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Verlegung großformatige Fliesen Bad: Optik/Kosten

Martina
3. April 2017
zuletzt bearbeitet:11. September 2017

Hallo zusammen, unser Fliesenleger ist der Meinung, je größer die Fliese, desto weniger Fugen, desto großzügiger, auch in kleinen Bädern. Okay, sehe ich ein. Aber ich finde, wenn man ein Format von 1,20 x 1,20 m nimmt und das Bad z. B. 1,70 m Breite hat an einer Stelle, dann habe ich einen 50 cm Streifen, der auch nicht besonders schön aussieht. Wäre es dann optisch nicht vorteilhafter, direkt mit kleineren Formaten zu arbeiten? Von den Kosten mal abgesehen. Ein Angebot haben wir noch nicht, aber ich schätze mal, dass man bei den größeren Fliesen mehr Verschnitt haben wird und auch die Verlegung teurer ist als bei kleinen Fliesen. Oder liege ich falsch? Wie sind eure Erfahrungen bzw. (noch besser) euer Wissen? Herzlichen Dank Martina

Kommentare (36)

  • Girasol

    Die Verlegung solch großer Formate ist in der Tat teuer, weil auch der Untergrund absolut perfekt sein muss. Ich sehe es ebenso, dass bei 1,70m Breite ein Fliesenformat von 1,20 witzlos ist. Würde hier auch aus optischen Gründen auf eine kleinere Größe gehen. 60cm zum Beispiel ist immer noch recht groß. Auf jeden Fall würde ich eine sehr schmale Fugenbreite wählen, möglichst in Fliesenfarbe. Oder überlegen, ob als Alternative ein fugenloser Belag in Frage kommt, das sieht natürlich auch sehr schick aus.

    Martina hat Girasol gedankt
  • PRO
    Feng Shui Glück

    Hallo Martina, die Profis wissen in der Regel sehr gut, zu welchem Objekt welche Fliese passt. Bei einem kleinen Bad empfehle ich allerdings eine gleichmäßige Größe. Das wirkt harmonisch und beruhigend auf das Unterbewußtsein :-) !

    Martina hat Feng Shui Glück gedankt
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  • PRO
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    Hallo Martina, ich habe in einem kleinen Gästebad Fliesen von 60 cm x 40 cm verwendet. Grundsätzlich sind größere Fliesen modern und sehen auch gut aus. Bei einer Wandbreite von 1,70 und Fliesen von 1,20 gibt es auf jeden Fall viel Verschnitt und viel Abfall. Den Fliesenleger wirds freuen, denn er wird natürlich auch die zerschnittene Fliese berechnen. Die Anzahl der Fugen ist auch bei 60 x 40 oder 60 x 30 überschaubar. Hier gibt es eine Riesenauswahl im Fachhandel. Selbst Naturstein (z.B. Granit) wäre eine Variante. Kommt auch darauf an, ob du das Dekor mit einer anderen Fliese (z.B. Mosaik) noch beeinflussen willst, oder ein klares, schlichtes Design bevorzugst. Ich habs auch minimalistisch gehalten. Die Dusche mit Glas-Schiebetür ohne Schmutzecken. Duschtasse mit Mosaik (Marmor). Am Ende ist auch der Rest des Bades (Badkeramik, Accessoires wichtig fürs Gesamtbild. Meine Fliesen sind in grau gehalten und imitieren Naturstein. Das Aufsatzwaschbecken habe ich dann in echtem Granit genommen. Das liegt voll im Trend, ist gar nicht so teuer und wirkt in echt sehr edel! Vielleicht hilft dir das Beispiel unten. Für die Kritiker: Die braunen Bodenfließen werden noch ersetzt durch anthrazit :-)

    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Auswahl der richtigen Fliesen. Lass dir auf jeden Fall Zeit. Denn das Bad wirst du sicher öfter aufsuchen... ;-)

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  • ankestueber

    Ja, je größer die Fliesen und je schmaler die Fugen desto ruhiger das Gesamtbild und das lästige Fugenputzen minimiert sich etwas.

    Die Größe des Bades darf man allerdings nicht außer acht lassen. Vielleicht magst du mal einen Grundriss einstellen, dann könnte man mal überlegen, was wie ginge.

    So - ohne weitere Angaben - würde ich mal sehen, ob 80x80 ein Format wäre rechts und links kommen sicher noch Sockelfliesen..., dann könnte sich das ausgehen.

    Ich habe in meinem Bad bei 90x90 Fliesen die Vorwand so setzen lassen, dass es passt.

