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martina_rausch80

Vorstellung und Aufteilung Haus

vor 6 Jahren

Hallo liebe Houzzer,

wir starten aktuell die Stadtflucht und haben uns mit Nordsaarland ein altes Haus mit Scheune Baujahr 1750 gekauft. Im Haus wurde als letztes ein Innenausbau, die Heizung und Sanitär sowie die Elektrik bzw. der Elektrikanschluss erneuert - alles andere wurde in den letzten mindesten vierzig Jahren relativ abenteuerlich geflickschustert. Im ersten Schritt möchten wir das alte Wohnhaus und den Anbau so herrichten, dass wir 1.) den Charakter des Hauses wiederherstellen und 2.) dort mit unseren Bedürfnissen gut leben können. Wir Alten (43 und 48 Jahre) werden ohne die beiden Kinder (17 und 18 Jahre) dort leben. Die Kinder sollen aber ein eigenes Zimmer haben, wenn sie doch mal kürzer oder länger zu Besuch kommen. Ich bin selbständig, arbeite viel unterwegs, brauche auch ein Homeoffice, in das keine Kunden kommen. Mein Mann ist Angestellter und hat einzelne Homeoffice Tage. Mit uns wohnen zwei Freigänger Katzen und ein Dackel, der alleine keine Treppen gehen soll und möglichst wenig alleine sein soll. Ich koche und esse gerne, habe auch ganz gern Besuch und wir machen alle gern Sport. D.h., dass wir einen Bereich brauchen, in dem Hanteln, eine Rennradrolle (sowas wie ein Heimtrainer), eine Turnkiste, Platz zum Ausrollen einer Matte und diverser Kleinkram Platz finden müssen. Nach einigem hin- und her Überlegen sind wir auf eine nicht ganz übliche Aufteilung gekommen. Aber natürlich sind wir gespannt, welche Ideen es sonst noch geben könnte.


Im Erdgeschoss habe ich überlegt, eine Wohnküche und das Arbeitszimmer unterzubringen. Im schmalen Flur befindet sich aktuell auf Hochparterreebene die Eingangstür. Die würde ich durch eine Terrassentür ersetzen und den davor gelegenen Bereich als Sitzbalkon nutzen. Der hintere braune Bereich ist die Treppe ins OG, auf die man aktuell geradeaus zuläuft. Der große braune Bereich Diele ist aktuell ein ehemaliger Stall im Rohbauzustand. Dort würde ich vorne den Eingangsbereich machen und hinter den Türen zur Garage und ins Haus eine Wand einziehen, um einen Vorratsraum einzurichten.

Oben in der Diele würde ich unseren Fitnessbereich einrichten. Jedes der Kinder bekäme eine kleines Zimmer, das auch als Gästezimmer / Lesezimmer nutzbar wäre. Die schmale Wand in der Mitte des Wohnzimmers ist nachträglich eingebaut worden und würde rauskommen.


Vom rechten Badezimmer aus würden wir im zweiten Schritt einen Ausgang nach draußen bauen - dort wo jetzt das Fenster ist - und daneben ein kleines Duschbad. Das Haus ist am Hang gebaut und ab der Stelle kommt man hinten (wo noch ein kleiner Garten ist) oben ebenerdig raus.


Aber vielleicht fällt jemandem etwas anderes ein?

Abgesehen davon, sind wir natürlich total verliebt in unser Häuschen und dieser erste wird mit Sicherheit nicht mein letzter Beitrag werden.


LG Martina


Kommentare (65)

  • vor 6 Jahren

    Hallo Martina,

    kannst du bitte noch eine einfache Grundrissaufsicht posten und auch von der unteren Etage wie sie in Phase 1 und 2 aussehen würde. Danke.

  • vor 6 Jahren

    OK hier nochmal die Grundrisse:

    Phase 1: EG


    Phase 1 OG:

    Phase 2: EG bleibt wie in Phase 1 bzw. Frage, was wir da machen? (relativ einfach z.B. In den hinteren Teil der Diele ein fensterloses Duschbad einbauen - alle Anschlüsse verlaufen dort eh durch den Raum. Dann als Wohnung abtrennen)

    Phase 2: OG:

    LG Martina

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  • vor 6 Jahren

    Ok, dann noch eine Frage: Ist die Wand zwischen Scheune und Wohnhaus wirklich so dünn? Ist sie tragend?

  • vor 6 Jahren
    Zuletzt geändert: vor 6 Jahren

    Weitere Fragen, die mir so durch den Kopf gehen:

    - Fitness im offenen Wohnbereich? Das würde ich ausgliedern. Ist sicher aber auch nichts, dass man jetzt beantworten muss.

    - Wenn unten ein Gästetrakt ist, braucht man dann oben noch die Kinderzimmer?

  • vor 6 Jahren

    Was ich auf jeden Fall machen würde:

    1. Leitungen für Wasser und Abwasser sowie Elektrik nach oben auf den Dachboden legen. Wenn es weiter der Kinderzimmer bedarf, würde ich diese Gästereserve vielleicht in Phase 3 nach oben verlegen, also zwei Zimmer, kleines Bad, offener Raum mit Dachterrasse.

    2. Würde ich auch unten die Leitungen genau überlegen. Denn mit den Anschlüssen für die Küche hinten ist es als Ferienwohnung etwas unattraktiv, da man dann immer erst durch das Schlafzimmer muss...

  • vor 6 Jahren

    Die Wand zwischen Diele und Garage und zwischen Scheune und Garage ist doppelt gemauert - das hab ich im Plan nicht so hinbekommen - einmal eine uralte wacklige Ziegelsteinmauer - daneben sind dann im Zuge des Ausbaus Garage und obendrüber Bad und Elternschlafzimmer eine neue Wand bzw. zwei neue Wände hochgemauert worden. Dieser neue Ausbau ist von einem Architekten geplant worden - die Pläne sind leider verlorengegangen.

    Deine Frage nach der Elektrik macht mich jetzt ganz glücklich. Warum auch immer, aber die Elektrik ist schon oben auf dem Dach :)

    Wasser und Abwasser aufs Dach, ist wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt sinnvoll, an dem wir die Bäder neu machen. Denn sonst kommen wir an die Leitungen nicht dran. Also nehme ich in meinen Plan mit auf - vor oder spätestens zu Beginn der Phase 2 Bäder neu machen.

