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Miriam Räder
Wenn man in diesem Bereich arbeitet, begrüßt man jede Maßnahme, die die Menschen sensibler und aufmerksamer für das Thema (Cyber- nennt man das noch so in nicht IT-Kreisen?) Sicherheit macht. Aber viel zu sehr wird idR Werbung für „Security Software“ wie Anti-Viren-Programme gemacht und der Focus auf Software gelegt, die der Nutzer unbedingt installieren muss - gern unterstützt von den Firmen, die diese Software herstellen. Sie hat ihren Sinn, ohne Frage. Dabei deckt aber dieser Bereich nur einen (oft nicht besonders erheblichen) Bereich der echten Gefahren ab. Echte Gefahren für IT und die Informationen, die wir damit verwalten, und unsere Unternehmen lauern nicht nur dort, wo wir gezielten Angriffen von Hackern etc. ausgesetzt sind. Man kann es mit Todesursachen vergleichen: wie wahrscheinlich ist es für Sie ermordet zu werden? Ein Hackerangriff käme einem Mord, Anschlag oder Todschlag gleich. Und wie wahrscheinlich wäre es, dass sie durch eine langsam erstarkende Krankheit, ein plötzliches Organversagen, schlechte Lebensführung oder einen Unfall sterben? —— Regel 1 bei allen Maßnahmen zu Sicherheit sollte sein, sich die wahrscheinlichsten und ärgsten Risiken vor Augen zu führen. Ist ihr Unternehmen attraktiv für Hacker? Für Spionage? Haben Sie Wissen, das wertvoll ist? (Oder würde die Konkurrenz eher ihre fähigsten Leute abwerben, weil eh Können bei Ihnen mehr zählt als Wissen?) Wie wahrscheinlich ist es, dass einfach bei mir eingebrochen wird, alle Computer entwendet werden und - nur so nebenbei - meine gesamten Stammdaten futsch sind? Und was ist, wenn es mal brennt im Haus? Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Mitarbeiter wichtige Infos absichtlich weitergibt oder fälschlich einfach etwas löscht? Bei diesen Szenarien sind ganz andere Maßnahmen gefragt. Das nur so knapp erwähnte Backup ist oft Dreh- und Angelpunkt für die ultimative Rettung und eine der wichtigsten Maßnahmen überhaupt um entstandene Schäden schnell zu beheben. Eine Reihe total simpler Anweisungen zum sicheren Arbeiten für Mitarbeiter kann zigtausend Euro teure Spezialsoftware ersetzen und präventiv enorm hilfreich. Es gibt ganze Kataloge und Listen von möglichen Bedrohungen, Schwachstellen und möglichen Maßnahmen. Die hier angesprochen decken einen verschwindend geringen Anteil davon ab. Aber genauso wie man Menschen besser Angst vor Terroranschlägen machen kann als vor Diabetes, ist es auch bei Cyber-Sicherheit. Schaut man sich aber nackte Zahlen an, wird einem schnell klar, wovor man wirklich Angst haben sollte und wo man sein Geld besser investiert.
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