Anregungen zu unserem Grundriss
vor 10 Jahren
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Ähnliche Diskussionen
Grundriss für EFH in Hanglage - Feedback u.a. zu Badplanung erwünscht
Kommentare (30)Hallo hausamhang, ich habe in den letzten Tagen hier immer mal wieder mitgelesen und finde die von Lasse G angeregte Diskussion sehr interessant. Grundsätzlich finde ich es ebenfalls, gerade bei einem Neubau, sehr schade und wenig zielführend, wenn sich ein anfängliches Entwurfsprinzip oder auch nur eine ursprüngliche Idee oder ein bestimmtes Bild nicht direkt umsetzen lässt (weil sie zum Beispiel für den Raumbedarf, das Grundstück oder die Bewohner nicht funktioniert, zu teuer ist oder vom Planer nicht verstanden/geteilt wird) mit der Zeit dahingehend verselbständigt, dass ein darauf basierender Plan trotzdem immer weiter und weiter entwickelt wird, obwohl manchmal ein paar Schritte zurück ganz gut täten. Will heißen: Man merkt Ihrem Hausentwurf den etwas verqueren Entstehungsprozess aus mehreren Händen deutlich an und ich glaube nach wie vor, dass es sich trotz Ihrer schlechten Erfahrungen lohnen würde, noch einmal einen Architekten hinzuzuziehen, um die wesentlichen Merkmale und Schwerpunkte des zu bauenden Hauses gemeinsam mit Ihnen herauszuarbeiten. Dennoch habe auch ich mich - von Ihrer schmeichelhaften Zufriedenheit mit meiner Erdgeschossskizze motiviert - mit Ihrem Untergeschoss befasst und es - ohne die grundsätzliche Aufteilung oder die Hüllfläche in Frage zu stellen - geordnet und strukturiert, um seine in meinen Augen durchaus vorhandenen Stärken hervorzuheben. Wenn ich mir Ihr Haus anschaue, ist für mich der Treppenraum mit den ihn umgebenden Bewegungs- und Begegnungsflächen mit dem Blick ins Tal das bestimmende Element. Diese Räumen werden durch die Dreigeschossigkeit, die Position der Erschließung und die Aufteilung der Nutzungen täglich vielfach genutzt werden. Ich sehe die Treppe daher nicht als eine Ansammlung von verschiedenen Elementen wie den Stufen, dem Geländer und verschiedenen Arten von Wandkonstruktionen, sondern als ein Element, das wie eine Art Rückgrat das ganze Haus zusammenhält. Beispiele kann ich bei Gelegenheit einmal raussuchen. Dieses Element würde ich in allen Geschossen freistellen. Das sorgt zwar für eine gewisse Unruhe, da sich Menschen, Luft, Gerüche, Stimmungen frei um den festen Kern bewegen, entspricht aber meines Erachtens dem hinter der Entscheidung für diese Art der Erschließung und Gestaltung stehenden Prinzip. Besonders im Untergeschoss könnte ich mir gut eine (Holz-)verkleidung mit mannigfaltigen Stauräumen für die flankierenden Räume vorstellen (Küchenschränke, Fernseh- und Musiknische, Abstellkammer). Eine ganz offene Treppe hingegen würde das Licht weit in die hangseitigen Bereiche des Hauses führen und sie aufwerten. Diese Bereiche sollte man meines Erachtens auch nicht gar so stiefmütterlich behandeln, sonst wird nicht nur dieser Teil des Hauses selbst, sondern auch der Blick dorthin (zum Beispiel von Küche und Essplatz aus) sehr unangenehm. Es handelt sich hier ja immerhin um das Wohngeschoss mit repräsentativen Räumen und direktem Gartenzugang! Das Bad im Untergeschoss würde ich zugunsten eines gut geschnittenen, außenliegenden Zimmers als innenliegendes Bad ausführen. Seitlich der Zuwegung im Erdgeschoss können zudem Lichtschächte angeordnet werden, vielleicht sogar mit Glasscheiben abgedeckt, so dass eine Art Brücke zwischen den zwei Öffnungen im Boden zur Haustür führt. Viele Grüße und ein schönes Wochenende! A.R. PS. Den Esstisch habe ich gedreht, denn die Plätze mit Blick in den dunklen Hang und der hellen Terrasse im Rücken werden sicher nicht sehr beliebt sein....mehrBitte um Feedback von euch zu unserem Neubau Grundriss
Kommentare (4)Hallo Frau Gutberlet, vielen Dank für Ihre offenen Worte. Wie heißt es so schön? Schuster bleib bei deinen Leisten. Ich möchte trotzdem versuchen etwas zu verbessern! Ist tatsächlich ein minimal kleiner Verteiler ohne Tageslicht oder interessante Sichtachse gewünscht? Wie fühlt es sich an in das Dunkel zu laufen? > Da fehlt das Dachfenster, das habe ich bei den ganzen Änderungen wohl nicht mitgezogen. Könnten Sie mir das mit der Sichtachse vielleicht in ein paar kurzen Worten darstellen. Der Begriff ist mir (in der Fotografie) bekannt aber wie man den hier genau anwendet da bin ich mir nicht ganz sicher. Möchten Sie Ihr Schlafzimmer wirklich zwischen den Kinderzimmern haben? Wäre es nicht seitlich