Leben & Alltag
Was Sie schon immer machen wollten und endlich umsetzen sollten
Mit kleinen Veränderungen eine große Wirkung für das Klima und den eigenen Geldbeutel erzielen
Es gibt Projekte, die wir gerne vor uns herschieben. Ausreden dafür sind mangelnde Zeit, noch nicht abgeschlossene Vorbereitungen oder einfach Unlust. Angesichts des Klimawandels werden einige dieser Vorhaben immer bedeutender, für das Klima, die Natur und die gesamte Menschheit. Dabei kann man schon mit kleinen Veränderungen im Verhalten eine große Wirkung erzielen, wie unsere Beispiele zeigen.
Leuchten auf Stromsparlampen umrüsten. Welche Leuchtmittel nutzen Sie? Wäre es nicht längst an der Zeit, auf LED-Leuchten umzustellen? Das spart Strom und die neuen Leuchtmittel strahlen weniger Wärme ab. So müssen Sie auch in warmen Sommernächten nicht gleich die Klimaanlage anwerfen, nur weil Sie es in der Wohnküche schön hell haben möchten.
Eine Zisterne anlegen. Das Regenwasser fließt bei Ihnen noch direkt in die Kanalisation? Dafür ist es zu kostbar. Und belastet zudem bei Starkregen das öffentliche Abwassersystem. Sammeln Sie das Regenwasser lieber in einer Zisterne oder einem oberirdischen Auffangbecken. Gartenprofis beraten Sie gerne, was für Ihren Garten die beste Lösung ist.
Regenwasser und Grauwasser nutzen. Fast die Hälfte des verbrauchten Trinkwassers in durchschnittlichen Haushalten wird für Toilettenspülung, Waschmaschine und Gartenbewässerung genutzt. Hier lohnt es sich, Regenwasser und Grauwasser, also gebrauchtes Wasser vom Duschen oder Wäschewaschen, zu filtern und dann noch einmal in Haus oder Garten zu verwenden. Um nicht mit dem Trinkwasser in Kontakt zu kommen, muss es allerdings eine separate Wasserleitung hierfür geben. Engagieren Sie dafür Profis. Die einmalige Investition in eine Regen- oder Grauwassernutzungsanlage zahlt sich schon allein durch den reduzierten Verbrauch von Trinkwasser und weniger Abwasser aus.
Den Garten entsiegeln. Sieht Ihr (Vor-)Garten auch noch wie ein gepflegter Steinbruch aus? Einzig die Regendurchlässigkeit von Schotter oder Kies kann heute noch als Ausrede für diese Art der Gartengestaltung dienen. Immerhin besser als betonierte oder asphaltierte Stellplätze. Lassen Sie mit ein paar blühenden Büschen und Gräsern Leben in Ihren (Vor-)Garten. Nicht nur Bienen und Vögel werden es Ihnen danken, auch das Mikroklima um Ihr Haus wird sich dadurch verbessern.
Den Balkon bepflanzen. Balkone sind ein Plus für jede Wohnung. Schade nur, dass es nicht auf allen grünt und blüht. Denn selbst wenige Pflanzen auf kleinen Balkonen tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Die Pflanzen sorgen durch ihren Stoffwechsel für bessere und kühlere Luft, dämmen den Lärm und sind eine Nahrungsquelle für Insekten und Vögel – und auch für den Menschen. Denn auf Balkonen gedeihen je nach Lage Blumen ebenso wie Gemüse oder Kräuter.
Einen Baum pflanzen. Ein Baum filtert Schadstoffe aus der Luft, spendet Schatten und sofern es ein Obstbaum ist, ernährt er sogar. Jeder Baum mehr zählt also. Um einen Baum zu pflanzen, braucht es keinen eigenen Garten, auch wenn nicht überall einfach gepflanzt werden darf. Aber es gibt in der Stadt wie auf dem Land verschiedene Initiativen, die sich über tatkräftige Unterstützung oder Spenden für Stadt- oder Waldbäume freuen. Eine ist das Bergwaldprojekt, bei dem in Arbeitseinsätzen Bäume gepflanzt werden. Auch viele Städte bieten Baum- oder Beetpatenschaften. Erkundigen Sie sich einfach bei Ihrer Kommune, ob es ein solches Projekt gibt und wie Sie sich einbringen können.











Die meisten, aber längst nicht alle elektrischen Geräte haben heute einen Ausschalter, konsumieren also tatsächlich keinen Strom, wenn sie nicht angeschaltet sind. Wer sich neue Geräte kauft, sollte definitiv darauf achten, dass diese im ausgeschalteten Zustand nicht mal einen minimalen Stromverbrauch haben. Computer und Fernseher, Wasserkocher oder andere Küchengeräte, selbst die Ladestationen für Smartphone und Co. ziehen auch dann Strom, wenn sie gerade nicht genutzt werden. Also einfach mal den Stecker ziehen. Das schont die Umwelt, den eigenen Geldbeutel und die Raumluft wird nicht unnötig aufgeheizt.