    Martina hat ankestueber gedankt
  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Wenn von 5 Fliesen mindestens 4 geschnitten sind - wo bleibt da die Großzügigkeit? Das schaut dann doch vielmehr so aus, daß noch nicht einmal eine ganze Fliese darin Platz hat.

    Die Fuge in Fliesenfarbe gesetzt lässt die scheinbare Kleinteiligkeit ebenfalls optisch untergehen und verbindet jede Addition von Fliesen zu einer gesamten Fläche.

    Mitunter wirkt ein kleines Bad auch sehr viel größer, wenn man für die Flächen ein kleinteiliges Mosaik auswählt..!

    Weiß ist heller, größer ist weiter, etc... all diese Binsenweisheiten sind gefährliches Halbwissen ohne auf die gestaltpsychologischen Gesetzte des Menschen zu achten und sie auf die individuellen Räume zu übertragen.

    Ein Verleger und ein Händler lernen beide nicht diese Grundlagen und verlassen sich eher auf ihre Erfahrung, die eben begrenzt von ihrem bisherigen Wissen ist. Oft schon habe ich Verlegpläne erstellt oder zB. auf Jollyschnitte bestanden, um bestimmte Wirkungen zu erzielen - sowohl Verleger als auch Lieferant hatten immer erst im Anschluss zugegeben, es vorher nicht gedacht zu haben, daß es tatsächlich so einen Unterschied macht...

    Nur ein paar Fakten unserer Wahrnehmung als Beispiele:

    • Alles bis zu einer Anzahl von 5 können wir in Milisekunden erkennen. Ab 6 und mehr müssen wir schön länger hinschauen, um die Anzahl zu erfassen. Alles, was wir auf den ersten Blick erfassen können ist endlich, und endlich bedeutet klein.
    • Bei verwinkelten Ecken wirken "druntergeschobene" Flächen größer, weil wir die Vorsprünge dann als "in den Raum gestellte" Elemente wahrnehmen, und nicht als raumbegrenzende Elemente.
    • Ein Randstreifen führt uns die Grenzen eines Raumes deutlicher vor Augen

    Wenn wir nun einen definierten Raum haben, können wir mit diesen o.g. Gesetzen arbeiten und die gewünschte Wirkung kreieren.

    Ein kleines Bad zB. hat den Nachteil, daß wir viele Oberflächenmaterialien und Farben einbringen: Boden, Wandfliesen, offene Wände und die Decke.

    Minimieren wir dieses Sammelsurium zB. auf eine Fliese an Boden und Wände und nur eine Farbe an offenen Wänden und Decke, wirkt der Raum gleich viel Größer, da jede Teilfläche nicht autarkt szteht, sondern in die flankierende Teilfläche gleichen Materials und Farbe übergeht, sich also vergrößert.

    Es gibt also sehr viel mehr als nur die eine Wahrheit, um zu erreichen, was man möchte. Dazu müssen alle Faktoren im Zusammenspiel betrachtet werden. Ohne ienen Grundriss und genaue Maße und die Vorstellungen der Bauherren würde diese Diskussion immer nur eine Meinung, nie ein Wissen wiederspiegeln - ebenso wie die Meinung des Fliesenlegers (der seinen Job beherrscht, weshalb ich ihm da niemels reinreden würde - aber ebensowenig beherrscht er den meinen ;)

    Martina hat Raumagentur ArteFakt gedankt
  • Martina

    So, dies ist der Grundriss. Es gibt folgende Änderungen: Statt Wanne ein durchgehender Waschtisch mit 2 Aufsatzbecken und darüber durchgehender Spiegel. Das Waschbecken gegenüber der Tür entfällt somit. Die Dusche in der Nische erhält keine Tür. Das "Fenster" links ist eine bodentiefe Tür. Als Fliesenmaße (Natursteinoptik, raue Oberfläche, Farbe greige) stehen 80x80 oder 150 x 100 oder 1,20 x 1,20 zur Verfügung. Die Kosten sollten im Blick behalten werden.

    Jetzt bin ich sehr gespannt auf eure Ideen. VG M

  • Girasol

    Die Aufteilung des Bads gefällt mir gut. Ich würde Fliesen in maximal 80x80 wählen.

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Da die Vorarbeit vorhandener Maße fehlt, müssen wir skalieren und erhalten ca. folgende Maße:

    und das wiederum bedeutet eine auszulegende Fläche inkl. der Laibungen von ca. 372 x 282 cm

    Die möglcihen Fliesengrößen kann man nun auf die Planung legen und so lange verschieben, bis sie ein hoffentliches harmonisches (= symmetrisches) Bild ergeben.