    Ja, die Frage nach den Kinderzimmern / Gästezimmern ist aktuell schwer zu beantworten. Nach meinem Masterplan bräuchten die ja gar keinen zusätzlichen Zimmer auf dem Dachboden - bzw. brauchen sie diese evtl. dann, wenn wir das alte Haus abtrennen würden. Solange das gesamte OG von uns genutzt wird, hat dort jeder ein Zimmer.

    Ja, die Frage danach, ob der Fitnessbereich offen bleiben soll oder nicht, weiß ich auch nicht so genau. Am ehesten würde mir eine offene Abtrennung, also mit Unten Regal und oben Sprossenfensterverkleidung oder so vorschweben - aber wer weiß, was für Stützen, Wände etc. dann für die Statik gebraucht werden.

    Der Zuschnitt der Wohnung unten ist wirklich schwierig und recht klein. Schlafzimmer müsste dann in den Raum, wo jetzt das Arbeitszimmer ist. Die Wohnküche würde bleiben. Anders ist es ganz schwer zu machen. Dann muss man allerdings auch nicht durch das Schlafzimmer in die Küche.

    Ein kleines fensterloses Duschbad ließe sich noch hinten in der Diele einbauen, aber danach ist durch die Garage auch schon Schluss. Und hinten ist ab der Höhe der Diele das EG auf Kellerniveau. Da bekommt man ohnehin keinen Wohn- oder Schlafraum mehr hin.

    Ach so: An der Stelle nochmal vielen Dank für die vielen Fragen und die Diskussion - dadurch wird es mir immer klarer, wo und wie es realistisch werden könnte und woran ich alles denken muss!

    LG Martina



  • vor 6 Jahren
    Zuletzt geändert: vor 6 Jahren

    Ok unten ist klar und ich hatte gerade aus dem Auge verloren, dass die Wohnküche kein gefangener Raum ist. Sorry, hätte ich noch mal schauen sollen.

    Und es freut mich, wenn du es auch so siehst. Ich finde es auch immer klasse, wie man durch Diskussionen mit Leuten ganz anderer Meinung und Sichtweise alles bedenkt und es immer klarer wird. ;-)

    Da ich euch nicht kenne, kann ich also nur durch meine Brille schauen bzw. überlegen, was vielleicht schön bzw. praktisch wäre.

    Also wenn ich so viel Platz zur Verfügung hätte, dann würde ich, was den Anbau betrifft nicht so klein denken, sondern einen bewussten Gegensatz zum Altbau planen. Dass ihr da die kleinen Räume bzw. Übergänge behalten wollt, finde ich klasse. Ich hätte dann aber den Wunsch, für mich mehr Raum zu schaffen, großzügig zu sein.

    Also Kinderzimmer gäbe es bei einem Ausbau dann ja auch noch unten als Gästetrakt und man hätte auch noch die Ausweichmöglichkeit auf den Dachboden in späteren Phasen. Ich rate immer dazu alles zu bedenken, denn bei Zeiten gelegte Leitungen sind Gold wert. Ob es dann so kommt, ist eine andere Frage, daher immer die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Träume nicht vergessen.

    Meine Überlegungen würden daher in die Richtung gehen, die Scheune komplett für Essen+Wohnen+Bibliothek+Lounge zu nutzen und das angrenzende größere Bad als Küche. Sollte auf der Ebene noch ein Bad gewünscht sein, könnte man das sicher am einfachsten rechts oben planen (das mit dem braunen Boden). Kinder könnte Schlafzimmer sein und die drei zusammenhängende Räume Arbeiten und Gästebereich. Wobei ich Gäste oben oder unten sehen würde und hier nur mein Reich hätte.

    Den Eingang ins OG sehe ich auch eher im Dielenbereich über eine Außentreppe, damit ich den großen Wohnraum mit einer großen Fensterfront in den Garten öffnen könnte. Terrasse gleich neben dem Eingang ist nicht so privat.

    Einfach mal eine andere Sichtweise ;-).

    Martina Rausch hat ankestueber gedankt
  • vor 6 Jahren

    Ja, diese Diskussionen sind klasse! Hilft mir sehr, mich auch zu sortieren und rumzugestalten. Die Idee, den Bereich nach hinten draußen offener zu gestalten, finde ich klasse! Das würde ich mir mit der Garderobe ja völlig unnötig zubauen - du hast recht.

    Auch wenn die linke obere Hausecke aus dem Grundstück herausragt und die Grundstücksgrenze dann schräg vom Haus weg verläuft - man schaut also aus dem linkesten Fenster erstmal auf einen Zaun. Hier ein Bild von oben, auf dem man erkennt, wie die Grundstücksgrenze verläuft: An der zweiten grünen Linie verläuft ein Niveausprung.

    Ich bin ein Küchen- und Eßmensch. Wann immer ich Zeit habe, liebe ich es, einzukaufen und vor allem zu kochen. Da wäre mir auch das größere Bad zu klein für die Küche und auch zuweit weg vom Geschehen.

    Wenn ich also mal völlig frei plane, dann kommt sowas bei raus:

    Großer offener Bereich mit großen Schiebetüren nach hinten. Küche und Wohnen teilen sich den Ausblick auf die Terrasse in den Garten - an eine Küchentheke kommt ein kleiner Sitzbereich in Terrassennähe (den gibt das Programm so nicht her...) . Wohnen hat so genug Platz für einen Fernseh- und Bibliotheksbereich und einen in den Garten guck und Relaxbereich.

    Fitness bekommt einen separaten Raum. Die drei Durchgangszimmer sind unser Reich. Wenn mir das Arbeiten hinter dem Schlafzimmer nicht gefallen sollte, bleibt mein Arbeitszimmer einfach unten. Die Kinder bekommen eine Etage drüber zwei so großzügige Zimmer eingerichtet, dass sie da auch gegebenenfalls mit ihren eigenen Kindern nächtigen können.

    Ein zusätzliches Bad kommt wenn, dann ins EG und nicht aufs Dach. Ich bin ja schließlich täglich in dem Haus und profitiere da täglich von. Das Dach ist "nur" für Besuch.

