Pultdach, Walmdach oder Mansarddach? 8 Dachformen kurz erklärt
Es gibt die unterschiedlichsten Dächer – vom Flachdach bis zum Krüppelwalmdach. Lernen Sie mit uns ihre konstruktiven Besonderheiten kennen
Jedes Haus braucht ein Dach. Es schützt vor Regen und Sonne, Schnee und Wind. Wie es das macht, hängt von seiner Form ab. Hier gibt es eine große Vielfalt, die allenfalls durch die örtlichen Bauvorschriften eingeschränkt wird. Wer die Wahl hat, verliert aber leicht den Überblick. Wir stellen acht weit verbreitete Dachformen vor.
Merkmale eines Flachdachs:
- optimale Dachneigung 3 bis 5 Prozent
- Abdichtung mit Bitumen-, Kunststoff- oder Elastomerbahnen
- anfällig für Feuchteschäden durch stehendes Wasser
2. Pultdach
Das Pultdach besteht aus einer einzigen schräg ansteigenden Dachfläche. Früher wurde es in Europa hauptsächlich als Dach über Anbauten, Erkern oder Seitenschiffen von Sakralbauten verwendet. Heute werden Pultdächer gerne über Garagen oder Produktions- und Lagerstätten gebaut. Architektonisch lassen sich mit Pultdächern schöne Akzente setzen. Fenster an der hohen Wand sorgen für optimale Helligkeit im gesamten Raum. Üblicherweise ist die Schräge zur Wetterseite hin geneigt. Gerne wird das Pultdach in Verbindung mit Solar- und Photovoltaikanlagen genutzt. Dann ist die Schrägseite der Sonne zugewandt.
Das Pultdach besteht aus einer einzigen schräg ansteigenden Dachfläche. Früher wurde es in Europa hauptsächlich als Dach über Anbauten, Erkern oder Seitenschiffen von Sakralbauten verwendet. Heute werden Pultdächer gerne über Garagen oder Produktions- und Lagerstätten gebaut. Architektonisch lassen sich mit Pultdächern schöne Akzente setzen. Fenster an der hohen Wand sorgen für optimale Helligkeit im gesamten Raum. Üblicherweise ist die Schräge zur Wetterseite hin geneigt. Gerne wird das Pultdach in Verbindung mit Solar- und Photovoltaikanlagen genutzt. Dann ist die Schrägseite der Sonne zugewandt.
Merkmale eines Pultdachs:
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- nur eine Dachschräge
- meist geringe Neigung
- relativ kostengünstig
- eventuell problematisch bei der Abdichtung am First
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3. Sattel- oder Giebeldach
Das Sattel- oder Giebeldach ist die bei uns am häufigsten vorkommende Dachform. Die beiden Dachflächen bilden ein Dreieck, das seinen höchsten Punkt im Dachfirst hat. Die einfach geometrische Form der Dachflächen ist der Grund für die weite Verbreitung dieser Konstruktionsart: Es handelt sich um zwei rechtwinklige Dachflächen, ohne komplizierte und reparaturanfällige Details. Die Konstruktion lässt verschiedene Dachneigungen zu. In Gegenden mit viel Regen sind spitzwinklige Formen traditionell gebräuchlicher; in den Alpen sollen flachere, aber sehr stabile Formen winterliche Schneemassen auffangen und ein unkontrolliertes Abrutschen verhindern.
Das Sattel- oder Giebeldach ist die bei uns am häufigsten vorkommende Dachform. Die beiden Dachflächen bilden ein Dreieck, das seinen höchsten Punkt im Dachfirst hat. Die einfach geometrische Form der Dachflächen ist der Grund für die weite Verbreitung dieser Konstruktionsart: Es handelt sich um zwei rechtwinklige Dachflächen, ohne komplizierte und reparaturanfällige Details. Die Konstruktion lässt verschiedene Dachneigungen zu. In Gegenden mit viel Regen sind spitzwinklige Formen traditionell gebräuchlicher; in den Alpen sollen flachere, aber sehr stabile Formen winterliche Schneemassen auffangen und ein unkontrolliertes Abrutschen verhindern.