    Beginnt man tatsächlich mit dem 80/80 Format, mittig der Tür ergeben sich divese ungünstige (weil wahrnehmbare) Konsequenzen:

    • außermittige Verteilung der Fuge zu den Waschtischen
    • 1/2 Fliesenbreite auf der Wand gegenüber der Tür
    • asymmetrische Verteilung in der Dusche
    • 1/3 Fliesenbreite an der Fensterseite

    Mit dem großen Format von 120x120 ergäbe sich zB folgendes Bild:

    • Das Zentrum des Bades ist über eine große Fliese definiert
    • Die Fliesen sind mittig zu den Waschtischen ausgerichtet
    • Die Dusche wirkt etwas großzügiger, weil sie nicht auf die Nische beschränkt ist (es kommt aber noch der notwendige Schnitt entlang der Gefällefliese)

    Ein Schnitt unter den Waschtischen wird kaum wahrgenommen und ist somit eher irrelevant.

    Das Format 100x150 lässt zu viele Unstimmigkeiten offen, als daß ich hier einen Ansatz eines guten Verlegplanes zaubern könnte...

    Das nur so auf die schnelle. Ab hier wäre es wichtig die Maße im Bad zu kennen bzw. genauer zu definieren, um ein Stimmiges Gesamtbild von Einrichtung und Fliesen zu bekommen. Denn auch die Wandfliesen sollten sich in das Gesamtbild harmonisch einfügen...

  • Girasol
    Kommt ja ganz auf den Ausgangspunkt an. Es muss nicht unbedingt mittig von der Türe aus gehen.
  • PRO
    Koch-Kohlstadt, Michael, Dipl.-Ing.
    Hallo Artefakt, ich bin beeindruckt von der Mühe die Du dir gemacht hast und finde Deine Argumente sehr nachvollziehbar.
    Aber wie soll das Gefälle in der Dusche gefliest werden? Das ist ja häufig das Problem und gibt dann den Fliesenspiegel vor.
    Gruß Michael
  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Viel Mühe war es nicht, aber es war notwendig, mit einer Grundlage auch Fakten zu schaffen.

    @girasol: stimmt, weshalb ich schrieb, daß man das Raster über den Plan legen könne, um ihn zu verschieben, bis er passt.

    Der Mensch ist ein Symmetriewesen. Alles, was nicht in Symmetrie ist, versuchen wir gerade zu rücken. Das sind zwar nur Feinheiten, die eher zu spüren als zu erkennen sind, aber im direkten Vergleich (was leider nahezu nie möglich ist) erkennt das tatsächlich jeder. Eine aussermittige Flucht im Zugang ist also gegen die empfundene Harmonie. Die Fuge mittig verbietet sich bei den Formaten, da sonst im Randbereich schmale Streifen stehenbleiben.


    @Michael: Das Gefälle richtet sich nach dem Ablauf: Rinne oder Punkt? Mittig oder am Ende der Dusche?

    Grundsätzlich ist das Hauptraster in unserer Wahrnehmung stärker als ein zusätzlicher Schnitt, der für das Anlegen eines Gefälles notwendig ist. Bestenfalls fällt beides zusammen oder steht in einem Proportionalen Verhältnis, was aber hier nicht mehr möglich ist, da Die Architektur bereits bestimmt ist und die Verkleidung derselben nun aufzusetzen ist.

    Mittelablauf:

    • geringeres Gesamtgefälle
    • alle Ränder auf einer Höhe
    • nur zur Mitte hin abfallend
    • Diagonalschnitt vom Ablauf an das Fugenraster anpassbar

    Rinnenablauf:

    • höheres Gesamtgefälle
    • oft auch an den Rändern zum Ablauf hin abfallend
    • (dadurch ein Konflikt mit den Wandfliesen)
    • keine (wenige / kurze) Diagonalschnitte nötig
    • möglicher Konflikt zu in waage verlaufenden angrenzenden Böden

    All diese Überlegungen würde ich in eine Planungsphase mit einbeziehen, aber das erfordert eben auch die Einbindung der Bauherrenwünsche. Daher habe ich das bewusst nur thematisch angerissen und in meinem obigen Beitrag als "es kommt aber noch der notwendige Schnitt entlang der Gefällefliese" vermerkt.