    Weitere Feinheiten sind dann Treppenzugänge vom EG - neben der Garage aus der Scheune ins OG und dann evtl. von dort auch noch auf die Dachterrasse.

    Wenn ich die Badezimmer renoviere, ist zu überlegen, ob ich die Tür zur Wohndiele schließe und stattdessen eine Tür in den "neuen" Flur, dort wo die Nische ist, einplane. Dann behalte ich ein Bad, wenn ich das Haus irgendwann mal teile und rücke das Bad näher an Wohn-, Koch- Eßbereich ran.

    Wenn ich so überlege, dass ich am Montag noch so gar nicht wußte, in welche Richtung ich den planen soll / will, ist es mir beinahe unheimlich, wie schnell sich das gerade entwickelt hat.

    Morgen steht dann erstmal wieder der schnöde Alltag - Putzabklopfen koordinieren, gucken, dass die Container da stehen, wo sie hin sollen etc. an. Und natürlich die Bücher bestellen ;-)

    LG Martina


  • vor 6 Jahren

    Ok, super, dann frage ich mal weiter:

    Warum willst du einen Raum opfern, wenn du schon die Diele hast, die einen Eingang bekommen kann und auch für eine Garderobe Platz hat?

    Ich würde die Küche auch nicht auf den Badraum beschränken, sondern aus ihm heraus wachsen lassen. Das hätte den Vorteil, dass ein bisschen Küche versteckt ist, was nicht unpraktisch ist bei zu viel Chaos. ;-) Um aber mal konkreter planen zu können, bräuchte ich dann die Maße.

    Und dann noch mal zum Bad im DG. Ich finde das sehr praktisch, wenn Gäste ihr eigenes Bad haben und zwar auch genau da, wo sie sind. So ist jeder ungestört. Ich würde dann auch die Sauna oben ansiedeln und Bad und Sauna so planen, dass sie einen Ausgang auf die Dachterrasse haben oder in einen offenen Raum, den man als Ruheraum und gleichzeitig als Aufenthaltsraum für Besuch nutzen kann...

    So schön, wenn man in mehreren Phasen denken kann.

    Martina Rausch hat ankestueber gedankt
  • vor 6 Jahren

    Liebe Sandra, wow, das ist ja auch ein schönes Haus - und die Gestaltung der Außenwand ist ja toll. Die Fenster sind der Hammer - die passen super zum Haus. Danke für die Fotos und lg Martina

  • vor 6 Jahren

    Liebe Anke,

    ja genau - frag nur - deine Fragen bringen das Projekt Masterplan ja erst so richtig voran.

    Die Diele wird deshalb nicht Außeneingang, weil sie dafür eine Treppe oder eine sehr lange Rampe brauchen würde.


    Vor dem Garten kommt ja noch mein "Burggraben", über den eine Treppe aus der Wohndiele rausmüsste. Das obere Fenster gehört zu der Wohndiele - da sieht man, wo der Ausgang enden würde. Das wäre dann das Ende der Barrierefreiheit.

    Die Küche aus dem Badraum rauswachsen lassen, wäre optimal und da wäre ich sofort dabei, wenn nicht in dem kleinen Nebenraum zwischen Küche und Scheunenausbau der Kamin eingebaut wäre. Es wäre evtl. machbar - das muss aber der Statiker beurteilen, die beiden Wände ab der Höhe, in der der Kamin endet, zu öffnen - ich mach da heute im Laufe des Tages mal einen Plan zu.

    Wenn ich so plane, kann ich auch das Haus nicht durch Trennen irgendwann mal verkleinern. Seit ich so eine Planung bei einer Freundin in deren Neubau gesehen habe, bin ich da ein großer Fan von.

    Mit dem Bad im DG hast du sicherlich auch recht - das ist für die Gäste wirklich nett und auch, wenn man im Sommer auf der Dachterrasse sitzt und durch die Sauna den Weg nach unten nimmt oder im Winter nach der Sauna nochmal eben draußen Frischluft tanken kann. Hm, mal abwarten - vielleicht kommt es ja noch :)

    Fürs Erste hat der Masterplan ja schon hervorragende Dienste geleistet - ich hoffe, dass ich es am WE schaffe, mal ganz genaue Maße aufzunehmen.

    LG Martina

  • vor 6 Jahren

    Hallo Sandra, wunderschön!

    Kann es sein, dass ich das Haus schon mal in einer Wohnzeitschrift gesehen habe?

    LG Anke

  • vor 6 Jahren

    Hallo Martina,

    dann warte ich mal auf den Plan.

    Warum willst du das Haus auch noch mal da teilen, wenn du schon unten abtrennen kannst? Und dann musst du da ja auch an Leitungen für ein Bad denken.

    Und wenn ich mir den Straßenverlauf so anschaue, könnte man den Eingang dann auch da hin machen, wo du zuerst die Fitnessecke geplant hattest. Wenn man es später abtrennen würde, hätte es auch was für sich, wenn die Eingänge von unterschiedlichen Seiten sind.

    LG Anke

  • vor 6 Jahren
    Hallo Anke,
    bestimmt hab ich hier schon mal was gepostet. Wir waren nur mal in einem Artikel zur Dorferneuerung - vielen Dank an das Land Niedersachsen für die Förderung unserer Fassadenerneuerung :-)

    Hallo Martina, ich komme gerade bei der Detailplanung nicht mehr ganz mit - zu viele Details...nur vielleicht ein paar kleine Anregungen: wir haben in unser Dachgeschoss alle Anschlüsse gelegt. Als wir dann ausgebaut haben, haben wir uns entschieden, dass eine kleine Toilette mit Waschbecken reicht, denn eigentlich sollte bei uns im Dach auch nur das Gästezimmer entstehen. Es ist aber so toll geworden, dass es jetzt unser Wohnzimmer/Fernsehzimmer, unsere kleine Rückzugsoase über dem Dorf ist und für Gäste eben ein Bett aufgebaut wird. Die Toilette ist trotzdem eine gute Entscheidung gewesen.
    Den Schornstein haben wir komplett zurückgebaut, weil er an einer völlig unpassenden Stelle mitten durch unsere Küchenplanung ging und uns für ein Aussenrohr entschieden - nicht die schönste Lösung für das Haus, aber auch nicht so hässlich und der Ofen steht genau da, wo wir wollen.

