern.
3. Ohrwürmer
Auch gemeine Ohrwürmer (Forficula auricularia) zählen zu den großen Feinden der Blattlaus. Besonders in Obstbäumen und stabilem Geäst bietet sich eine selbstgebaute Nistglocke oder auch Insektenhotel als preiswertes
Ungeziefervernichtungsmittel an.
Eine aufwendigere Variante eines Insektenhotels sehen Sie im Bild, eine einfache Variante, die sich gut gezielt platzieren lässt geht so: Füllen Sie einen Tonübertopf mit Stroh oder Holzwolle und verschließen sie die Öffnung mit einem Drahtgeflecht. Dieser Topf wird nun kopfüber in den befallenen Obstbaum gehängt. Ohrwürmer lieben feucht-warme Umgebungen und werden sich dort schnell ansiedeln. Hängen Sie den Topf aber unbedingt um, sobald die Blattlausplage beseitigt ist, da der Ohrwurm sonst auch an den Fruchtständen friss!
Auch gemeine Ohrwürmer (Forficula auricularia) zählen zu den großen Feinden der Blattlaus. Besonders in Obstbäumen und stabilem Geäst bietet sich eine selbstgebaute Nistglocke oder auch Insektenhotel als preiswertes
Ungeziefervernichtungsmittel an.
Eine aufwendigere Variante eines Insektenhotels sehen Sie im Bild, eine einfache Variante, die sich gut gezielt platzieren lässt geht so: Füllen Sie einen Tonübertopf mit Stroh oder Holzwolle und verschließen sie die Öffnung mit einem Drahtgeflecht. Dieser Topf wird nun kopfüber in den befallenen Obstbaum gehängt. Ohrwürmer lieben feucht-warme Umgebungen und werden sich dort schnell ansiedeln. Hängen Sie den Topf aber unbedingt um, sobald die Blattlausplage beseitigt ist, da der Ohrwurm sonst auch an den Fruchtständen friss!
4. Maulwurf
Vermeintlich ein Feind des Gärtners, aber durchaus nützlich ist der Maulwurf. Sicherlich ist die Aufregung groß, wenn so ein perfekter englischer Rasen eines Tages von einem oder mehreren Maulwurfshügeln durchsetzt ist. Aber die kleinen Tiere haben viele Vorzüge: sie durchlüften den Rasen und verzehren eine große Menge an Larven von Insekten, die der Gärtner so später gar nicht erst bekämpfen muss. Maulwürfe müssen täglich eine Menge Nahrung zu sich nehmen – ungefähr die Hälfte ihres Eigengewichtes (bis 120 Gramm)!
Da die unterschiedlichen Arten des Maulwurfs vom Aussterben bedroht bis sehr bedroht sind, darf der Gärtner dem Maulwurf sowieso nicht zu Leibe rücken, sondern sollte versuchen mit ihm zu leben – und sich an der Aussicht auf weniger Kleingetier im Sommer erfreuen.
Vermeintlich ein Feind des Gärtners, aber durchaus nützlich ist der Maulwurf. Sicherlich ist die Aufregung groß, wenn so ein perfekter englischer Rasen eines Tages von einem oder mehreren Maulwurfshügeln durchsetzt ist. Aber die kleinen Tiere haben viele Vorzüge: sie durchlüften den Rasen und verzehren eine große Menge an Larven von Insekten, die der Gärtner so später gar nicht erst bekämpfen muss. Maulwürfe müssen täglich eine Menge Nahrung zu sich nehmen – ungefähr die Hälfte ihres Eigengewichtes (bis 120 Gramm)!
Da die unterschiedlichen Arten des Maulwurfs vom Aussterben bedroht bis sehr bedroht sind, darf der Gärtner dem Maulwurf sowieso nicht zu Leibe rücken, sondern sollte versuchen mit ihm zu leben – und sich an der Aussicht auf weniger Kleingetier im Sommer erfreuen.
5. Nematoden
Wer es nun noch etwas spezieller mag, kann den Einsatz von Nematoden (Phasmarhabditis hermaphrodita) ausprobieren zum Beispiel gegen Schnecken (Nacktschnecken, Ackerschnecken und Wegschnecken). Nematoden sind kleine, weiße bis durchsichtige Fadenwürmer, die ihre Feinde durchdringen und durch Bakterien zersetzen. Sie sind für Kinder und Tiere ungefährlich.