    Die Notwendigkeit ergibt sich dann aus der Wahl des Ablaufes. Vielleicht wird es ja tatsächlich ein Rinnenablauf (wie bei mir auf die Schnelle skizziert) und ab der Außenwand kann ein Gefällt angelegt werden, dessen Höhe im schmalen Durchgang ja nur wenige mm beträgt, also die Kante des Bodens vor der Dusche aus möglicherweise durchgefärbten Feinsteinzeug kann ohne Fremdmaterial (Schiene etc...) lediglich dauerelastisch versiegelt offen stehenbleiben? Alles Fragen, die von Faktoren abhängen, die ungeklärt sind oder noch nicht von Martina benannt wurden.

    Und an die, die sagen, diese offen stehende Kante würde ja am Fuß wehtun oder leichter kaputt gehen, denen sage ich mit einem Zitat aus Hamlet, Akt II, Szene IV, Vers 48: "nein!"

    So geringe Erhöhungen unterhalb eines cm sind keine Zehenbrecher und die Kante ist (ja nach Material) deutlich stabiler als vermutet und wird in anderen Bereichen von den selben Bedenkenträgern immer und immer wieder auf diese Weise verbaut - ohne mit der Zeit schaden zu nehmen :-)

    Martina hat Raumagentur ArteFakt gedankt
  • Martina
    Auch ich bin sehr beeindruckt, wenn ich auch die allerletzten Details nicht ganz verstehe
  • Martina

    Zur Ergänzung:

    - Wand = Bodenfliese

    - Raumhöhe 2,48 m

    - Wandfliese in Dusche und hinter Waschtisch 1,20m hoch

    - Ablaufrinne an hinterer Duschwand

    - der Fliesenleger plant eine Fuge an der Grenze Dusche zum Restbad

    Braucht Ihr noch mehr Infos?

    VG

    Martina

  • Martina

    @Artefact: Ich war gerade auf Ihrem Profil. Tolle Ideen und Projekte

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Dankeschön :)

    Wie schaut denn die Fliese eigentlich aus? Farbe? Textur? Material?

    Ich favorisiere ganz klar die 120x120 Variante, die Wandfliesen ebenfalls, aber darauf achten, daß der UP-Kasten am WC (von dem ich annehme, daß er auch gefliest wird) oben inkl. Fliese auf 120 cm endet und im Jollyschnitt ausgeführt wird.

    Alternativ eine Fliese bis 120 cm Höhe und darauf eine Ablage in gleichem Material wie das Waschtisch-Tablat, nur dünner.

    hinter den Waschtischen die Fliesen ungeschnitten auf 120 cm ohne obere Abschlußschiene. Den Spiegel ansatzfrei und frontbündig mit der Fliese darüber.

    In der Dusche die Fliese raumhoch. Aufgrund des Gefälles zur Duschrinne hier UK abweichend beginnend ab dem tiefsten Punkt, die zweite Fliese ungeschnitten darüber. Es bleibt dadurch ein Platz zur Decke von rd. 10 cm offen, der flächenbündig zur Fliese verputzt werden sollte.

    Die Auskleidung der Dusche 4-Seitig, und an der Außenwand bis zur Fensterlaibung vorziehen. Die Wandscheibe rechts des Einstiegs nur auf der Innenseite der Dusche fliesen, vertikal einen Jollyschnitt anlegen, daß die Laibung der Wand in voller Breite verputzt werden kann.

    Alle vertikalen Fugen analog der Bodenfugen.

    Fugenfarbe in Fliesenfarbe. Bei leichter Farb-Abweichung eher heller als dunkler.

    Ggfls eine Shampoonische ggü dem Zugang andenken?

    Diese in Fliesenbreite der vollen Fliese anlegen von OK der unteren Fliese 30 cm hoch. Tiefe ist 8-10 cm ausreichend. Keine eigene Beleuchtung in der Nische ausführen! Die Kanten im Jollyschnitt ausführen.

    Gefälle:

    Auftrennen der Fliese im Durchgangsbereich auf der Innenseite der Dusche, im Duschbereich das Gefälle zum Ablauf anlegen. Den Fugenschnitt möglichst ohne Profil ausführen, die Schnittkante säubern und die Fuge nur dauerelastisch in Fugenfarbe verfugen.

    Sanitärinstallation:

    Aufgrund der Asymmetrie der vertikalen Fugen in den Bereichen Dusche und WC die Sanitärinstallation an den Fugenschnitt anpassen:

    WC mittig der Fuge ausrichten (schafft auch etwas Abstand zum Rollenhalter, der bitte nicht zu weit hinten und zu weit oben hängen sollte -> Bequemlichkeit

    Die Kopfbrause wenn möglich aus der Decke kommend, Wandarmatur mittig unterhalb der Shampoonische anordnen (ja, ist minimal tiefer als "üblich").