    Ich warte gespannt auf weitere Grundrissideen....

    Ach so, die besten Ideen hatten wir, während wir gebaut haben!

    LG
    Sandra
    Martina Rausch hat Sandra He. gedankt
  • vor 6 Jahren

    Hallo Sandra, ja, ist ganz schön viel geworden. Hat sich aber fürs erste gelohnt. Ab Sonntag wird dann weiter abgeklopft. Es wird ja auch ganz viel davon abhängen, was wir unter dem ganzen Gips so finden - was bleiben kann und was erneuert oder zusätzlich befestigt werden muss.

    Die Anschlüsse für die Elektrik liegen schon oben auf dem Dachboden, auf dem im ersten Schritt ohnehin nichts geplant ist. Wasser gehen wir im ersten Schritt gar nicht ran. Die Bäder kommen eh später.

    Jetzt brauch ich erstmal ein bis zwei Abende mit meinem Mann, um mit dem in Ruhe die Pläne zu besprechen. Mal schauen, was dem noch so einfällt.

    LG Martina

  • vor 6 Jahren

    Warum besprecht ihr die ganzen Ideen und Pläne eigentlich nicht mal mit eurer Architektin? Ich kann sehr gut verstehen, dass ihr relativ schnell ins Haus müsst wegen der Kündigung allerdings habe ich ein wenig den Eindruck, dass euch momentan gar nicht klar ist wo ihr wirklich mal mit dem Haus hin wollt (Dach ausbauen - nicht ausbauen?, eventuell mal trennen - nicht trennen - wie trennen?, Eingang?,etc.) und was wie bei dem Haus überhaupt möglich ist. Es macht wenig Sinn Ideen auszuarbeiten die eventuell gar nicht umgesetzt werden dürfen (von Amtswegen) oder nur unter enormen finanziellem Aufwand eigentlich zu machen sind, z.B. Stichwort Dachterrasse und Eingang. Ihr solltet erstmal in Ruhe (und vielleicht mit eurer Architektin zusammen) erarbeiten was ihr unbedingt braucht, was ihr gerne hättet (als nice-to-have), was wie davon umsetzbar ist und dann einen Schlachtplan erstellen wie ihr das ganze (auch nach und nach) umsetzt. Dann könnt ihr auch viel besser einschätzen was es sich jetzt lohnt wo zu machen. Ihr werdet so oder so eine Weile auf einer Baustelle leben. Alle Anschlüsse direkt bis ins Dach zu ziehen kann ich übrigens auch nur so empfehlen. Im ürbigens vermute ich auch, dass es euch wie fast allen Bauherren eines Altbaus ergehen wird - es wird viel mehr Arbeit als man vorher meint oder ursprünglich vor hatte^^

    Martina Rausch hat User gedankt
  • vor 6 Jahren

    Im Grunde hast du recht - und dann auch wieder nicht.

    1.) Von Amts wegen gibt es für die Pläne, die wir hier bisher diskutiert haben, keine Einschränkungen bzw. die Einschränkung, dass ein Ausbau der Scheune, der eine Umwidmung zu Wohnzwecken bedeutet, planerisch und bautechnisch wie ein Neubau durchzuführen ist (s.u.) .Das ist geklärt.

    2.) Die Option im Alter trennen zu können, ist eine Anforderung, die die Pläne erfüllen sollen, wenn wir an den Masterplan gehen. Genauso wie Barrierefreiheit bzw. möglichst wenige Treppen - fürs Alter.

    3.) Was wir unbedingt brauchen, wird in Schritt eins umgesetzt.Damit leben wir dann auch nicht mehr auf einer Baustelle.

    4.) Es gibt mehrere Gründe und die liebe Zeit, weswegen wir uns gemeinsam mit der Architektin entschieden haben, jetzt erstmal loszulegen:

    - wir wissen schlichtweg jetzt noch nicht, wie sich das Zusammensein mit unseren Kindern entwickeln wird und mit wie viel oder wenig Platz wir dann planen möchten

    - wenn das Dach neu gedeckt wird, wird sich die gesamte Statik nochmal verändern. Das betrifft dann das ganze Haus

    - wenn wir in der Scheune ausbauen, muss das aufgrund der Gesetzeslage wie ein Neubau geplant und beantragt werden. Das mach ich nicht jetzt, wenn ich doch erst später - und mit später meine ich in zwei / drei Jahren, bauen werde

    - und jetzt kommt die Zeit (und auch das Geld ins Spiel). selbst, wenn ich das jetzt machen würde und mit nahezu allem anderen (außer dem Entkernen) warten würde, bis diese Pläne und die Genehmigungen alle fertig sind und ich auch noch zumindest grobe Angebote der wichtigsten Gewerke beisammen habe, läuft uns tatsächlich die Zeit davon. Dann kann ja auch noch passieren, dass wir uns in dem IST-Zustand so wohl fühlen, dass wir die weiteren Pläne komplett umkrempeln


    Wir haben jetzt mehrere wirklich gute Hinweise bekommen und nach aktuellem Stand einen Plan, wo wir hinwollen. Das hat uns zum jetztigen Zeitpunkt bei einigen Entscheidungen sehr geholfen.

    Kann sein, dass das alles viel mehr Arbeit wird, als wir zum jetztigen Zeitpunkt ahnen. Kann auch sein, dass wir Glück haben und das Haus in einem guten Zustand ist und alles glatt geht. Das können wir jetzt ohnehin nicht mehr beeinflussen, sondern nur das Beste draus machen. Jetzt wird entkernt, damit der Statiker und wir weiter planen können. Parallel dazu planen wir schonmal die Einrichtung und darauf basierend die Elektroanschlüsse in den Zimmern.