Spezialisierte Nematoden können im Fachhandel erworben werden. Das begrenzt haltbare Substrat wird in Wasser ausgelöst und angegossen. Die Erde sollte zwei Wochen feucht gehalten werden und die Anwendung regelmäßig wiederholt werden.
Wer es nun noch etwas spezieller mag, kann den Einsatz von Nematoden (Phasmarhabditis hermaphrodita) ausprobieren zum Beispiel gegen Schnecken (Nacktschnecken, Ackerschnecken und Wegschnecken). Nematoden sind kleine, weiße bis durchsichtige Fadenwürmer, die ihre Feinde durchdringen und durch Bakterien zersetzen. Sie sind für Kinder und Tiere ungefährlich.
Spezialisierte Nematoden können im Fachhandel erworben werden. Das begrenzt haltbare Substrat wird in Wasser ausgelöst und angegossen. Die Erde sollte zwei Wochen feucht gehalten werden und die Anwendung regelmäßig wiederholt werden.
Was muss man beachten?
Die Anwendung aller Nützlinge erfolgt ab beständigen Plusgraden beziehungsweise bei Befall der Pflanzen; eine regelmäßige Anwendung erhöht den Erfolg. Eine Lagerung von Nützlingen ist nicht möglich; viele Anbieter versenden daher zum Beispiel kleinere Portionen in gewissem Abstand, um die beste Abdeckung zu erreichen.
Tipp: Das Julius-Kühn-Institut (Bundesforschungsanstalt für Kulturpflanzen) hat ein Faltblatt mit allen kommerziell erhältlichen Nützlingen samt den jeweiligen Bezugsquellen herausgebracht (als kostenloses PDF).
Sie können auch die natürliche Ansiedlung fördern: Verzichten Sie auf Insektizide, insbesondere im Frühjahr und Frühsommer. Pflanzen Sie einheimische Sträucher und Blumen. Und lassen Sie unter Mulchschichten, mit Insektenhotels oder alten Ziegeln Nistplätze entstehen
Mehr: So machen Sie Ihren Garten für Schmetterlinge attraktiv >>>
Welche Nützlinge holen Sie sich in den Garten – und wie? Teilen Sie Ihre Tipps mit uns in den Kommentaren!
Die Anwendung aller Nützlinge erfolgt ab beständigen Plusgraden beziehungsweise bei Befall der Pflanzen; eine regelmäßige Anwendung erhöht den Erfolg. Eine Lagerung von Nützlingen ist nicht möglich; viele Anbieter versenden daher zum Beispiel kleinere Portionen in gewissem Abstand, um die beste Abdeckung zu erreichen.
Tipp: Das Julius-Kühn-Institut (Bundesforschungsanstalt für Kulturpflanzen) hat ein Faltblatt mit allen kommerziell erhältlichen Nützlingen samt den jeweiligen Bezugsquellen herausgebracht (als kostenloses PDF).
Sie können auch die natürliche Ansiedlung fördern: Verzichten Sie auf Insektizide, insbesondere im Frühjahr und Frühsommer. Pflanzen Sie einheimische Sträucher und Blumen. Und lassen Sie unter Mulchschichten, mit Insektenhotels oder alten Ziegeln Nistplätze entstehen
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Bei Groß und Klein gern gesehene Gäste im Garten sind Marienkäfer (Coccinellidae). Doch sie sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern können auch die sommerliche Blattlausplage auf natürliche Weise bekämpfen. Der bekannteste Marienkäfer ist der Siebenpunkt. In unseren Wiesen und Gärten leben aber bis zu 80 Arten, die nach der Anzahl ihrer Punkte benannt werden, wie zum Beispiel der Zweipunkt oder der schwarz-gelbe 22-Punkt.
Der Siebenpunkt legt rund 800 Eier, aus denen nach einer Woche blau-graue Larven schlüpfen, die sofort beginnen Blattläuse zu fressen. Bis eine Larve groß genug ist, um sich zu verpuppen vergehen 3-6 Wochen. In dieser Zeit frisst sie ca. 600 Blattläuse! Auch der nach weiteren zwei Wochen schlüpfende Käfer ernährt sich wiederum von Blattläusen, bis zu 150 pro Tag. Alles in allem ein hübscher und nützlicher Gartenfreund!