    Ist ein Brauseschlauch mit Handbrause gewünscht? Dann diesen mit einem Wandauslass mit kombiniertem Brausehalter mittig auf der rechten Fliese auf der (Trenn-)Wand zum WC positionieren. Optional einen Brausehalter als Solitär auf Schulterhöhe anbringen.

    Vorteil: Das Wasser lässt sich aufdrehen, ohne unter der Dusche zu stehen und es sieht insgesamt harmonischer aus, als die klassische "vor Kopf Mitte" Aufteilung.

    Außerdem gibt es durch die Shampoonische keine Tuben in der Bückzone und keine Körbchen o.ä. dafür an den Wänden.


    Das als Anregungen, um die Details dem Gesamtbild anzupassen. Eine genaue Detailplanung dazu würde den Rahmen vom Designdilemma leider definitiv sprengen ;) Aber für ein (er)klärendes Telefonat bin ich auch gerne mal zwischendurch erreichbar.

  • Martina
    Danke, bin gerade etwas erschlagen vom Expertensprech;) und der Fliesenleger u Sanitärmensch erschlägt mich, wenn ich als Laie das mitteile;( Shampoonische wohl nicht möglich wg Rigipswand.
  • PRO
    Raumagentur ArteFakt
    Auch und gerade in einer GK-Wand ist eine Shampoonische möglich. :)

    Wenn der Verleger noch fachliche Fragen hat, dann ist der Planer nur einen Anruf weit entfernt ;)

    Am besten wäre aber schon eine Detailzeichnung, um am Ende auch genau das zu bekommen, was man sich am Anfang überlegt hat.
  • Martina
    Okay, d.h. die Bodenfliesen in 120 x 120 folgen weiter dem Muster auf der Zeichnung. Es sollte Ihrer Meinung keinen Schnitt am Übergang zur Dusche geben?

    Gut gefällt mir der Vorschlag, bis zum Fenster zu fliesen. Und die Shampoonische!
  • PRO
    Fliesen Sale

    Hallo Martina, du hast ja eigentlich schon tolle Expertentipps bekommen. Deswegen gehen ich jetzt einfach mal mehr auf die optischen Aspekte ein :)

    Ich stimme da meinen Vorrednern zu, dass das Format 120x120 in dieser Situation nicht unbedingt ideal ist. Die Fliesen sind ja durch ihre Größe so beeindruckend und diese imposante Flächenwirkung geht damit verloren. Um Formattipps zu geben, wäre auch der Stil, den du dir vorstellen kannst, interessant. Als Beispiel: Fliesen mit rustikaler Holzoptik wirken doppelt schön, wenn sie in einem der länglichen Dielenformate gewählt werden. Auch schön sind Bruchmosaike, die aussehen wie ein Natursteinboden oder Flusskiesel. Beide Varianten sind auf praktischen Matten angebracht, die sich einfach verlegen lassen. Probleme wie Fliesenbreite und Fugen sind damit komplett gelöst, da alles eine gleichmäßige Fläche wird und sie lassen sich auch bis in die Dusche legen, sodass du alles bodeneben hast.

  • Martina

    Ahhh, ich glaube ich brauche gar kein Bad Danke Fliesensale, aber weder Holzoptik noch Mosaikkiesel sind nach unserem Geschmack.

    Vorgesehen waren eigentlich 60 x 120, passt das besser? Wir dachten an große Fliesen in der Dusche, möglichst wenig Fugen, und den Rest in kleinerem Format. Es war der Fliesenleger, der meinte, alles in großen Fliesen.

    Ich bin ziemlich verwirrt jetzt.