    LG Martina

  • vor 6 Jahren

    Ich wünsche dir viel Glück für euer Vorhaben und drücke die Daumen, dass nicht zu viele Überraschungen auf euch warten. Bitte halte uns auf dem Laufenden! Und ich warte dann mal auf die nächsten Threads. ;-)

    LG Anke

    Martina Rausch hat ankestueber gedankt
  • vor 6 Jahren

    Danke dir! Unser Vermieter ist auch Architekt - der will zwar "schnellstmöglich" selber in sein Haus einziehen, setzt uns aber nicht die Pistole auf die Brust. Die ein oder andere Überraschung können wir also verkraften. Die nächsten Threads lege ich grade mal an und verlinke sie hier ;-)

    LG Martina

  • vor 6 Jahren

    So - und hier kommt der Link zu unserer momentan drängensten Einrichtungsfrage:

    https://www.houzz.de/forum/moebel-stellen-arbeitszimmer-dsvw-vd~5116503

    Und hier kommen jetzt endlich die bemaßten Pläne:


    Wobei hier gilt: Wir haben, nachdem wir gemessen haben, von einer Wand bis zu 10 cm dicken Putz runtergeholt. Die Wände (wie auch die Böden und die Decken) sind zum Teil einfach schief. Das gibt aber weder das Programm noch unsere zeichnerischen Fähigkeiten her.

    LG Martina


  • vor 6 Jahren

    Was ich noch nicht verstehe ist der Eingang in den ehemaligen Stall. Auf den Fotos sehe ich eine schöne alte Holztür und rechts daneben ein sehr kleines quadratisches Fenster. Wollt ihr das ändern? Irgendwie sehr es in deiner Zeichnung so aus...

    Martina Rausch hat ankestueber gedankt
  • vor 6 Jahren

    Nein - das soll fast genauso bleiben - es sind im Plan nur die Maße vom Fenster falsch.

    Es muss beides austgetauscht werden - die Holztür taugt nur noch auf Bildern was. Evtl. kann ich die retten und irgendwo als Zimmertür einsetzen.

    Da soll aber wieder eine schöne alte Haustür rein. Über der Tür wurde noch ein Oberlicht verschlossen - das soll wieder aufgemacht werden. Und in das Fenster kommt ein kleines Sprossenfenster - optisch wie jetzt aber dicht und isoliert :)

    LG Martina

  • vor 6 Jahren

    Ja, die alte Tür auf jeden Fall aufheben und wiederverwenden.

    Martina Rausch hat ankestueber gedankt
  • PRO
    vor 6 Jahren

    Habt Ihr das Thema Dämmung, Heizung, Fenster etc. eigentlich schon durch ?

    Falls Ihr ohne weitere Dämmmaßnahmen einzieht, empfehle ich Dir, alle größeren Möbelstücke, auch Wange von Küchenzeile, Bilder etc. mit einem Mindestabstand von der Außenwand aufzustellen/-hängen wegen evtl. Schimmelgefahr.

    Alte Sachen wie diese Tür, auch Backsteine, Lehmsteine, Natursteine ( Garten ), die ausgebaut werden, würde ich eine ganze Weile aufheben, gegebenfalls ein kleines Materiallager anlegen für den späteren evtl. Gebrauch.

    Aus so einer alten Tür lässt sich auch z.B. noch ein Tisch ö.ä. bauen oder ist noch als Gartendeko brauchbar.

    Martina Rausch hat Gudula v.Steht, Gartenberatung/ -Gestaltung gedankt
  • vor 6 Jahren

    Ja, wir haben eine Energieberatung gehabt. Die Heizung ist noch relativ neu und gut. Die Fenster bis auf zwei dito - die brauchen nur einen neuen Anstrich.

    Gedämmt wird wenn, dann draußen - drinnen soll mit einem "mineralischen Putz" gearbeitet werden. Außerdem wird die Außenwand des Neubaus im OG - also die linke Wand des Elternschlafzimmers, des Flurs oben und des kleinen Kammerchens gedämmt werden. Diese Wand liegt innerhalb der Scheune. Angedacht wurde auch, auf dem Dachboden Fußboden eine Dämmschicht aufzubringen.

    Bei den Wänden sollen wir überall ein wenig Abstand halten. Der Lehm ist immer feucht (und das muss auch so sein) - deshalb muss dort immer ein bißchen Luft an die Wände kommen können.

    In der Scheune haben wir ja glücklicherweise genügend Platz für ein Materiallager. Da bereite ich gleich mal ein paar Schilder vor, damit jeder weiß, in welche Box was reinkommen soll.

    Ja, die Tür behalten wir - die ist nur unten schon recht faul - wenn ich die als Ganzes nicht mehr einsetzen kann, dann ist ein Tisch eine super Idee! Evtl. sogar als Ablage in die Diele.

    LG Martina


  • PRO
    vor 6 Jahren
    Zuletzt geändert: vor 6 Jahren

    Warum sind Ihre Lehmwände feucht und sollen auch feucht sein?!! Woher kommt diese Feuchtigkeit?

    Sie könnten statt eines mineralischen Putzes innen auch einen Lehmputz verwenden und dann mit Lehmfarben streichen.

  • PRO
    vor 6 Jahren

    Wahrscheinlich mineralischer Putz wegen der Feuchtigkeit, oder?

  • vor 6 Jahren

    Oho, ich muss hier auch fragen warum sind die Wände feucht? Und warum bitte sollen sie feucht sein? Normal ist das definitiv nicht, Lehmwände sollen nicht feucht sein, Fachwerkswände gleich gar nicht. Wenn sie zu feucht sind können sie ihrer "Funktion" der Raumklimaregulation ja auch nicht mehr wirklich nachkommen? Und viel wichtiger, für das Holz ist Feuchtigkeit immer schlecht, zeigt sich ja wie Sie schreiben schon an eurer Tür. Nicht das ihr (irgendwann) angegriffene Balken, Pfosten, etc. habt! Bitte ziehen Sie unbedingt einen Fachmann/frau für Fachwerkhäuser und Lehmarbeiten zu Rate! Mir schwat hier gerade böses. Wie Frau von Steht schon vorschlug würde ich bei Lehmwänden dann auch überlegen einen Lehmputz zu verwenden. Die Dämmung muss bei einem Fachwerkhaus auch besonders sorgfältig geplant und ausgeführt werden wenn man sich das Haus damit nicht kaputt machen will. Lassen Sie die Dämmung daher von einem Fachmann/frau für solche Häuser planen und nicht von einem Energieberater.

  • PRO
    vor 6 Jahren

    Tut mir leid, aber ich habe das Gefühl, das hier etwas nicht o.k. ist.

