tobias_ebeling

Terrassenplanung

Tobias Ebeling
vor 13 Tagen
zuletzt bearbeitet:vor 13 Tagen

Hallo liebe Houzz-Community,

vor kurzem haben wir unseren Gartenzaun fertig gestellt und möchten jetzt im Anschluss unsere Terrasse planen. Dafür benötigen wir sowohl kreative als auch technische Unterstützung und hoffe, dass ihr uns weiterhelfen könnt.

Vorab die Grundinformationen zum geplanten Terrassenbau:

- Die Fläche beträgt ca. 50-60qm, je nach Ausführung

- Als Bodenmaterial möchten wir Terrassenplatten (75x75x2cm) aus Feinsteinzeug verwenden.

- Mineralgemisch liegt bereits (muss noch vom Unkraut befreit werden)

- Vermutlich wird das Mineralgemisch nicht ausreichen

Anbei erstmal ein paar Fotos, damit ihr eine Vorstellung habt, wie es bei uns ausschaut:

1. Erstmal eine Art Lageplan, welchen wir im Gardena Gartenplaner angelegt haben:



2. Live-Fotos (Diverse Aufräumarbeiten sind noch zu machen, dem bin ich mir bewusst)

Frühstücksterrasse und Weg zur Hauptterrasse



Hauptterrasse





Nahaufnahme der bodentiefen Fenster und Terrassenplatte (rot markiert)







Folgende Fragen beschäftigen uns. Ich habe versucht die Fragen entsprechend zu clustern und habe bei einigen auch schon einen Kommentar beigefügt, damit die Fragen vielleicht besser eingeordnet werden können. Unser Budget ist dahingehend begrenzt, dass wir ggf. nicht alle unten stehenden Themen direkt umsetzen können. Ich möchte aber vermeiden, dass ich nächstes Jahr wieder „Bestehendes“ aufreißen muss, um weitere Ideen umzusetzen.

1. Können diese Terrassenplatten in das Kiesbett gelegt werden?
Ich habe gelesen, dass dies möglich sei, allerdings nicht auf Stoß sondern mit Fugenkreuzen und anschließendem Verfugen.

2. Muss eine Rinne gelegt/gesetzt werden direkt am Haus, um gegen möglichen Schnee/Regen vorbereitet zu sein?
Meine Recherche hat ergeben, dass dies empfohlen wird.

a. Besitzen die Rinnen ein inneres Gefälle, so dass ich die Rinne als solche in Waage setzen kann oder setze ich die Rinne bereits mit Gefälle?

b. Wie würde eine Rinne technisch umgesetzt werden, die über das Versickerungsprinzip (und keinen Anschluss an das Abwasser) funktioniert?

c. Was für Rinnen bzw. welche Hersteller gibt es und wie könnte diese optisch und technisch optimal eingebunden werden?

3. Müssen/Sollten Fundamente für eine spätere Terrassenüberdachung eingeplant und bereits „vormoniert“ werden oder werden diese dann außerhalb der Terrasse gesetzt?
Vermutlich geht beides, ich stelle mir nur die Frage, was optisch und technisch sinnvoller ist bzw. besser ausschaut.

4. Thema Feuerstelle: Wie könnte eine Feuerstelle in die Terrasse integriert werden oder macht es eher Sinn mit einer Ethanolfeuerstelle oder einem Feuerkorb zu arbeiten?
Die Feuerstelle sollte dem Ambiente dienen und nicht als Grillplatz. Hier geht mir durch den Kopf, dass bei einer Feuerstelle mit Holz Rauchentwicklung entsteht und dies störend sein kann. Darüber hinaus weiß ich noch nicht, ob unsere Terrassenüberdachung auch Holz oder Aluminium gebaut werden soll. Eine Feuerstelle mit Holz wäre sicherlich dann auch nicht förderlich bei einer Terrassenüberdachung aus Holz.

5. Wie könnte Licht in das Terrassenkonzept integriert werden? Bspw. Lichtleisten im Boden, Stehlampen, …
Ein Stromanschluss/kabel steht zur Verfügung. Vermutlich muss ich auch hier zwischen Ambientelicht und „richtiges“ Licht unterscheiden. Dauerhaftes Licht, möchte wir aufgrund der Reduzierung der Lichtverschmutzung, nicht im Garten.

6. Wie könnte Musik sinnvoll integriert werden?
Diese Frage ist eher untergeordnet. Ich möchte keine Gartenparties betreiben sondern im Hintergrund ein wenig Musik laufen haben im Sommer. Umsetzung könnte bspw. an der Hauswand oder „versteckt“ im Garten bzw. an/bei der Terrasse erfolgen. Ich schwanke, auch aufgrund des Budgets irgendwo zwischen einer günstigeren stationären Lösung und ganz platt einer Bluetooth-Box.