Merkmale eines Sattel- oder Giebeldachs:
- zwei Dachflächen, die im Dachfirst aufeinandertreffen und so ein Dreieck bilden
- relativ einfache Konstruktion
- Dachneigung ist variabel
4. Walmdach
Beim Walmdach gibt es keine Giebel. Stattdessen bestehen alle Seiten aus Dachschrägen, sogenannten Walmen. Damit ist das Haus an allen vier Seiten gleich gut vor der Witterung geschützt. Besonders in heißen, südlichen Gegenden wird das Dach gerne zusätzlich durch einen Überstand weiter heruntergezogen. So entsteht um das Haus eine beschattete Veranda als Aufenthaltsort und zum Schutz der Innenräume vor zu hohen Temperaturen. Das Walmdach gilt als eine der ältesten Dachformen.
Merkmale eines Walmdachs:
Beim Walmdach gibt es keine Giebel. Stattdessen bestehen alle Seiten aus Dachschrägen, sogenannten Walmen. Damit ist das Haus an allen vier Seiten gleich gut vor der Witterung geschützt. Besonders in heißen, südlichen Gegenden wird das Dach gerne zusätzlich durch einen Überstand weiter heruntergezogen. So entsteht um das Haus eine beschattete Veranda als Aufenthaltsort und zum Schutz der Innenräume vor zu hohen Temperaturen. Das Walmdach gilt als eine der ältesten Dachformen.
Merkmale eines Walmdachs:
- keine Giebel
- jede Dachseite schließt mit einer Traufe ab
- kostengünstig
5. Krüppelwalmdach
Das Krüppelwalmdach ist die am häufigsten verwendete Form des Walmdachs. Als Weiterentwicklung des Satteldachs sind hier die Giebelwände im oberen Teil abgewalmt, wie das Abschrägen der Giebelwand genannt wird. Beliebt war diese Dachform etwa bei norddeutschen Gehöften, aber auch bei Schwarzwälder Bauernhäusern. Eben überall dort, wo der Giebel vor rauer Witterung geschützt werden sollte.
Das Krüppelwalmdach ist die am häufigsten verwendete Form des Walmdachs. Als Weiterentwicklung des Satteldachs sind hier die Giebelwände im oberen Teil abgewalmt, wie das Abschrägen der Giebelwand genannt wird. Beliebt war diese Dachform etwa bei norddeutschen Gehöften, aber auch bei Schwarzwälder Bauernhäusern. Eben überall dort, wo der Giebel vor rauer Witterung geschützt werden sollte.
Merkmale eines Krüppelwalmdachs:
- kurze Abschrägungen an den Giebelwänden
- durch die höhere Traufe an beiden Giebelseiten entsteht im Dachgeschoss eine größere Wohnfläche als beim klassischen Walmdach
6. Zeltdach
Nur mit einem quadratischen oder rechteckigen Grundriss des Hauses lässt sich das Zeltdach verwirklichen. Hier entfällt, wie beim Walmdach, der First. Stattdessen treffen sich alle vier Dachflächen im Firstpunkt. Die Dachflächen haben alle die selbe Neigung. Das Zeltdach ist häufig der Abschluss von Türmen. Zweigeschossige Häuser mit einem quadratischen Grundriss und Zeltdach werden umgangssprachlich auch Kaffeemühle genannt – denn mit ihrem Kamin im Firstpunkt ähneln sie alten Kaffeemühlen.
Nur mit einem quadratischen oder rechteckigen Grundriss des Hauses lässt sich das Zeltdach verwirklichen. Hier entfällt, wie beim Walmdach, der First. Stattdessen treffen sich alle vier Dachflächen im Firstpunkt. Die Dachflächen haben alle die selbe Neigung. Das Zeltdach ist häufig der Abschluss von Türmen. Zweigeschossige Häuser mit einem quadratischen Grundriss und Zeltdach werden umgangssprachlich auch Kaffeemühle genannt – denn mit ihrem Kamin im Firstpunkt ähneln sie alten Kaffeemühlen.