    Eine Lehmwand ist nur dauerhaft feucht, wenn sie dauerhaft Wasser zieht, z.B. durch aufsteigende Nässe.


    Was meint denn die Architektin?


  • PRO
    vor 6 Jahren

    Gleichzeitig...:)

  • PRO
    vor 6 Jahren

    Meinten Sie mit mineralischem Putz einen Außenputz?

    Außen ungeschützte Lehmwände erhalten zum Schutz einen Kalkputz oder eine Mischung mit Kasein, da Lehm schnell Feuchtigkeit aufnimmt.

    Das wäre bei mir Punkt 1 im Masterplan.

    Ob das hier ausreicht, würde ich genau abklären lassen. Lehmwände müssen, wie alle anderen Wände auch, dauerhaft trocken sein! siehe Blueberry Cake!


  • vor 6 Jahren

    Wahrscheinlich habe ich das falsch geschrieben:

    die Lehmwände halten laut der Architektin mehr Feuchtigkeit als Neubauwände - das soll laut ihr auch so sein. Um das "Atmen" der Wände zu ermöglichen, soll nur mit Baustoffen, die es auch schon zur Bauzeit gab, gearbeitet werden - also Lehmputz wäre OK, Gips, der dann dem Lehm Wasser entzieht nicht - verschiedene "moderne" Farben und Verputze könnten die Wände verschließen. Die Balken sind von 1750 und zumindest in den Wänden sind diejenigen, die wir offen gelegt haben, einwandfrei bzw. dem Alter entsprechend.



    Die Holztür ist eine Außentür und unten von außen angefault. Das liegt wahrscheinlich eher am Wetter und fehlender Pflege / Anstrich als an Lehmwänden, die in diesem Teil des Hauses Ziegelwände sind.


    Wand zwischen Flur und Diele auf Flurseite vorher (hinten die halb geöffnete Tür ist die, die in die Diele führt - dahinter ist flurbreit die Treppe nach oben) - mit Styropor gedämmte Wand:

    Nachher bzw. zwischendrin - die gleiche Wand ist zur Hälfte vom Tapete, Styropor und Putz befreit:

    Die gleiche Wand mit Deckenbalken von der anderen Seite:



    In diesem Raum wird höchstwahrscheinlich die Decke entfernt werden und eine Houdries Decke eingebaut werden. Die offen liegenden Balken sind aber auch nicht feucht.


    Mein Wissensstand ist, dass in einem Lehmhaus immer rund 40 % Luftfeuchtigkeit sind - das resultiert doch grade daraus, dass der Lehm die Feuchtigkeit reguliert.

    Der Keller hat ganz normale Feuchtigkeit von unten aus dem Boden - hier haben wir Glück, dass nicht mit irgendwelchen unpassenden Maßnahmen, versucht wurde, die Wände "abzudichten" - da werden ausschließlich die Lichtschächte nach draußen nochmal geöffnet.

    Bisher waren die Experten in dem Haus die Architektin, die auch Energieberaterin ist, und der Statiker. Beide wollen das Haus nackig sehen - also alles von den Wänden runter haben. Für den Statiker habe ich auch die Risse in den Decken fotografiert. Daraus will er dann ableiten, wie die Lastenverteilung im Haus verläuft. Beide haben viel Berufserfahrung mit "alten" Häusern und es waren beide der Meinung, dass die Substanz soweit ersichtlich in einem altersgemäßen guten Zustand ist und weitestgehend erhalten bleiben kann.

    LG Martina




  • vor 6 Jahren

    Ach so und Ergänzung: Die Außenwände soweit wir die bis jetzt frei haben, sind keine Lehmwände, sondern gemauert:

    Außenwand Kinderzimmer klein - neben Wohndiele (der Sinn des Balkens erschließt sich nicht, aber auch dieser Balken ist nicht faul) links ist die Wand, an der das Fenster ist.


    Innenwand zum Wohnzimmer - rechts ist der Kamin - noch nicht freigelegt:

    LG Martina

  • vor 6 Jahren

    Ah, das klingt schon besser. Aus irgendeinem Grund hab ich die Tür um die es ging dem Innenbereich zugeordnet aber die ist ja außen. Sorry. Die Regulierung der relative Luftfeuchte in Lehmhäusern/räumen stimmt schon ist aber absolut nicht gleichbedeutend mit feuchten Wänden. Feuchte Wände sind etwas völlig anderes als das der Lehm die Luftfeuchte aufnimmt und dann langsam wieder abgibt. Simples Missverständnis. Ihr solltet trotzdem sicherheitshalber nochmal prüfen ob es aufsteigende oder eindringende Feuchtigkeit gibt. Sind die Außenwände komplett gemauert oder nur das EG? Das gibt es oft, dass das EG gemauert (Bruchstein, Sandstein, etc.) ist und die weiteren Stockwerke Fachwerkwerk sind.

    Ansich scheint ihr bei eurer Architektin schonmal in guten Händen zu sein.

    Martina Rausch hat User gedankt
  • PRO
    vor 6 Jahren

    Alles klar, vielleicht sollten Sie sich ein wenig in die Materie einarbeiten und entsprechend hier wiedergeben, bevor Sie uns hier von den Stühlen reißen..........:)

  • vor 6 Jahren

    Sorry für das Mißverständnis - das wollte ich wirklich nicht. Es ist halt alles noch so neu und geht auch nur stückchenweise voran.

    Die von innen freigelegte Außenwand ist im OG die Giebelseite. Dort ist also schonmal gemauert. Vermutlich sieht die Außenwand im EG ähnlich aus. Die ist im Arbeitszimmer noch abgehängt.

    Obendrüber ist nur noch der Dachboden.

    Die Frage, wie die Wänden nach hinten und nach vorne sind, können wir noch nicht beantworten - soweit sind wir noch nicht.

    Feuchtigkeit messen hatten wir auch schon überlegt - dafür sollte alles aber erstmal so weit wie möglich freigelegt sein und eine Woche oder so zum Trocknen haben.

    Z.B. waren sämtliche Nägel, mit denen das Styropor im Flur befestigt war, gerostet. Über dem Styropor war eine dicke Vliestapete (so komisch kunststoffmäßig, wie man das in den 1980ern hatte). Da weder Putz noch Ziegelwand "feucht wirken" - ist die Vermutung, dass Putz, Styropor und Tapete Feuchtigkeit eingeschlossen haben.