  • PRO
    Koch-Kohlstadt, Michael, Dipl.-Ing.
    Hallo Martina, die Fliesengröße sollt einfach zur Raumgröße passen. Große Fliesen wirken sowieso erst in großen Räumen. Euer Bad ist klein.
    Genau genommen geht es ja optisch gar nicht um die Fliesen sondern um die Fugen. Die Fugen geben ein grafisches Muster vor. Ich würde in einen kleinen Raum ein enges Raster=kleinere Fliesen legen, das lässt sie größer erscheinen.
    Große Fliesen dagegen lassen große Räume kleiner erscheinen.
    Gruß Michael
  • PRO
    Raumagentur ArteFakt
    Sind wir also wieder bei Binsenwahrheiten angekommen? ^^
  • PRO
    Koch-Kohlstadt, Michael, Dipl.-Ing.
    Ich denke eher bei gestalterischen Basics.
  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Wäre Gestaltung so einfach auf eine Formel runterzubrechen, wären alle gestalterischen Berufe hinfällig und es würde nur einen einzigen gedruckten Bestseller für "gestalterische Basics" geben… ;)

    Da aber (glücklicherweise) viele Faktoren das Ganze bestimmen, ist es eben sehr viel vielschichtiger, und alle gestalterischen Aufgaben haben ihre Berechtigung.

    Wenn wir also in einem Raum wie diesem die Großformate schlüssig am Boden aufteilen und die eingestellten Wandscheiben ignorieren, dann treten diese auch durch die gegebenen Sichtachsen auf das Ganze in den Hintergrund und die Wahrnehmung konzentriert sich auf den Gesamtraum und nicht auf die einzelnen Bereiche. Das Ergebnis ist in diesem Fall eine wahrnehmbare Großzügigkeit, wie sie durch kleinere Formate (gemäß Auswahl-Vorgabe) nicht möglich wäre.

    Fugenschnitt / Dusche

    Die Fuge im Durchgangsbereich zur Dusche muss auf jeden Fall gemacht werden, da der Bereich VOR der Kabine eben ist, der IN der Kabine zur Rinne hin mit einem Gefälle ausgeführt wird. Dadurch ergibt sich im Durchgangsbereich ein Keilversatz von der Fensterseite zur Ablaufrinne von rd. 2%. Ergo sind wir am Fenster mit beiden Bereichen auf +/- 0,0 cm Höhe, rechts des Durchganges ist die Höhe VOR der Dusche gleich, INNEN aber bei ca. -0,7 cm, was ca. 1 Fliesenstärke entsprechen dürfte.

    Diese Fuge zwischen diesen Fliesen sollte bestmöglich nur dauerelastisch verfugt werden, ohne zusätzliches Einbringen irgendwelcher Schienen aus Metall, Kunststoff o.ä….

    Wenn noch erklärende Fragen dazu offen sind, bin ich nur einen Anruf weit entfernt,

    Lieben Gruß,

    Steffen

  • PRO
    asr LEOSTEEN

    Hallo Martina,

    leider bin ich erst jetzt zur Diskusion gestoßen.

    Wenn ich alles richtig verstehe suchst du eine Getaltung mit wenig Fugen im Bad. Finde ich auch gut, denn viele Fuge beleben einen Raum sehr stark, machen diesen unruhig. Zumal in einem Bad, möglicherweise nur mit künstlicher Beleuchtung sollte es nicht zu hektisch zugehen.

    Wie wär es mit einer kompletten Beschichtung?

    Ich selbst führe Beschichtungen mit einem Naturmaterial mit dem Namen LEOSTEENbetoncire aus. DasVerfahren wurde von mir weiterentwickelt aus einer alten Technologie. Dabei werden fast alle Oberflächen (auch alte Fliesen) gespritzt oder gespachtelt. Auf dem Boden in einer Stärke von 5mm, an der Wand 2-4mm dick. Zwischen Wand und Boden ist keine Fuge vorhanden. Die Oberfläche ist sehr hart und wird mit einem Naturlack seidenmatt versiegelt, die Pflege erfolgt mit einem Zusatz von Wachs im Wischwasser, je nach Nutzung, einmal in der Woche. Die Oberfläche ist glatt nach dem Schleifen und wirkt angenehm und warm. Alle Farben kann ich mischen, da der Grundfarbton weiß ist, von weiß bis schwarz.

    Die Wärmeleitfähigkeit ist wesentlich höher als bei anderen Verfahren, vorteilhaft bei Fussbodenheizung.

    Zusätzlich biete ich an, die Verbindung zwischen Wand und Boden mit einer Kehle auszuführen, das ist gut für die Optik und lässt sich besser reinigen. Die Flächen können unbegrenzt groß sein. In der Dusche wird das Gefälle auf den Abfluss ausgerichtet.

    Dieses Verfahren biete ich schon seit zehn Jahren an, die Kunden sind zufrieden. Ich selbst nutze und teste LEOSTEEN bei mir und kann nach Jahren Benutzung keine Verluste sehen. Ich arbeite im gesamten Bundesgebiet.

    Vielleicht ist das eine gute Alternative zu der Diskusion über die Größen von Keramikplatten.