Merkmale eines Zeltdachs:
- quadratischer Grundriss
- alle vier Dachflächen haben die gleiche Neigung
- kein Dachfirst
7. Mansarddach
Wer seinen Dachstuhl voll bewohnen möchte, sollte ein Mansarddach bauen. Diese Dachform verbreitete sich im 17. Jahrhundert in weiten Teilen Frankreichs, da durch die gebrochene Dachform mehr Raum im Dachgeschoss entstand. Die Dachschräge zwischen First und Traufe wird zweigeteilt: Der untere Teil ist steiler, der darüber liegende flacher. Damit wird das Dachgeschoss zum Vollgeschoss. Die Konstruktionsweise ist auf Pult-, Sattel-, Zelt-, und Walmdächern anwendbar. Der Name geht übrigens auf François Mansart zurück, einen französischen Baumeister des 17. Jahrhunderts. Tatsächlich hatte schon de Clagny vor ihm die neue Bauweise angewandt.
Wer seinen Dachstuhl voll bewohnen möchte, sollte ein Mansarddach bauen. Diese Dachform verbreitete sich im 17. Jahrhundert in weiten Teilen Frankreichs, da durch die gebrochene Dachform mehr Raum im Dachgeschoss entstand. Die Dachschräge zwischen First und Traufe wird zweigeteilt: Der untere Teil ist steiler, der darüber liegende flacher. Damit wird das Dachgeschoss zum Vollgeschoss. Die Konstruktionsweise ist auf Pult-, Sattel-, Zelt-, und Walmdächern anwendbar. Der Name geht übrigens auf François Mansart zurück, einen französischen Baumeister des 17. Jahrhunderts. Tatsächlich hatte schon de Clagny vor ihm die neue Bauweise angewandt.
Merkmale eines Mansarddachs:
- Knick in der Dachschräge
- Dachgeschoss ist Vollgeschoss
8. Tonnendach
Tonnendächer kommen bei Wohnhäusern eher selten vor. Meist werden sie bei modernen Gewerbe- oder Verwaltungsgebäuden eingesetzt, aber auch für Sport-, Konzert- oder Kunsthallen. Die weiche, halbrunde Form gibt den Gebäuden ihr besonderes Aussehen. Eine weitere Besonderheit: Die Dachhaut besteht fast immer aus Metall, meist Kupfer oder Titanzink.
Tonnendächer kommen bei Wohnhäusern eher selten vor. Meist werden sie bei modernen Gewerbe- oder Verwaltungsgebäuden eingesetzt, aber auch für Sport-, Konzert- oder Kunsthallen. Die weiche, halbrunde Form gibt den Gebäuden ihr besonderes Aussehen. Eine weitere Besonderheit: Die Dachhaut besteht fast immer aus Metall, meist Kupfer oder Titanzink.
Merkmale eines Tonnendachs:
Weiterlesen: 11 Ideen, wie Sie eine Dachschräge gestalten
Und wie wohnt man oben unterm Dach? Einrichtungsideen fürs Dachgeschoss im Houzz-Magazin >>>
- Halbrunde Dachform
- Eindeckung meist aus Metall
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Ein Flachdach ist leicht zu erkennen. Flach, aber im Idealfall mit einer Neigung von drei bis fünf Prozent, damit das Regenwasser abfließen kann. In südlichen, trockenen Gegenden dient das Dach oft als erweiterter Wohn- und Schlafraum; vielerorts werden auf dem Dach etwa auch Früchte getrocknet. In Deutschland gibt es dafür bei gewerblich genutzten Gebäuden häufig die Pflicht zur Dachbegrünung. Damit sollen Ausgleichsflächen für die Versiegelung am Boden geschaffen werden. Doch auch Privatbauten werden heute gerne bepflanzt.