    An einer Außenwand innen haben wir Schimmelbildung - hier kann die Architektin zumindest nicht ausschließen, dass das an der Verwendung von falschen Dämm- und Streichmaterialien liegt - will also dort erstmal wie überall freie Sicht auf den Übeltäter.

    Nach optischer Kontrolle ist der Feuchtigkeitseintritt, den wir an der Kellerwand in der Diele haben, normal und nicht besorgniserregend oder Substanz schädigend. Das verkraften die alten Steine locker und auch die Holzfuttertröge, die direkt an der Wand eingebaut sind, sind nicht faul o.ä.

    Hintere unterirdische Außenwand von innen in der Diele.


    Ja, ich habe auch einen guten Eindruck von Architektin und Statiker. Die helfen mir sehr dabei, das Ganze zu strukturieren. Da hatten wir einfach Glück. Sie war die erste, die mir einfiel (weil ich sie vom Sport her kenne) und hat direkt auch noch die nötige Erfahrung und Kontakte und Lust darauf, das Ganze mit uns zu machen...

    LG Martina

  • vor 6 Jahren

    Also eure Kellerwand sieht nass aus, klitschnass. Auch wenn es aufgrund der Bauart normal ist und für die Wand idR selbst kein Problem solltet ihr halt schauen wie weit die Feuchtigkeit hoch zieht, ob eine Horizontalsperre vorhanden ist, etc. In meinem Haus sind die Kellerwände auch patschnass aber dank Horizontalsperre gibt es keine aufsteigende Feuchtigkeit, oben ist alles trocken, unser Holz ist gesund, Schimmel gibts niergendwo im Haus.

    Wir hatten in einem Kellerraum auch noch so eine Kappendecke (die restlichen waren schon getauscht worden). Ich möchte nur mal zeigen wie unsere Träger aussahen...Bei alten Kappendecken ist ein Tausch meist angeraten, die Träger sind meist nach 100 Jahren durch. Von außen waren die massiven Schäden übrigens nicht zu sehen, erst nach dem Ausbau. Die Dinger waren löchrig wie Schweizer Käse ;)

    Was die verrosteten Nägel anbelangt ist es natürlich gut aufmerksam zu sein, gerade wenn man schon Schimmel und nasse Keller hat, es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass einfach schon rostige Nägel verwendet wurden.

    Martina Rausch hat User gedankt
  • PRO
    vor 6 Jahren

    Alles gut ! :) Und das hört sich doch gut an !

    Manchmal hat sich auch nur Schimmel gebildet, weil ein Schrank o.a. zu dicht an einer Außenwand stand.

    Schön, dass Sie die richtigen Fachkräfte an Ihrer Seite haben, das bringt Sicherheit und Entspannung.:)

    Übrigens: Wenn Sie Ihre Threads auch ins Design Dilemma einstellen, erreichen Sie m.E. noch viel mehr interessierte Leute !


  • vor 6 Jahren

    Ach du Schande :o

    Ja, die Decke in diesem Raum soll raus und es soll eine Houdriesdecke rein - in den kleinen Raum oberhalb vorne gehen wir aktuell auch gar nicht rein - wollen ja einen geregelten Deckenabriss... Wobei der hintere Teil der Decke, da wo das Niveau unterirdisch ist, komischerweise zumindest optisch besser aussieht.

    Danke für den Hinweis. Da frage ich Statiker und Architektin, wenn sie zum Termin kommen, nach eine Horizontalsperre.

    Und wenn wir dann die Feuchtigkeit messen, messen wir die auch in dieser Wand. Wobei ich glaube, dass das auf dem Foto täuscht und die Wand durch die ganz verschiedenfarbigen Steine und den jahrundertealten Dreck, der überall dranhängt und draufhängt, auf dem Foto so naß wirkt. Der Fußboden ist z.B. knochentrocken dort überall.

    Evtl. können wir die Holzbalken erhalten oder unterhalb der dann abgehängten Decke nochmal als "Deko" anbringen.

    Was den Schimmel im OG angeht:

    Der Neubau ist unisoliert in die Scheune reingebaut worden. Da von oben keine Feuchtigkeit kommt und unten die Garage auch trocken ist, ist das zu 99 % Kondenswasser an der unisolierten Außenwand - in Kombination mit Möbeln (genau, wo das Nachtschränkchen stand, ist der Schimmelfleck)

    Der zweite Schimmel ist an der vorderen linken Hausecke im OG. Was da schiefgelaufen ist, können wir aktuell noch nicht sagen.

    Soweit wir wir das schon offen haben, ist das Holz auch völlig i.O.

    LG Martina


  • vor 6 Jahren

    Nass und nass sind halt oft zwei Paar Schuhe. Bei uns läuft auch kein Wasser an der Wand entlang und wenn man die Hand an die Wand hält fühlt es sich auch nicht nass an aber Blasen, Wellungen und Abblätterungen in Farbe und Putz, Ausblühungen, etc. sind alles meist untrügliche Hinweise auf nasse Wände. Das "Ausmaß" zeigt sich meist tatsächlich nur mit dem Messgerät (oder an Schäden). Wie schon gesagt, für die Wände ist es normalerweise kein Problem, man muss nur schauen, dass die Feuchtigkeit nicht zu weit hoch zieht.

    Zum Thema Außenwand mit Schimmel. Ist dort in dem Bereich vielleicht ein Fallrohr einer Regenrinne? Wir hatten mal ein Haus besichtigt, dass ein kaputtes Fallrohr hatte - Wasserschaden über die halbe Hauswand, Putz ist abgefallen, innen Schimmmel, mögliche beginnende Instabilität der Außenwand. Manchmal können solche Probleme auch von (nicht richtig) behobenen Wasserschäden aller Art herrühren.

  • vor 6 Jahren

    Das (ehemalige) Fallrohr könnte es gewesen sein. Ich habe grade mal auf den Fotos nachgeschaut. An der Dachrinne unten sieht man noch die Befestigung für ein Fallrohr - das Fallrohr selber verläuft jetzt allerdings deutlich mehr nach links versetzt (Richtung Haustür) und sieht auch noch relativ neu aus.