    Auf meiner Webseite www.leosteen.de gibt es noch mehr Infos und Bilder.

    Grüße Carsten

    von LEOSTEENbetoncire

    Bad in Leipzig
    verschiedene Badgestaltungen mit LEOSTEEN
    hier: in Berlin


  • PRO
    Koch-Kohlstadt, Michael, Dipl.-Ing.
    Lieber Artefakte, ich weiß Du hast eine andere gestalterische Auffassung zu diesem Thema als ich. Diese hast Du ja auch reichlich begründet.
    Warum fällt es Dir so schwer zu akzeptieren das andere Menschen ein andere Auffassung haben? Diese ist doch nicht weniger begründet als Deine.
    Glaubst Du wirklich das Deine Variante die einzig mögliche ist das Bad zu gestalten?
  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Es stimmt, viele Wege führen nach Rom - konktret wurde hier aber ein realer Grundriss vorgelegt und eine Vorauswahl an Formaten. Die Wirkung dieser Formate in konkret diesem Raum galt es zu analysieren zB. mit Hilfe der gestaltpsychologischen Grundlagen, der Wirkungsweise von Formen auf den Menschen. Die Ansätze hatte ich oben beschrieben. Da halte ich das Preisgeben von Meinungen mit allgemein gehaltenen Begründungen nicht zielführend. Im Gegenteil, es führe doch bei der Fragestellerin erneut zu Verwirrung.

    Vielleicht würde ich, wenn ich frei Gestalten dürfte, ganz andere Formate auswählen, aber das geht über die Möglichkeiten der Beiträge eines Design-Dilemmas hinaus und ist hier auch nicht das Thema.

    .

    Die Option der Shampoonische mit der Armatur darunter

    Wie schon ausgeführt, wirkt das 120x120 Format in diesem Raum größer, weil ich als Mensch in dem Raum immer wahrnehme, wie die Wandscheiben im Raum (Trennwände zu Dusche und WC) von dem Großformat "umspült" werden. Wir erkennen also, daß der Raum hinter den Wänden noch weitergeht und aufgrund der Tatsache, daß wir vor uns das Format erkennen können, nehmen wir an, daß es dahinter ebenso großzügig weitergeht.

    Würde ich kleinere Formate wählen, sehe ich vor der Wandscheibe zB. 3 oder 4 Fliesen bis zu der Wand heranlaufen. 3-4 ist eine Zahl, deren Endlichkeit ich auf den ersten Blick wahrnehme. Und dadurch, daß sie zB. vor der Wandscheibe aufhören würden, würden wir den Raum auch nur bis zu dieser Wandscheibe wahrnehmen.

    Eine Alternative könnten zB. noch kleinere Formate sein, was aber für die Fragestellerin keine Option ist.

  • Martina
    Die Fliesenentscheidung ist gefallen, dank auch euren Inputs. Es wird das Format 1,20 x 1,20. Den Verlegeplan haben wir mit dem Fliesenleger abgestimmt. Wandfliesen nur deckenhoch in der Dusche und 1,20 m hoch hinter dem Waschtisch.

    @Artefakt: Danke für den Hinweis auf die Shampoonische. Würdest du sie bei diesem Fliesenmass auch über die gesamte Breite planen?

    VG
  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Bleibt es bei der vorgeschlagenen Verlegung, dann passt es besser, sie nur in Breite einer einzelnen Fliese auszuführen.

    Der Grund liegt auf der Hand: die Fliesen an der Wand in der Ecke der Dusche bilden eine Einheit. Ganz so, als wäre eine Fliese mittig geteilt und die eine Hälte ist auf der einen Wand, uns setzt sich in der anderen Hälte auf der anderen Wand fort.

    Ist nun auf der einen Hälte eine Shampoonische einbeschrieben, dann ergibt sich daraus ein Bruch, weshalb ich die Nische auch nur über eine Fliesenbreite in dem direkten Zugangs-Sichtbereich setzen würde, gut im Zugriff, aber weiter weg vom direkten Nassbereich.

    Anders ist es, wenn die Fliesen auf einer Wandseite in ihrer Aufteilung empirisch unabhänhgig von den Fliesen auf den flankierenden Wänden sind. Dann kann es ruhiger wirken, wenn die Nische über die gesamte Raumbreite geführt wird.

