Außen
Im Obergeschoss war die aufwendigste Arbeit die Dämmung des Daches. „Wir haben die Sparren nach oben und unten aufgedoppelt, damit die gesamte Dachkonstruktion nicht zu hoch wird. Dies wird am giebelseitigen Dachabschluss deutlich, wo eine hölzerne Zahnleiste direkt bis unter die Dachziegel läuft um einen möglichst filigranen Abschluss herzustellen. Auch bei dieser Detailausbildung war die Architektur der fünfziger Jahre Vorbild“, erläutert Gerstein. Bei den Arbeiten traten die in den 1950er Jahren üblichen Materialien zutage, Strohmatten und Gips. Auch alte Zeitungen fanden sich im Dachstuhl. Das wurde alles entfernt. „Die Bauherren haben danach die Kehlbalken freigelegt und gewachst. Alles in Eigenleistung“, so der Architekt. Diese Arbeiten haben den jungen Bauherren wohl Mühe gemacht, aber auch einige Kosten erspart.
Sehr schön ist hier von außen zu sehen, wie spielerisch die Architekten mit dem rechteckigen Anbau umgegangen sind. Die Verkleidung aus Eichenholzbrettern ist nicht nur funktional, sondern mit den verschiedenen Brettstärken auch dekorativ. Wie eine Art Intarsie umfassen sie das Fenster – was dem Gebäude seinen Namen gab: „Haus Intarsie“.
Auch die Fassade bleibt der Kombination aus Einfachheit und Kontrasten treu. Martin Wienberg: „Das ursprüngliche Haus war außen ebenfalls mit schwarzem Holz verkleidet, bedurfte aber einer Erneuerung und wurde vollständig ersetzt. Auch der Anbau wurde mit schwarz lackiertem Kiefernholz gedeckt. Man könnte sagen, dass der ursprüngliche Charakter des schwarzen Holzhauses mitten im Grün erhalten geblieben ist.“
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