    So schlimm ist es hier nicht - es sind weder außen am Putz noch innen am Putz Schäden erkennbar - nur an einigen Stellen innen kleine dunkelgraue Schimmelpunkte.

    Ja, so Häuser habe ich auch gesehen. Das Wasser ist zwischen den Wänden durchgelaufen, weil Anbau und alter Bau sich "voneinander" gelöst hatten.

    Abblätterungen und Aufblühen haben wir nix. Da ist aber auch nur teilweise ganz normaler Putz auf den Wänden (halt dreckig) und ansonsten sind die Wände nackt.

  • vor 6 Jahren

    So, es geht voran - das Haus ist jetzt zu großen Teilen innen nackig - Statiker und Schornsteinfeger waren da - und wir sehen vieles jetzt klarer - an dieser Stelle auch vielen Dank an euch für die Diskussionen und Anregungen und ein paar Bilder vom jetztigen Zustand samt Erläuterung, was aktuell geplant ist:

    Die Frage, ob die Wand unten im Zimmer zum Flur rauskann oder nicht, ist geklärt - die Wand kann raus :)

    Hier der Blick in den noch Flur auf die dann Terrassentür - links die Wand kommt raus.


    Zurück im Zimmer unten - die Tür in die Wohnküche wird wieder geöffnet - und somit wird unten dann auch das Wohnzimmer sein. Rechts neben der Tür ist die Klappe zum Kamin - ebenfalls offen - der Kamin ist noch in Ordnung (und muss nur wieder ein Stückchen aufgemauert werden laut Schornsteinfeger) kann dann dort auch ein Ofen ran.

    Blick zurück Richtung Treppe: rechts geht es in die Wohnküche, links gegenüber in die Diele - um uns nicht im Türenwirrwarr zu verlieren, wird die Wand dort geschlossen - also quasi die Wand zwischen Wohnküche und Wohnzimmer durch den Flur verlängert.

    Jetzt sind wir auch schon oben:

    Fast überall sind entweder wunderbare Steine oder altes Fachwerk - und zum Teil auch noch alte Dielen - ich bin entzückt:

    Blick von der Wohndiele in mein zukünftiges Arbeitszimmer

    Und auch hier kann ein Ofen an den Kamin angeschlossen werden. Zuerst muss aber der Boden bzw. von unten die Decke neu gemacht werden...

    Und nochmehr Fachwerkwand - im zukünftigen Arbeitszimmer - die Holzständer kommen natürlich noch raus und so wurden oben aus zwei Zimmern wieder ein.

    Ob die Säule da stehen bleiben muss, wo sie gerade steht, oder ob ich für sie einen anderen Platz finden darf, rechnet der Statiker noch:

    Wie ihr seht, waren wir ganz schön fleissig. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    LG Martina

  • vor 6 Jahren
    Wow, da wart ihr aber wirklich fleißig! Toll, so ein ausgepacktes Haus. Und unglaublich, wie schnell es dann mit ein bisschen Putz wieder wohnlich wird. Ich bin gespannt auf den weiteren Fortschritt!
    Grüße
    Sandra
    Martina Rausch hat Sandra He. gedankt
  • vor 6 Jahren

    Sehr fleißig und so eine saubere Baustelle. Ich bin begeistert und gespannt.

    Martina Rausch hat ankestueber gedankt
  • vor 6 Jahren
    Schaut gut aus. Aber magst du mir erklären wieso die Wand zum Flur raus kann? Zieht ihr einen Träger? Wenn ich jetzt nicht bei der falschen Wand bin, dann ist die zweireihig gemauert (sieht aus als wär es mal eine Außenwand gewesen) und auf ihr liegen Deckenbalken?
    Martina Rausch hat User gedankt
  • vor 6 Jahren

    Du hast denke ich schon die richtige Wand. Die komplette Decke kommt raus, da zwischen einem Balken und der Außenwand nur "Dreck" eingebaut wurde, der rausfallen wird, sobald man an den Balken geht. Da die Balken "nur" die Decke tragen, können sie raus. Zum Decke Tragen sind es aber wiederum zu wenig Balken. Deshalb wird es eine komplett neue Decke (Houdriesdecke) geben, die schmale Querträger bekommt. Dazu kommt, dass der mittlere Balken auch noch oberhalb der jetztigen Tür in den Flur aufliegt. Die Mauer ist wirklich ulkig - sie ist z.B. an der Seite zur Außenwand gar nicht angemauert - da ist eine kleine Lücke, die nur zugeputzt war. Durch diese Lücke waren auch riesige Risse in dem Putz an der Stelle. Außenwand war das keine, das war eher die benachbarte Wand. Diese bekommt wiederum "Verstärkung" durch eine zusätzliche Wand.

    Hier ein Bild von außen - die Wand, die abgerissen werden soll verläuft ziemlich genau dort, wo das Fallrohr außen ist rechts von der Haustür. Die andere Wand, die verstärkt wird, auf der anderen Seite der Haustür zwischen Haustür und Fenster, aber deutlich dichter an der Haustür. Wir vermuten, dass diese zweite Wand früher einmal eine Außenwand war, da der linke Teil des Hauses auch nicht unterkellert ist. der Gewölbekeller geht ziemlich genau bis zu dieser zweiten Wand.

    Dann hatten wir ja auch noch Sorge wegen des Niveauunterschieds des Fußbodens zwischen Zimmer und Flur. Diese Sorge hat sich als unbegründet herausgestellt. Der Fußboden wurde künstlich erhöht, kann also wieder zurückgebaut werden.

  • vor 6 Jahren
    Ahhh besten Dank für die Erläuterung. Ich beneide euch um eure Dielen, die sehen so schön sauber aus. Auf unseren klebt Ausgleichsmasse und Kleber...
  • vor 6 Jahren

    Beneiden darfst du uns dann, wenn wir die schönen sauberen Dielen mit möglichst wenigen Beschädigungen ausgebaut bekommen, da sie blöderweise genau dort verlegt sind, wo die Decke erneuert wird und die neue Wand hinkommt :))))

  • PRO
    vor 6 Jahren

    Da geht mir richtig das Herz auf bei den schönen Fotos! :)

    Vielleicht gar nicht alle Wände wieder verputzen?

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