bei Kind rechts besser aufgehoben? > Gute Frage! Ich kann mir nicht vorstellen das es große Unterschiede macht ob es am Anfang oder Ende des Gangs ist, ich behalte das aber im Hinterkopf! Möchten Sie die Toilette tatsächlich direkt neben der Tür statt dichter am Fenster haben? Gefühlt fällt man aufs Klo. > Nein, da haben Sie recht. War mir da noch nicht sicher da mir das "T" gut gefiel aber es nicht in den Raum passen wollte. Braucht das Wäschezimmer tatsächlich einen Anteil einer sehr teuer hergestellten Gaube? > Jein. Mit dem tiefen Kniestock von 75cm ist es natürlich schwierig ein Zimmer mit Arbeitsfläche zu integrieren daher der Gedanke! Das lässt sich aber bestimmt mit Dachfenster um verkürzter Arbeitsplatte realisieren. Die Kinderzimmer sind zwar gleich groß aber auf Grund der Gaube und Ausrichtung doch qualitativ unterschiedlich. >Stimmt! Ich habe mal versucht den Flur im OG etwas freundlicher zu gestallten, denken Sie sich bitte zwei Dachfenster über der Treppe und im Wäschezimmer vor. Kinderzimmer sind jetzt gleich, Toilette steht besser aus ist aber noch nicht wirklich optimal. Wie Sie schon sagen: es geht nicht darum den Architekten zu ersetzen, ich habe aber gerne eine Grundlage auf der ich aufbauen kann (Berufskrankheit)! LG André...mehrIdeen und Anregungen zu Fensterformaten
Kommentare (7)Hallo Steffi, ist der GR schon fix? Ich würde noch einmal einen Schritt zurückgehen wollen, denn die Wegeführung finde ich unglücklich. So müssen Sie immer durch das WZ laufen, um in die Küche zu gelangen - und das Sofa liegt an einer Haupverkehrsader, wo es doch Ruhezone sein sollte. Wenn die Küche nicht ein U sein muss, würde ich den Zugang zu Küche und Wohnzimmer an die Wand zwischen Flur und Küche legen, vermutlich sogar eine breitere Tür, damit sich beide Räume erschließen und nicht der Eindruck eines Durchgangszimmers entsteht. Dann könnte die jetzige Tür zum Flur geschlossen werden und das Sofa dorthin. Mit Blick nach draußen. (Mir fehlt die Zeit, dass jetzt aufzuskizzieren, aber ich hoffe, ich habe mit verständlich ausgedrückt.) Es spricht nichts gegen unterschiedliche Fensterformate, wenn es insgesamt aufgeht. Ich zeichne dazu gerne den gesamten Baukörper in 3D, damit man sieht, wie sie sich zueinander verhalten. Im Wohnraum würde ich das einzelne Fenster nicht bodentief machen (man kann sowieso nicht raus), sondern dem Sitzfenster angleichen, denn es hat kein Pendant, wo sich sein Format spiegelt. Also sollte es an diesem Punkt mit dem Nachbarfenster übereinstimmen. Der Sitzplatz am Fenster wird toll werden. Das würde ich so machen wie auf Ihrem Beispielfoto, denn wie schon gesagt - rausgehen können Sie dort nicht und so haben Sie noch etwas mehr Luft um den Tisch herum. Das wird der Place-to-be werden. Und wenn es mein Haus wäre, würde ich statt der Hebeschiebetür zwei schmale Fenster einsetzen - so wie das einzelne im WZ. Der Raum wird durch das große Fenster am Esstisch sehr hell werden, die paar cm mehr Wand werden ihm nicht schaden. Und dann könnte man ein bodentiefes Fenster in WZ wieder diskutieren. So hätten Sie wiederkehrende Formate und das steht einem Haus in der Regel sehr gut. Herzliche Grüße NIC...mehrMeinungen & Anmerkungen zu unserem Grundriss
Kommentare (12)Moin, Also zu dem Problem der mangelnden Besonnung von Westen hätte ich folgenden Gedanken: Um zumindest ein sonniges Plätzchen auf der Terrasse zu haben, würde ich diese erst dann bauen, wenn das Haus steht und die Besonnungssituation übers Jahr beobachtet worden ist. Dann könnte man die Terrasse gezielt passend anordnen (z.B. längs in den Garten hinein statt jetzt quer über die ganze Hausbreite), an das Gelände angepasst (Sitzstufen...) und evtl. mit einem schön gestalteten Sitzbereich (Schutzmauer, Pavillon, Pergola...) am hinteren Ende. Die Außenanlagen werden ja gewöhnlich erst am Ende realisiert und da kann ohnehin mal ein Jahr ins Land gehen... Die Besonnung der Räume von Westen wäre nur durch eine Veränderung des Grundrisses (schlanker & längs statt jetzt breit & quer) zu erreichen, was aber wieder Konsequenzen hinsichtlich Baurecht und Kosten (Hang) hätte. Trotzdem lohnt es sich vielleicht, eine andere, langgestrecktere Gebäudekubatur (sofern das Baufeld es hergibt) ganz grob rechnerisch der jetzigen Planung gegenüber zu stellen. Besser vorher alles versuchen als sich ewig im Schatten des Nachbarn ärgern... Schöne Grüße kado...mehr- vor 10 Jahren
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