7. An der rechten Ecke ist für die kommende Jahre eine kleine Outdoor-Küche geplant. Wie könnte diese aussehen bzw. auf was muss ich dabei achten?
Diese Outdoor-Küche soll kein Ersatz für unsere richtige Küche werden. Vielmehr eine „verlängerte Werkbank“, um im Sommer draußen Speisen zubereiten zu können bzw. am Grill (noch nicht vorhanden) arbeiten zu können. Fließend Wasser ist nicht zwingend notwendig. Erste Idee ist, dass dort ein Arbeitsplatz entstehen soll mit einem Grill+ggf. Pizzaofen und Staufläche.

8. Wie können Aufbewährungsboxen o.ä integriert werden für Sitzkissen oder sonstigen Kram, den man immer wieder auf der Terrasse benötigt?
Auch hier stelle ich mir die Frage, ob ich platt eine Kiste im Baumarkt kaufen und die Bezüge etc. dort hinein packe oder ob es eine clevere Lösung gibt?

9. Wie wäre sinnvollerweise die Verschattung umzusetzen? Stationäre Schirmständer oder festinstallierte oder ein Sonnensegel oder erstmal nichts vorplanen und auf die Terrassenüberdachung warten?

Die Terrassenüberdachung ist definitiv dieses Jahr und voraussichtlich auch im nächsten Jahr noch nicht geplant, soll aber irgendwann kommen. Ich tendiere ganz einfach zu einem (oder mehreren wenn notwendig) Sonnenschirmen im transportablen Ständer.

10. Wie können Pflanzen integriert werden oder lieber in großen Pflanzkübeln auf die Terrasse stellen?
Hier stelle ich mir die Frage, ob bspw. eine Aussparung der Terrasse sinnvoll ist, um dort einen schönen Baum/Pflanze zu integrieren oder ob ich dauerhaft flexibler bin, wenn ich einfach mit Pflanzkübeln arbeite?

11. Bei der Frühstücksterrasse haben wir als Nachbarn im Sommer nur ein Mehrfamilienhaus gegenüber. Wie wäre der Sichtschutz am besten umzusetzen? Bspw. über Bambus oder gibt es andere Alternativen?

12. Macht es Sinn bzw. anders gefragt, gibt es Ideen die Terrasse in Ebenen zu unterteilen?

Ich weiß, dass das sehr viele Fragen sind und ich wäre schon sehr glücklich, wenn ich zu einigen ein Feedback aus der Community bekomme könnte und freue mich auf einen regen Austausch.

Daher bedanke ich mich schon mal im Voraus für eure Unterstützung.

Tobias

Kommentare (7)

  • PRO
    Gudula v.Steht, Gartenberatung/ -Gestaltung
    vor 9 Tagen
    Zuletzt geändert: vor 9 Tagen

    Auf jeden Fall rate ich Ihnen hier zu einer Rinne und einem penibel angelegten Gefälle. Und ja, die angedachten Platten sind zu dünn für eine Verlegung im Splittbett.

    Sie sollten sich in jedem Fall auch ganz genau über den fachgerechten Unterbau bei einer festen Verlegung informieren, da die Drainage ja unterhalb der Platten erfolgen muss. Und hier scheiden sich oft die Geister, auch unter Fachleuten.

    Eine gute und wesentlich einfacher zu verlegene Alternative wäre ansonsten Geokeramica.

    Tobias Ebeling hat Gudula v.Steht, Gartenberatung/ -Gestaltung gedankt
    Beste Antwort
  • PRO
    Droll & Lauenstein
    vor 10 Tagen

    Ich beantworte mal Ihre Fragen 1 und 2.

    1. Keramikplatten verlegen wir grundsätzlich in ca. 8 cm Dränbeton auf 30 cm verdichteter Schottertragschicht. In Splittbett verlegt würden sie sich aufgrund ihres geringeren Gewichts bewegen, Kanten und Ecken würden Splittern, die Fugen halten nicht.
    2. gemäß DIN müssen Sie vor den Eingängen eine Stufe von 15 cm vorsehen. Auch unsere Bauherren wollen das nicht, weshalb wir vor der
      Türschwelle eine Einlaufrinne (meist eine Schlitzrinne) einbauen.
  • midmodfan
    vor 9 Tagen

    Ich denke, Ihr werdet nicht darum herumkommen, einen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb zu engagieren. Was Ihr hier aufgeschrieben habt, ist eine gute Grundlage für eine Grobplanung und einen Kostenrahmen. Ein Profi kann alle Eure Fragen beantworten, er macht ein rundes Konzept, in das Stauraum und alle sonstigen Wünsche integriert sind, er kann das gesamte Projekt sinnvoll gliedern und in Abschnitten fertigstellen, so wie Euer Budget es erlaubt, OHNE dass irgendwas wieder weggerissen werden muss.


    Das kostet natürlich Geld, aber Ihr wollt Euch doch jeden Tag an der ansprechenden Optik und der guten Nutzbarkeit Eures neuen Außenbereichs erfreuen. Außerdem wird es sich auszahlen, wenn Ihr das Haus einmal wieder verkaufen solltet. Wir hörten von Kaufinteressenten immer wieder, wie stimmig drinnen und draußen verbunden sind. Die meisten Menschen registrieren so etwas. Ein schöner Außenbereich, ein professionell ausgeführtes Gesamtkonzept, ist eine Freude für die Bewohner und deutliche Aufwertung für eine Immobilie.