    Es empfehlen sich eh Jollyschnitte in den Außenecken, um keine Flächigkeit zu erreichen. Jedes zusätzlich verwendete Profil lässt den Raum wie eine Skizze aus Linien und dazwischenliegenden ausgemalten Flächen erscheinen. Das wäre schade, weil ein Block, aus dem eine Nische oder ein ganzer Raum herausmodeliert wurde ist ungleich spannender und wertiger.

    (Bsp. einer Nische und Außenecke im Jollyschnitt)


    Hier ein Gegenbeispiel, wo die Eckfliese deutlich macht: "oh, Raum zuende - egal, schneiden wir eben ab". Zwei einfache Tricks hätten das vermieden:

    • die Breite der Fliese Rechts so anpassen, daß beide zum Eck führenden Fliesen in der Summe der breite einer gesamten Fleise entsprechen oder beide Eckstücke die gleiche Breite haben
    • die Fugen sollten die Fliesenfarbe aufgreifen.

    Und die Flächen wirken zweidimenional wie Füllungen zwischen den Profilen, weshalb auch die Nische wie ausgegrenzt / hinter dem eigentlichhen Raum befindlich ausschaut.

    Martina hat Raumagentur ArteFakt gedankt
  • Martina

    Ganz dicken Dank. Nachdem ich es zweimal gelesen habe und mir vor allem die Beispiele angeschaut habe, habe ich das Prinzip verstanden Super Hinweise, Artefakt.

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    sorry, manchmal schreibe ich etwas geschraubt - da fehlt schon mal der zeigende Finger auf der Skizze dazu ;)

  • Houzz-Nutzer 330977849

    Hallo ArteFakt,


    ich hätte auch ein Frage und hoffe Sie können mir weiterhelfen.

    Wir haben kürzlich eine DHH erworben und möchten neue Fließen im EG, OG, Bad, Gäste WC verlegen lassen. Einheitlich in allen Räumen in Beige-Matt. Uns wurde das

  • Houzz-Nutzer 330977849

    Format 1,20x1,20 empfohlen.

    Kann Ihnen auch die Grundrisse zukommen lassen. Welches Format würde Sie denn vorschlagen.

    Besten Dank vorab.


    Grüße, Mauz

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Wie in dem Beitrag hier geschrieben, muss man sogar den Raum als Grundlage zwingend mit einbeziehen, um das passende Format zu bestimmen.


    Wie weiter oben beschrieben arbeite ich mich üblicherweise zunächst in den Grundriss ein, lege Schablonen diverser Fliesenformate darüber und schaue, welche Konsequenzen welche Größen mit sich bringen.


    Schreiben Sie mir doch einfach eine Mail mit den Grundlagen, und dann telefonieren wir :)

    Liebe Grüße, Steffen Ganzer

  • Houzz-Nutzer 330977849

    können Sie mir Ihre Mail-Adresse zukommen lassen. Alternativ meine: nicolemauz8@yahoo.de

  • PRO
    Raumagentur ArteFakt

    Hallo Frau Mauz,

    die 120-er Fliese lässt Ihre Räume viel kleiner erscheinen, weil max. 5 Fliesen in einer Linie liegen. Da wir alles bis 5 auf anhieb erfassen, erscheint uns diese Anzahl immer endlich und ein Raum, der sich mit einem Blick innerhalb einer Millisekunde komplett erfassen lässt wirkt klein.

    Zudem liegt im Zugangsbereich nicht einmal eine ganze Fliese. Auch wird deutlich, daß die Räume zu klein sind, um mindestens eine Fliese aufzunehmen.

    Schade um die schönen Fliesen und um die Räume.



    die 80-er Fliesen sind da in Relation zu den Raumgrößen sehr viel harmonischer. Auch in Küche und WC ergibt sich daraus ein stimmigeres Bild.

    Beginnend mit einer ganzen Fliese am Eingang zum Windfang wird bis zur Terrassentür verlegt. In der Breite bestimmt der Wohnraum die Position, indem in der Mitte des Raumes die vertikale Fuge der Fliesen beginnt.



    Für das OG ergibt sich dann folgender Plan



    Die Mitte zwischen den Türen zu den Räumen rechts gibt die horizontale Start-Fuge der Fliesen. In der Vertikalen wird im Raum unten Rechts an der Wand zum Bad / Flur begonnen.

    So ergeben sich in Flur und Bad trotz der recht großen Größe noch interessante und passende Verlegebilder.

    Fugenfarbe sollte in Fliesenfarbe gehalten werden, und die Sockel wenn möglich im Fugenschnitt zum Boden ausgeführt werden.


    LG, Steffen Ganzer

Deutschland
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