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Eva Zimmermann

Lieber B_Anderegg,

nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Die radikale Umgestaltung des Hauses passierte in den 60er-Jahren im Sinne der Nachkriegsmoderne, als man auch auf Bauämtern und in Behörden modernistische Wohnformen für das Nonplusultra hielt. Die Bauherren erwarben das Gebäude bereits in dieser veränderten Form. Danach erst geschah die Sanierung, über die im Artikel berichtet wird.

Viele Grüße aus der Redaktion

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b_anderegg

Danke für diesen Hinweis, liebe Frau Zimmermann.

Ich hatte durchaus wahrgenommen, daß die Änderung der Dachform etc. schon ca. 50 Jahre zurück liegt (und damit in eine stadtplanerisch und stadtarchitektonisch insgesamt "schwierige" Zeit fällt).

Was ich bedauere, ist, daß beim erneuten Umbau nicht Gestaltungselemente gewählt (oder auch als Auflage vorgegeben) wurden, die die damalige "Radikalkur" wieder etwas harmonischer in den Gesamtkontext der Nachbarschaft setzt. Solche Elemente sind, wie Sie wissen, relativ wenig aufwändig und können modernes Bauen (oder hier: Sanieren) mit Respekt vor dem historischen Umfeld sensibel verbinden.

Oder mit anderen Worten (und zugegeben etwas provokant formuliert): Nur, weil man in den 1960ern eine solche Um-Bausünde zugelassen hat, muß man doch nicht in der heutigen Zeit an den Fehlern der damaligen Zeit vom Prinzip her festhalten.

Nichts für ungut - diese Kritik richtet sich, wie gesagt, eher an die Stadtplanung und die Verwaltung/Behörden vor Ort, die das Größere im Auge haben sollten; nicht so sehr an die Immobilieneigner, die nachvollziehbarerweise zunächst nur ihr eigenes Haus im Auge haben, das als solches ja sehr gelungen ist; nur halt vielleicht in der Ensemble-Wirkung mit seinen Nachbarn wenig harmonisch daher kommt.

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PRO
RADIUSplus

Danke für die netten Worte zu dem Projekt und auch für die fair formulierte Kritik am städtebaulichen Ansatz.

Wir fanden es richtig, dem Gebäude auf seiner "Zeitreise" keine historisierenden Elemente hinzuzufügen sondern es zeitgemäß zu "klären". Den Erker als Erinnerung an die früheren Bauzustände zu erhalten und die poetische Eingangssituation zu schaffen (die man auf den Fotos leider nicht sieht) schienen uns ausreichend und angemessen in der Straßenfassade, die auf keinen Fall kitschig oder künstlich werden sollte.

Zusammen mit den mittlerweile großen Apfelbäumen und dem üppig bewachsenen Vorgarten wirkt das Projekt nun gut eingewachsen in die Reihe seiner Nachbarhäuser...

(Übrigens: Das Bauamt hat uns keinerlei Auflagen gemacht und der Umbau bedurfte keiner Baugenehmigung.)

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