    Unser Nachbar sparte sich den Fachbetrieb und legte alle paar Jahre alles wieder neu an. In den Jahren dazwischen ärgerte er sich über absackende Terrassenplatten, fehlenden Stauraum, einen immer wieder buckelig werdenden Rasen und noch vieles mehr. Vielleicht bin ich seinetwegen so davon überzeugt, dass nicht nur besser, sondern insgesamt auch nicht teurer ist, von vornherein einen Profi ranzulassen.

  • Tobias Ebeling
    Ursprünglicher Verfasser
    vor 9 Tagen

    @Droll & Lauenstein: Vielen Dank für das Feedback und die ehrliche Einschätzung. Das bestätigt ja auch meine Recherche. Mit einer Rinne habe ich grundsätzlich kein Problem und werde das auch entsprechend so umsetzen. Hinsichtlich der Platten muss ich mir Gedanken machen, entweder andere/schwere zu nutze oder wie Sie es beschrieben haben, die Platten in Beton zu legen.

    @modmodfan: Ebenfalls vielen Dank für das ehrliche Feedback. Grundsätzlich bin ich ganz bei Ihnen, dass die Umsetzung durch eine Fachfirma sinnvoll wäre.

    Mein Fokus liegt primär auf die Erstellung einer Terrasse, Aspekte wie Licht, Lagerung, Musik etc. sind eher untergeordnet und wären schön, wenn sie umgesetzt werden könnten, jedoch kein Muss. Eine komplette Umsetzung durch einen Fachbetrieb ist aufgrund des Budgets nicht möglich, da ich auch noch andere Projekte verfolge, geschweige denn, aktuell einen Fachbetrieb zu bekommen.

    Gibt es weitere Ideen aus der Community? Über jegliche Hinweise bin ich sehr dankbar.


    Viele Grüße

    Tobias

  • PRO
    Garten Design - Design Garten
    vor 8 Tagen

    Beachten Sie bei der Verlegung unbedingt die empfohlene Fugenbreite - auch Stein/Keramik/Betonplatten "arbeiten" bei Temperaturschwankungen und bei zu enger Verlegung kommt es zu Abplatzungen. Auch das Fugenmittel Ihrer Wahl hat Einfluss auf die Fugenbreite - hier also gut beraten lassen.

    Einen schönen Pflanzenrahmen würde ich um die Terrasse herum planen. Pflanzen in Töpfen müssen deutlich öfter gewässert werden, während Pflanzen im Erdreich sich bei guter Auswahl länger selber versorgen können (die Nachbarn werden es Ihnen in der Urlaubszeit danken).

    Fundamente für eine spätere Übderdachung würde ich nur vorbereiten, wenn Sie bereits genau wissen, wie es werden soll. Ansonsten ist die Gefahr zu groß, dass es doch nicht passt.

    Kissentruhen gibt es auch in Form von Sitzbänken - hier sind die Preise (qualitätsabhängig) sehr unterschiedlich. Billige Produkte aus Kunststoffe würde ich immer an möglichst nicht einsehbaren Stellen aufstellen - sie wirken immer als störendes Element.

    Tobias Ebeling hat Garten Design - Design Garten gedankt
  • Tobias Ebeling
    Ursprünglicher Verfasser
    vor 7 Tagen

    @ Frau von Steht und Garten Design: Auch an sie vielen Dank für das konstruktive Feedback, die mir bei der weiteren Planung wirklich helfen.

    Die Geoceramica finde ich sehr interessant, gibt es zu diesen noch eine Alternative, bspw. Terrassenplatten aus Feinsteinzeug/Keramik bzw. Nicht-Beton, die ausreichend dick/schwer sind, um sie ins Splitt Bett zu legen und nicht knapp an die 100€/qm gehen?

    Viele Grüße

    Tobias

  • PRO
    Garten Design - Design Garten
    vor 6 Tagen

    Es gibt von Emperor 3cm starke Keramikplatten in rel. großen Formaten, die für eine lose Verlegung empfohlen werden. Preislich werden die aber auch nicht günstiger sein. Geoceramica ist auch nicht ganz einfach zu verlegen, besonders wenn es um Schnittkanten geht - hier sollte man bei Eigenarbgeit schon etwas erfahrung haben.

    Schlichte graue Granitplatten können eine rel. günstige Natursteinvariante sein. Hier aber bitte auf Herkunft und Arbeitsbedingungen im Herkunftsland achten!

    Wenn Sie wegen Elektrik etc. noch über genaue Positionen unsicher sind, legen Sie in jedem Fall Leerrohre unter der Terrasse durch, damit Sie später flexibel sind. Auch wenn der Wasseranschluss im Terrassenbereich liegt, macht dies Sinn, um später z.B. Wassersteckdosen setzen zu können ohne dass ein Schlauch auf der Terrasse liegen muss.

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